{"id":301119,"date":"2025-07-28T18:39:10","date_gmt":"2025-07-28T18:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301119\/"},"modified":"2025-07-28T18:39:10","modified_gmt":"2025-07-28T18:39:10","slug":"keine-einwaende-von-der-denkmalpflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301119\/","title":{"rendered":"Keine Einw\u00e4nde von der Denkmalpflege"},"content":{"rendered":"<p> Ein geplanter Neubau am Lesumer Marktplatz erhitzt seit geraumer Zeit die Gem\u00fcter. Die einen loben die Planung eines modernen Geb\u00e4udes als willkommenen Kontrast, andere kritisieren genau dies. Acht Beiratsmitglieder haben Ortsamtsleiter Florian Boehlke aufgefordert, das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege um eine Stellungnahme zu bitten. Diese liegt nun vor.<\/p>\n<p>Das ist geplant<\/p>\n<p>Dem Bauherren Bekim Dervishaj schwebt an der Adresse An der Lesumer Kirche 6 ein viergeschossiger Neubau mit Flachdach vor. Geplant hat den Entwurf der Architekt Philipp Romeiser. Dervishaj m\u00f6chte in dem Geb\u00e4ude, das ein Bestandsgeb\u00e4ude ersetzen soll, im Untergeschoss ein Caf\u00e9 er\u00f6ffnen. In den oberen Geschossen sollen au\u00dferdem f\u00fcnf Wohnungen realisiert werden.<\/p>\n<p>Das sagt das Landesamt<\/p>\n<p>Zwei zentrale Einsch\u00e4tzungen trifft das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege. Zum einen k\u00f6nne dem Bestandsobjekt kein Denkmalwert bescheinigt werden. Das ist das Ergebnis einer Pr\u00fcfung, die im November 2024 stattgefunden hat. Zum anderen \u00e4u\u00dfert sie sich zu den Auswirkungen auf den Lesumer Ortskern. &#8222;Die m\u00f6gliche visuelle Beeintr\u00e4chtigung des benachbarten Kulturdenkmals &#8218;An der Lesumer Kirche 1&#8216; durch Gr\u00f6\u00dfe oder Kubatur des geplanten Neubaus erreicht nicht das Gewicht, das eine Ablehnung des Bauvorhabens aus denkmalrechtlicher Sicht rechtfertigen k\u00f6nnte&#8220;, hei\u00dft es in der Stellungnahme. Lediglich &#8222;Materialit\u00e4t und Farbigkeit&#8220; der Fassadengestaltung sollten sich nach Einsch\u00e4tzung des Landesamtes in die Umgebung einpassen. Nach Auskunft von Uwe Schwartz vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege ist diese Einsch\u00e4tzung abschlie\u00dfend. &#8222;Wir haben alles sehr genau gepr\u00fcft&#8220;, sagt Schwartz. Am Bestandsgeb\u00e4ude sei fast nichts Historisches mehr vorhanden, stellt er klar. &#8222;Wir sind nicht die Geschmackspolizei. Wir haben au\u00dferdem keinen Einfluss auf das weitere Verfahren&#8220;, sagt Schwarz.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich stellt das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege in der denkmalfachlichen Stellungnahme klar: &#8222;Gesch\u00fctzt wird [&#8230;] die Wirkung eines Kulturdenkmals in seiner Umgebung und die optischen Bez\u00fcge und Wirkungen zwischen Kulturdenkmal und Umgebung, nicht dagegen die Umgebung selbst.&#8220; Weiter hei\u00dft es: &#8222;Wir weisen darauf hin, dass der Denkmalschutz aus diesem Grund nicht das vom Gesetzgeber vorgesehen Mittel ist, um rein stadtbildpflegerische Ziele zu verfolgen.&#8220;<\/p>\n<p>Das sagt das Bauamt<\/p>\n<p>Das Bauamt Bremen-Nord war an zahlreichen Abstimmungsrunden zu diesem Vorhaben beteiligt. Aufsetzend auf diese Treffen ist ein Bauantrag entstanden, der nun dem Bauamt vorliegt. Den gelte es jetzt zu pr\u00fcfen, sagt Stefanie Rohbeck vom Bauamt Bremen-Nord. Die Situation sei jedoch unter anderem deshalb speziell, weil es eine Erhaltungssatzung gebe, die auch f\u00fcr das Bestandsgeb\u00e4ude gelte. Nur habe sich dieses Geb\u00e4ude als nicht tragf\u00e4hig f\u00fcr eine Umnutzung erwiesen. &#8222;Nun sind wir im Gespr\u00e4ch, um zu ergr\u00fcnden, wie die Situation zeitgem\u00e4\u00df und sinnvoll gel\u00f6st werden kann&#8220;, sagt Rohbeck. Immerhin sei das Geb\u00e4ude bereits lange erhalten worden. Der bestehende Bebauungsplan f\u00fcr dieses Areal sei seit 2002 rechtskr\u00e4ftig. Nun m\u00fcsse es erlaubt sein, neu nachzudenken.<\/p>\n<p>Das sagt das Ortsamt<\/p>\n<p>Der Beirat ist im Zuge der Beteiligung um eine Stellungnahme vom Bauamt gebeten worden. Die Abstimmung dazu hat im Umlaufverfahren stattgefunden. Zwei Botschaften k\u00f6nnen aus dem Votum abgeleitet werden: Eine Mehrheit der Beiratsmitglieder steht dem Vorhaben positiv gegen\u00fcber und es handelt sich um ein knappes Abstimmungsergebnis. Daran \u00e4ndere sich auch nichts dadurch, dass nach einem technischen Problem nun auch eine zun\u00e4chst nicht eingegangene Stimme als Nein-Stimme ausgemacht worden ist. &#8222;Das Ergebnis der Abstimmung im Umlaufverfahren bleibt das offizielle Stimmungsbild&#8220;, sagt Ortsamtsleiter Florian Boehlke.<\/p>\n<p>So soll es weiter gehen<\/p>\n<p>Der Beirat in Burglesum wird sich erneut mit dem Thema befassen. Und zwar w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Beiratssitzung, die f\u00fcr den 26. August anberaumt ist. &#8222;Der Tagesordnungspunkt wird allerdings losgel\u00f6st vom Beteiligungsverfahren behandelt&#8220;, sagt Boehlke. Der Transparenz sei es jedoch zutr\u00e4glich, dass \u00fcber das Vorhaben noch einmal \u00f6ffentlich gesprochen werde. Eingeladen zu dieser Sitzung sind auch Vertreter des Bauamtes Bremen-Nord und des Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege. &#8222;Wir werden anwesend sein und stehen f\u00fcr R\u00fcckfragen zur Verf\u00fcgung&#8220;, stellt Uwe Schwartz vom Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege in Aussicht. Der Bauherr Bekim Dervishaj selbst hat eine Anfrage der NORDDEUTSCHEN nicht beantwortet.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc81ntecb6zq047zhwr2\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-burglesum\/1\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein geplanter Neubau am Lesumer Marktplatz erhitzt seit geraumer Zeit die Gem\u00fcter. Die einen loben die Planung eines&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":301120,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-301119","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114932322400295517","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301119","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=301119"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301119\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/301120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=301119"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=301119"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=301119"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}