{"id":300935,"date":"2025-07-28T17:00:18","date_gmt":"2025-07-28T17:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300935\/"},"modified":"2025-07-28T17:00:18","modified_gmt":"2025-07-28T17:00:18","slug":"angehoerige-mit-verdacht-zu-verschwundenen-russischer-soldaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/300935\/","title":{"rendered":"Angeh\u00f6rige mit Verdacht zu verschwundenen russischer Soldaten"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/6177031234475007.webp\" fetchpriority=\"high\" width=\"2000\" height=\"1125\" alt=\"Ukraine-Konflikt, russische Soldaten in der Umgebung von Awdijiwka Russia Ukraine Military Operation Heavy Flamethrowers 8730445 17.07.2024 A crew member of the Russian TOS-1A Solntsepek Blazing Sun t ...\" data-image-id=\"6177031234475007\" class=\"watson-snippet__image bg-grey-10 block h-auto w-full \"\/><\/p>\n<p>Die genaue Zahl im Krieg gefallener russischer Soldaten ist unklar.Bild: imago images \/ sna \/ Stanislav Krasilnikov<\/p>\n<p>International<\/p>\n<p>Angeh\u00f6rige russischer Soldaten wissen oft nicht, was mit ihren Liebsten passiert ist. Sie beschweren sich \u00fcber die Einstufung als Deserteure.<\/p>\n<p>28.07.2025, 18:1128.07.2025, 18:11<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/3554583765448392.webp\" alt=\"Annika Danielmeier\" width=\"50\" height=\"50\" loading=\"lazy\" class=\"h-auto w-14 rounded-full\"\/><\/p>\n<p>Folgen<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Es ist schier unm\u00f6glich zu sagen, wie viele russische Soldaten im Krieg gegen die Ukraine auf dem Schlachtfeld gefallen sind. Das liegt auch daran, dass Russland selbst keine verl\u00e4sslichen Zahlen dazu ver\u00f6ffentlicht \u2013 oder auffallend niedrige Werte nennt. Nat\u00fcrlich ist es Putin daran gelegen, die Zahl der toten Soldaten gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit m\u00f6glichst klein zu halten. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Doch auch Angeh\u00f6rige der Get\u00f6teten erfahren oft erst sp\u00e4t, was mit ihrem Kind, Ehemann oder Bruder passiert ist. Manche gar nicht.<strong> <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\"><strong>Verwandte werfen russischen Kommandeuren vor, den Tod von Soldaten damit zu verschleiern, dass diese stattdessen als Deserteure eingestuft werden.<\/strong> Offiziell ist das der Status &#8222;unbefugtes Verlassen der Einheit&#8220;.<\/p>\n<p>Russland: Angeh\u00f6rige beschweren sich \u00fcber Deserteur-Status<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Dem russischen Medium &#8222;<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/istories.media\/stories\/2025\/07\/28\/status-soch\/\" class=\"\">istories<\/a>&#8220; liegen mehr als 50 solcher Beschwerden vor, die Angeh\u00f6rige von vermissten russischen Soldaten an die Pr\u00e4sidialverwaltung geschickt haben. In diesen werden laut Bericht 25 Milit\u00e4reinheiten aus elf russischen Regionen sowie aus der Region Donezk erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Oft steht in den Beschwerden, dass die Soldaten nach einem Kampfeinsatz pl\u00f6tzlich den Kontakt abgebrochen h\u00e4tten.<strong> Einige sollen durch die Kameraden von dem Tod ihres Angeh\u00f6rigen erfahren haben <\/strong>\u2013 den Tod beweisen und dass der Status als Deserteur falsch ist, k\u00f6nnen sie jedoch nicht. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Laut &#8222;istories&#8220; schreiben die Angeh\u00f6rigen in den Beschwerden, dass der Soldat, bevor er als Deserteur eingestuft wurde, als vermisst oder verwundet galt. Manchmal widersprechen sich die Antworten zum Verbleib, die die Angeh\u00f6rigen erhielten. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Aus jeder f\u00fcnften Beschwerde, die das Medium \u00fcberpr\u00fcft hat, geht hervor, dass die Angeh\u00f6rigen von Kameraden des vermissten Soldaten von dessen Tod erfahren h\u00e4tten. