{"id":300745,"date":"2025-07-28T15:17:17","date_gmt":"2025-07-28T15:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300745\/"},"modified":"2025-07-28T15:17:17","modified_gmt":"2025-07-28T15:17:17","slug":"berlusconi-holding-stockt-angebot-fuer-prosiebensat-1-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300745\/","title":{"rendered":"Berlusconi-Holding stockt Angebot f\u00fcr ProSiebenSat.1 auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 28.07.2025 15:03 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Wird ProSiebenSat.1 italienisch oder tschechisch? Um den Konzern ist ein Bieterwettkampf entbrannt. Mittendrin: das Medienimperium des verstorbenen Silvio Berlusconi. Kulturstaatsminister Weimer hat Bedenken.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer tschechische Finanzinvestor PPF und die italienische MediaForEurope (MFE), die Holding der Berlusconi-Familie, k\u00e4mpfen um die \u00dcbernahme des Medienkonzerns ProSiebenSat.1. MFE hatte im M\u00e4rz erkl\u00e4rt, die Gruppe \u00fcbernehmen zu wollen. Als gr\u00f6\u00dfter Einzelgesellschafter h\u00e4lt das Unternehmen derzeit 29,99 Prozent und will die vollst\u00e4ndige Kontrolle \u00fcber ProSiebenSat.1 gewinnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Weg steht dabei der tschechische Miteigent\u00fcmer PPF. Er ist derzeit mit knapp 15 Prozent beteiligt und will auf bis zu 29,99 Prozent aufstocken. Nun erh\u00f6ht MFE das Angebot. Pier Silvio Berlusconi, der Chef der Familienholding, sagt zu der Aufstockung, dies geschehe &#8222;nicht, weil unser anf\u00e4ngliches Angebot unangemessen gewesen w\u00e4re, sondern weil wir von dem Industrieprojekt \u00fcberzeugt sind, das wir seit Jahren als Hauptaktion\u00e4r unterst\u00fctzen&#8220;. Ein PPF-Sprecher wollte sich nicht zu dem Vorsto\u00df von MFE \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>    Bedenken der Bundesregierung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBerlusconi bekr\u00e4ftigte, sein Unternehmen wolle die deutsche Senderkette (Pro7, Sat.1, Kabel 1 und weitere Spartensender) nicht komplett \u00fcbernehmen. &#8222;Wir zielen nicht auf vollst\u00e4ndige Kontrolle ab, sondern auf Flexibilit\u00e4t, die es uns erm\u00f6glicht, eine klare Richtung vorzugeben, die auf einer gemeinsamen Vision beruht&#8220;, sagte Berlusconi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMFE werde die redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit und die nationale Identit\u00e4t von ProSieben bewahren, betonte der Medienunternehmer. Damit reagierte er auch auf die Bedenken der Bundesregierung, die sich am Wochenende eingeschaltet hatte. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer lud Berlusconi zu einem Gespr\u00e4ch ins Kanzleramt ein. &#8222;Ein Eigent\u00fcmerwechsel darf nicht zu einer Einschr\u00e4nkung der journalistischen Unabh\u00e4ngigkeit f\u00fchren&#8220;, betonte Weimer.<\/p>\n<p>    Kritik vom Deutschen Journalistenverbandes<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV), Mika Beuster, begr\u00fc\u00dfte den Vorsto\u00df Weimers: &#8222;Wir warnen bereits seit L\u00e4ngerem vor der \u00dcbernahme durch die Berlusconi-Erben. Zum einen aus Sorge um journalistische Arbeitspl\u00e4tze, zum anderen wegen der bedenklichen N\u00e4he der MFE-Medien zu rechtspopulistischen Positionen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nPier Silvio Berlusconi ist der Sohn des fr\u00fcheren italienischen Ministerpr\u00e4sidenten Silvio Berlusconi, dem gute Verbindungen zu Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin nachgesagt wurden. Deutschland hat der Regierung in Moskau wiederholt die bewusste Verbreitung von Desinformation in Europa vorgeworfen.<\/p>\n<p>    Erh\u00f6htes Angebot und vermeintlich Millionen-Einsparungen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim nun vorliegenden neuen Angebot bleibe die Barkomponente von 4,48 Euro je Aktie unver\u00e4ndert, teilte die italienische MediaForEurope mit. Aber es w\u00fcrden nun zus\u00e4tzlich 1,3 eigene Aktien dazu geboten, nach urspr\u00fcnglich 0,4 Aktien. Gleichzeitig rechnete MFE vor, dass Einsparungen und Ergebniseffekte von mehr als 400 Millionen Euro einem Zusammenschluss beider Unternehmen machbar w\u00e4ren &#8211; &#8222;sofern und sobald sie realisierbar ist&#8220;. Dabei gehe es vor allem um Werbung, Technologie und Daten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nProSiebenSat.1-Chef Bert Habets reagierte wohlwollend. &#8222;Wir unterst\u00fctzen (&#8230;) ein paneurop\u00e4isches Projekt, auch in enger Zusammenarbeit mit MFE, und freuen uns auf die Fortsetzung der gemeinsamen Gespr\u00e4che.&#8220;<\/p>\n<p>    Reaktionen der Aktion\u00e4re<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMFE und PFF haben bisher kaum ProSiebenSat.1-Aktion\u00e4re aus der Reserve gelockt. Die meisten institutionellen Investoren warten aber bei \u00dcbernahmeangeboten oft bis zum letzten Moment.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Annahmefrist l\u00e4uft weiterhin bis zum 13. August. Sollte eines der beiden Angebote nach dem 30. Juli erh\u00f6ht werden, verl\u00e4ngert sich die Frist um zwei Wochen. Einige Spekulanten haben den Kurs nach Anhebung der Offerte allerdings in die H\u00f6he getrieben.<\/p>\n<p>    Fr\u00fcher war ProSiebenSat1 mal im DAX<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMittel- und langfristig b\u00fc\u00dfte ProSiebenSat.1 deutlich an Wert ein. Seit dem Rekordhoch von etwas mehr als 50 Euro im November 2015 sackte der Kurs um rund 85 Prozent ab. Das Unternehmen ist nach dem Rutsch nur noch rund 1,8 Milliarden Euro wert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Aktie ist inzwischen nur noch im SDAX gelistet, nachdem das Papier zwischen M\u00e4rz 2016 und M\u00e4rz 2018 sogar im DAX notiert war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.07.2025 15:03 Uhr Wird ProSiebenSat.1 italienisch oder tschechisch? Um den Konzern ist ein Bieterwettkampf entbrannt. Mittendrin: das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":300746,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[87434,13,24384,14,15,87435,9416,12,10,8,9,11,2910],"class_list":{"0":"post-300745","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-berlusconi","9":"tag-headlines","10":"tag-mfe","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-ppf","14":"tag-prosiebensat-1","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-uebernahme"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114931528557853193","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300745","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=300745"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300745\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/300746"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=300745"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=300745"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=300745"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}