{"id":300647,"date":"2025-07-28T14:25:12","date_gmt":"2025-07-28T14:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300647\/"},"modified":"2025-07-28T14:25:12","modified_gmt":"2025-07-28T14:25:12","slug":"eu-und-usa-einigen-sich-nach-monatelangem-streit-auf-handelsabkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300647\/","title":{"rendered":"EU und USA einigen sich nach monatelangem Streit auf Handelsabkommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspBWlv tspBWlw\">Der Handelskrieg zwischen den USA und der EU ist abgewendet. Beide Seiten haben sich am Sonntag <strong>auf eine Grundsatzvereinbarung zur Entsch\u00e4rfung des seit Monaten andauernden Zollkonflikts geeinigt<\/strong>. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Das ist das Ergebnis eines Spitzengespr\u00e4ches von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der\u00a0Leyen\u00a0und US-Pr\u00e4sident Donald Trump am Sonntag in Schottland. <strong>\u201eWir haben eine Einigung erzielt. Es ist ein gutes Abkommen f\u00fcr alle\u201c<\/strong>, sagte Trump unmittelbar nach dem Treffen.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Details zum Deal wurden zun\u00e4chst nicht bekannt. Schon vorab war allerdings klar, dass Einfuhren aus der EU in die USA k\u00fcnftig mit deutlich h\u00f6heren Z\u00f6llen belastet werden als noch vor dem Beginn der zweiten Amtszeit von Trump. <\/p>\n<p> 15 Prozent f\u00fcr europ\u00e4ische Einf\u00fchren in die USA <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Der US-Pr\u00e4sident verk\u00fcndete nun, dass europ\u00e4ische <strong>Einfuhren in die USA mit einem Zoll von 15 Prozent belegt werden<\/strong>. Dar\u00fcber hinaus soll es allerdings zahlreiche Ausnahmen geben. Dabei handle es ich um wichtige Sektoren wie Flugzeuge, Holz und Spirituosen &#8211; mit Ausnahme von Wein. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Die EU muss sich den Angaben zufolge im Gegenzug verpflichten, mehr US-Fl\u00fcssiggas (LNG) zu kaufen und Investitionen zusagen.\u00a0Die EU scheint zudem einen Kompromiss f\u00fcr den wichtigen Stahl-Bereich erzielt zu haben, der ein gewisses Kontingent an zollfreien Ausfuhren in die USA erlaube, sagte ein Diplomat. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Donald Trump kam nach einer Golf-Runde auf seiner Luxusanlage in Ayrshire sichtlich entspannt zu dem Treffen mit der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin. Die schmeichelte zum Einstieg dem US-Pr\u00e4sidenten und <strong>bezeichnete ihn als harten, aber fairen Verhandler<\/strong>, der Deals machen k\u00f6nne. Im selben Atemzug appellierte sie an seinen Hang zu Superlativen: \u201eWenn wir erfolgreich sind, w\u00e4re es wohl das gr\u00f6\u00dfte Abkommen, das jeder von uns je geschlossen hat\u201c, sagte von der\u00a0Leyen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/donald-trump-plays-golf-at-turnberry-golf-club.jpeg\"   alt=\"\" aria-labelledby=\"caption-14093591\" width=\"440\" height=\"330\" loading=\"lazy\" class=\"tspAUhq\"\/> Donald Trump hatte in Schottland auch Golf gespielt. <\/p>\n<p class=\"tspAHgj\"> \u00a9 imago\/UPI Photo\/IMAGO\/HUGO PHILPOTT <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Als Durchbruch bei den Verhandlungen gilt, dass sich Donald Trump und Ursula von der Leyen endlich Auge in Auge unterhielten. Der Ausgang des Treffens war allerdings nicht nur wegen der sachlichen Differenzen ungewiss. Zwar beschrieb der US-Pr\u00e4sident die Deutsche vor der Begegnung in Schottland als \u201ehoch angesehene Frau\u201c, doch die Gegens\u00e4tze zwischen diesen beiden Menschen k\u00f6nnten gr\u00f6\u00dfer nicht sein. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Auf der einen Seite der unberechenbare Gesch\u00e4ftemacher, der den gro\u00dftuerischen Auftritt liebt, es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt und mit seinen freien Assoziationsketten die Welt in Atem h\u00e4lt. Dieser Selbstdarsteller traf in Turnberry auf eine bis in die Haarspitzen beherrschte, k\u00fchle Politikerin, deren gro\u00dfe Disziplin legend\u00e4r ist und die eisern auf das Einhalten von gemeinsamen Regeln pocht. Beide verbindet allenfalls ein \u00fcberaus gut ausgepr\u00e4gter Machtinstinkt. <\/p>\n<p> Angelegenheit lag \u00fcber Monate in den H\u00e4nden von Unterh\u00e4ndlern <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Das \u00fcber Monate beharrliche Schweigen zwischen Donald Trump und Ursula von der Leyen wurde allerdings zu einem immer gr\u00f6\u00dferen Problem. Denn der US-Pr\u00e4sident verhandelt gerne Auge und Auge, um danach stolz einen \u201egro\u00dfartigen Deal\u201c zu verk\u00fcnden \u2013 wie es ihm nun in Schottland gelungen ist. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Im Streit zwischen den USA und der EU lag die heikle Angelegenheit aber \u00fcber Monate in den H\u00e4nden von Unterh\u00e4ndlern, von denen keiner das Mandat hatte, eine Entscheidung zu treffen. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">So reiste Maros Sefcovic, EU-Kommissar f\u00fcr Handel, immer wieder in die USA oder telefonierte mit seinen amerikanischen Amtskollegen Howard Lutnick, dem US-Handelsminister, und Jamieson Greer, dem US-Handelsbeauftragten. Doch die Erfolge waren mehr als \u00fcberschaubar, vor allem deshalb, weil am Ende immer Donald Trump alle Beteiligten mit einer neuen Entscheidung \u00fcberraschte \u2013 sei es, die Z\u00f6lle noch einmal zu erh\u00f6hen, zu senken oder deren Inkrafttreten zu verschieben. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Doch auch Ursula von der Leyens kann sich nach dem Abschluss best\u00e4tigt f\u00fchlen. Ihre Taktik bestand darin, jegliche Konfrontation mit dem US-Pr\u00e4sidenten zu vermeiden. In Europa wurde gegen Ursula von der Leyen deshalb immer lauter der Vorwurf erhoben, zu weich gegen\u00fcber Donald Trump aufzutreten. <\/p>\n<p> Auch von der Leyen spricht von einem \u201eguten Abkommen\u201c <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Vor allem aus dem Parlament kam der Hinweis, der US-Pr\u00e4sident verstehe nur die Sprache St\u00e4rke. Der SPD-Abgeordnete Bernd Lange, Vorsitzender des Handelsausschusses, forderte, Europa d\u00fcrfe sich von den USA nicht l\u00e4nger g\u00e4ngeln lassen und m\u00fcsse endlich mit eigenen Z\u00f6llen gegenhalten. Auch am Sonntag vor dem Treffen betonte Bernd Lange noch einmal, falls keine Rahmenvereinbarung zustande komme, seien Gegenz\u00f6lle und andere Ma\u00dfnahmen \u201escharf gestellt\u201c. <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Aber auch bei der EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schien sich mit der Zeit wegen der Sprunghaftigkeit Trumps eine gewisse Ungeduld einzuschleichen. In einem Interview mit der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c formulierte sie: \u201eEuropa ist immer noch ein Friedensprojekt. Bei uns machen keine Br\u00fcder oder Oligarchen die Regeln. Wir marschieren nicht bei unseren Nachbarn ein, und wir bestrafen sie nicht.\u201c In den Kategorien der EU-Kommissionschefin ist eine solche Aussage eine geradezu vernichtende Kritik \u2013 aber ohne nat\u00fcrlich Donald Trump beim Namen zu nennen. <\/p>\n<p> Mehr zum Zollstreit <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/in-schottland-von-der-leyen-will-sich-am-sonntag-mit-trump-treffen-14088521.html?icid=topic-list_14093333___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCOom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wegen des Handelsstreits Von der Leyen will sich am Sonntag in Schottland mit Trump treffen <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/internationales\/wenn-verhandlungen-mit-usa-scheitern-eu-einigt-sich-auf-mogliche-gegenzolle-in-milliardenhohe-14076629.html?icid=topic-list_14093333___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCOom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wenn Verhandlungen mit USA scheitern EU einigt sich auf m\u00f6gliche Gegenz\u00f6lle in Milliardenh\u00f6he <\/a><a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/trumps-drohbriefe-an-handelspartner-werden-scharfer-der-wille-zu-kompromissen-schwindet-14015468.html?icid=topic-list_14093333___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" class=\"tspCOom\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Ton wird sch\u00e4rfer Drei Gr\u00fcnde f\u00fcr Trumps Eskalation im Zollstreit <\/a><\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Doch in der Stunde der Einigung scheinen alle Anfeindungen vergessen. Und auch Ursula von der\u00a0Leyen\u00a0sprach in Schottland von einem \u201eguten Abkommen\u201c und der US-Pr\u00e4sident nickte dazu.\u00a0<\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">\u201eWir haben ein Handelsabkommen zwischen den beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt. Das ist ein gro\u00dfes Abkommen, ein riesiges Abkommen\u201c, sagte die EU-Kommissionschefin. Diesen Satz h\u00e4tte Donald Trump nicht besser formulieren k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> Wirtschaftsministerin sieht Zolldeal als Herausforderung&#13; <\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hingegen bezeichnete das Abkommen als Herausforderung. \u201eDas Abkommen ist sicherlich mit 15 Prozent im Basiszoll eins, was uns herausfordern wird, aber der gute Teil daran: Es gibt Sicherheit\u201c, sagte Reiche. \u201eEs ist richtig und wichtig, dass einige Sektoren herausgenommen sind. F\u00fcr die anderen wird es Anpassungsbedarf bedeuten.\u201c<\/p>\n<p class=\"tspBWlv\">Man habe sich selbst aktiv eingebracht und f\u00fcr die Kernsektoren geworben: f\u00fcr die Automobilindustrie, f\u00fcr Pharma, f\u00fcr Maschinen- und Anlagenbau, aber auch f\u00fcr Landwirtschaft und die Luftverkehrswirtschaft. Es gelte jetzt, schnell Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu bekommen und sich final auf die Aussagen verlassen zu k\u00f6nnen. (mit dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Handelskrieg zwischen den USA und der EU ist abgewendet. 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