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">So berichtet es auch eine Frau, die inzwischen ihren Bruder beerdigt hat. Der offizielle Todestag sei der 12. April \u2013 der Tag, an dem der Deserteur-Status aufgehoben wurde. Von Kameraden w\u00fcsste sie aber, dass ihr Bruder schon einen Monat vorher verstorben sei. Sie fragt sich: &#8222;Auf welcher Grundlage wird der Status jetzt festgelegt, wie kommt das alles zustande?&#8220;<\/p>\n<p>Deserteur-Status offenbar anf\u00e4llig f\u00fcr falsche Einstufung<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Kommandeure k\u00f6nnen Soldaten nicht grundlos den Status &#8222;unbefugtes Verlassen der Einheit&#8220; verpassen; er sei jedoch anf\u00e4llig f\u00fcr eine falsche Einstufung. &#8222;Istories&#8220; zitiert aus einer Studie aus dem Jahr 2021, laut der es ausreiche, &#8222;wenn ein Soldat f\u00fcr einen bestimmten Zeitraum in seiner Einheit oder an seinem Dienstort abwesend ist&#8220;. Die Umst\u00e4nde der Abwesenheit seien &#8222;zweitrangig&#8220;. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Der Direktor der Menschenrechtsgruppe &#8222;B\u00fcrger. Armee. Recht&#8220; berichtet, dass die russische Armee stark b\u00fcrokratisiert sei. Ohne Leiche sei es &#8222;unm\u00f6glich, einen Soldaten sofort als gefallen anzuerkennen und seiner Familie eine Entsch\u00e4digung zuzusprechen&#8220;, sagt er zu &#8222;istories&#8220;. Selbst, wenn es Zeugen gebe.<\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Angeh\u00f6rige sehen darin einen Grund, warum ihnen der Tod verschwiegen werden k\u00f6nnte: um keine Zahlungen an die Familie leisten zu m\u00fcssen. Der Direktor der Menschenrechtsgruppe h\u00e4lt das aber f\u00fcr unwahrscheinlich. <strong>Stattdessen sieht er Hinweise f\u00fcr einen inoffiziellen Befehl, alle, die nicht in der Einheit sind \u2013 das w\u00fcrde sogar Soldaten treffen, die im Krankenhaus seien. <\/strong><\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Eine weitere Theorie ist das Verschleiern der Zahl gefallener Soldaten. Ein Jurist sagt gegen\u00fcber dem Medium, dass dies f\u00fcr den Kommandeur aber auch Nachteile habe: Jemanden als Deserteur zu melden, sei b\u00fcrokratisch aufwendig; au\u00dferdem kann er bei einer hohen Zahl selbst zur Verantwortung gezogen werden. <\/p>\n<p class=\"watson-snippet__text my-6 text-[16px] lg:text-[18px] leading-normal md:w-3\/5\">Klar ist jedenfalls: F\u00fcr die Angeh\u00f6rigen ist die Ungewissheit eine unertr\u00e4gliche Situation. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/politik.watson.de\/politik\/international\/696231740-usa-donald-trump-spricht-kuriose-rindfleisch-warnung-an-laender-aus\" aria-label=\"Zur Story\" class=\"watson-next-story__link absolute inset-0 z-10\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump wittert gro\u00dfe Verkaufschancen beim Rindfleisch. Paradox, angesichts des Einbruchs der eigenen Rinderbest\u00e4nde in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Donald Trump ist f\u00fcr seine gro\u00dfen T\u00f6ne bekannt, die er auch gerne auf seiner eigenen Plattform Truth Social mit der Welt\u00f6ffentlichkeit teilt. Was hinter seinen Worten steckt, das ist jedoch oft noch einmal eine andere Frage. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die genaue Zahl im Krieg gefallener russischer Soldaten ist unklar.Bild: imago images \/ sna \/ Stanislav Krasilnikov International&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":300936,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,12,317],"class_list":{"0":"post-300935","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-ukraine"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114931933174197684","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=300935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/300935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/300936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=300935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=300935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=300935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}