{"id":300637,"date":"2025-07-28T14:20:17","date_gmt":"2025-07-28T14:20:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300637\/"},"modified":"2025-07-28T14:20:17","modified_gmt":"2025-07-28T14:20:17","slug":"zolleinigung-mit-den-usa-reaktionen-aus-norddeutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300637\/","title":{"rendered":"Zolleinigung mit den USA: Reaktionen aus Norddeutschland"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/autoexport-106.webp\" alt=\"Autos stehen auf dem Gel\u00e4nde vom BLG Autoterminal Bremerhaven. \" title=\"Autos stehen auf dem Gel\u00e4nde vom BLG Autoterminal Bremerhaven.  | Sina Schuldt\/dpa\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Zollabkommen zwischen EU und USA: Kritik aus der Hamburger Wirtschaft (1 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 28.07.2025 16:02 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Mit gemischten Gef\u00fchlen blickt die Wirtschaft in Norddeutschland auf die Zolleinigung zwischen den USA und der EU: 15 Prozent Zoll auf die meisten Produkte &#8211; das w\u00fcrde auch die Unternehmen im Norden belasten, so die Einsch\u00e4tzung. <\/p>\n<p class=\"\">\nDie Hamburger Handelskammer spricht von Schadensbegrenzung. Aus ihrer Sicht braucht der Welthandel Verl\u00e4sslichkeit und fairen Wettbewerb, nicht einseitige Machtpolitik.<\/p>\n<p>    Hamburger Handelskammer: &#8222;Europa muss st\u00e4rker sein&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nPhilip Koch, Leiter des Stabsbereichs International bei der Handelskammer, fordert: Die Europ\u00e4ische Union und ihre Mitgliedsl\u00e4nder m\u00fcssten als Konsequenz aus dem Deal wettbewerbsf\u00e4higer werden. &#8222;Insgesamt muss Europa die Lehre daraus ziehen, dass Europa st\u00e4rker sein muss, damit es nicht noch mal in so eine Verhandlungssituation gedr\u00e4ngt werden kann, wie es jetzt gedr\u00e4ngt worden ist in allen Sektoren.&#8220;<\/p>\n<p>    Steigende Preise und Arbeitsplatzabbau bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch die Wirtschaftsvereinigung Gro\u00df- und Au\u00dfenhandel Hamburg fordert, dass Deutschland schnell wettbewerbsf\u00e4higer werden m\u00fcsse &#8211; beispielsweise durch den Abbau von b\u00fcrokratischen Hemmnissen. Der Unternehmensverband Nord bef\u00fcrchtet, dass der Zoll-Deal zu steigenden Preisen f\u00fchren wird und mittelfristig auch Arbeitspl\u00e4tze kosten k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/zollstreit-106.webp\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Trump und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen in Schottland\" title=\"US-Pr\u00e4sident Trump und EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen in Schottland | picture alliance\/dpa\/AP\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Nach langem Ringen haben sich EU und USA im Zollstreit geeinigt. Aber worauf genau? Wie gro\u00df sind die EU-Zugest\u00e4ndnisse an Trump, was \u00e4ndert sich im Vergleich zum Status quo &#8211; und was ist noch unklar? Fragen und Antworten.<\/p>\n<p>    &#8222;EU-USA-Zolldeal gef\u00e4hrdet regelbasierten Welthandel&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nAuch Julian Hinz, Experte f\u00fcr internationalen Handel am Institut f\u00fcr Weltwirtschaft in Kiel, kritisiert die Vereinbarung. Die EU versuche kurzfristig einen Handelskrieg abzuwenden, zahle daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis: &#8222;Sie verl\u00e4sst damit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation, das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nDer aktuelle Deal schaffe einen gef\u00e4hrlichen Pr\u00e4zedenzfall. Laut Hinz k\u00f6nnte er andere L\u00e4nder dazu ermutigen, ebenfalls politisch motivierte und willk\u00fcrliche Zollerh\u00f6hungen durchzusetzen. Langfristig drohe damit eine Eskalation von Handelskonflikten und insgesamt h\u00f6here Z\u00f6lle. Die EU solle sich dringend auf ihre St\u00e4rken besinnen und verst\u00e4rkt Handelspartnerschaften mit gleichgesinnten L\u00e4ndern f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>    &#8222;Kompromiss mit bitterem Beigeschmack&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nDer nieders\u00e4chsische Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies (SPD) sieht die Einigung zwiegespalten. Einerseits sei er erleichtert \u00fcber die Verst\u00e4ndigung, durch die eine Ausweitung des Handelskonflikts vermieden werde. Andererseits habe der Kompromiss auch einen bitteren Beigeschmack: &#8222;Die Europ\u00e4ische Union\u00a0hat hier schmerzhafte und teure Zugest\u00e4ndnisse gemacht. Es handelt sich aus meiner Sicht um einen asymmetrischen Kompromiss zugunsten der USA, der jetzt aber erst einmal der Wirtschaft und den Unternehmen Verl\u00e4sslichkeit und Planbarkeit bietet.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\">\nLaut Lies bedeute ein allgemeiner Einfuhrzoll von 15\u00a0Prozent, dass viele Unternehmen im US-Gesch\u00e4ft\u00a0viel Geld verlieren beziehungsweise\u00a0ihr US-Gesch\u00e4ft reduzieren m\u00fcssen. Au\u00dferdem werde der Druck weiter wachsen, Produktionen von Europa in die USA zu verlegen.\u00a0Die urspr\u00fcnglich angedrohten Z\u00f6lle von 30\u00a0Prozent\u00a0h\u00e4tten jedoch in viel h\u00f6herem Ma\u00dfe die deutschen Exporte belastet.\u00a0<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/von-der-leyen-trump-102.webp\" alt=\"Ursula von der Leyen gibt Donald Trump die Hand.\" title=\"Ursula von der Leyen gibt Donald Trump die Hand. | dpa\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Monatelang sorgte der Zollstreit zwischen den USA und der EU f\u00fcr Verunsicherung. Nun haben sich US-Pr\u00e4sident Trump und Kommissionschefin von der Leyen geeinigt. Statt 30 soll es Z\u00f6lle von 15 Prozent geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Zollabkommen zwischen EU und USA: Kritik aus der Hamburger Wirtschaft (1 Min) Stand: 28.07.2025 16:02 Uhr Mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":300638,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,692,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-300637","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-hamburg","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114931304272535842","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=300637"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300637\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/300638"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=300637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=300637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=300637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}