{"id":301567,"date":"2025-07-28T22:51:15","date_gmt":"2025-07-28T22:51:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301567\/"},"modified":"2025-07-28T22:51:15","modified_gmt":"2025-07-28T22:51:15","slug":"ich-will-mein-gesicht-in-den-medien-nicht-mehr-sehen-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301567\/","title":{"rendered":"\u00bbIch will mein Gesicht in den Medien nicht mehr sehen\u00ab \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>Noah Dejanovi\u0107 w\u00fchlt in seinem Rucksack. Er holt eine Spezi hervor. Seine Woche war voll \u2013 seitdem er \u00f6ffentlich \u00fcber seine Kindheit spricht, h\u00e4lt ihn der Aktivismus abends noch wach: Er beantwortet Mailanfragen, postet auf Instagram, koordiniert Drehtermine. Dejanovi\u0107 nimmt einen Schluck, setzt die Flasche ab und sagt: \u00bbEs f\u00fchlt sich aber nicht wie Arbeit an.\u00ab Dass er so viel f\u00fcr den Kinderschutz tut, liegt daran, dass er selbst als Kind sexuell missbraucht wurde.<\/p>\n<p>Angefangen hat sein Aktivismus im letzten Jahr, als Teil der Social-Media-Kampagne der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung Kerstin Claus. Es folgen Vortr\u00e4ge zum Kinderschutz an der Uni Leipzig (s. S. 24) \u2013 und Medienanfragen. \u00bbDer Titel als \u203aStudent des Jahres\u2039 hat dem Ganzen dann den Rest gegeben\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Im Februar zeichnen ihn das Deutsche Studierendenwerk und der Deutsche Hochschulverband f\u00fcr sein Engagement aus. Mittlerweile ist er mit seiner Geschichte in Reportagen, Berichten und Artikeln zu sehen: bei Brisant, im Mittagsmagazin und in gro\u00dfen Tageszeitungen. Auch der Stifterverband des Bundesverdienstkreuzes wird auf ihn aufmerksam und nominiert ihn zum B\u00fcrgerfest des Bundespr\u00e4sidenten. <\/p>\n<p>Erst gestern hatte Dejanovi\u0107 wieder einen gro\u00dfen Fernsehdreh: acht Stunden lang. \u00bbDanach sa\u00df ich hier im Park und habe erst mal f\u00fcnf Minuten durchgeheult\u00ab, sagt er. Eine bewusste Entscheidung, das alles so \u00f6ffentlich zu machen, war es nicht. \u00bbMit den Vortr\u00e4gen habe ich etwas gemacht, das Geh\u00f6r findet, und ich konnte diese Chance nicht ablehnen, wenn Leute das gr\u00f6\u00dfer machen wollen.\u00ab Eigentlich studiert er Franz\u00f6sisch und Politik auf Lehramt. Fr\u00fcher habe er \u00fcberlegt, selbst in die Politik zu gehen. Das Lehramtsstudium sei dann aber die bessere Entscheidung gewesen \u2013 weil er auf diese Weise n\u00e4her dran ist, wenn Jugendliche politisiert werden. Das Thema Kinderschutz habe dabei keine Rolle gespielt: \u00bbIch dachte, ich kann mehr leisten, wenn ich ganz viele junge Menschen zu kritischem Denken anrege.\u00ab Das gelingt ihm bereits in seinem Studium. Mit seinen Vortr\u00e4gen f\u00fcllt er inzwischen den Audimax. Als Betroffener von sexuellem Missbrauch h\u00e4tte er sich damals gew\u00fcnscht, dass in der Schule jemand bemerkt h\u00e4tte, was los ist. Mit seinem Aktivismus will Dejanovi\u0107 erreichen, dass Lehrerinnen und Lehrer in Zukunft genau dazu f\u00e4hig sind. <\/p>\n<p><strong><br \/>Wenn das Zuhause nicht mehr sicher ist<\/strong><\/p>\n<p>Unter seinen Augen links und rechts tr\u00e4gt Dejanovi\u0107 seinen Signature Look: einen kleinen Stern und einen Halbmond mit schwarzem Eyeliner aufgemalt. Er nimmt einen Ring von seinem Finger ab und fummelt daran rum. Vielleicht ist er nerv\u00f6s, aber seine Stimme klingt sanft und geduldig, wenn er von seiner Kindheit erz\u00e4hlt. <\/p>\n<p>Dejanovi\u0107 lebt, bis er drei Jahre alt ist, in einem th\u00fcringischen Dorf. Dann trennen sich seine Eltern. Seine Mutter zieht mit ihm in die Stadt, nach Gera. Davon erf\u00e4hrt sein Vater aber erst viel sp\u00e4ter. \u00bbSie ist mit mir wie untergetaucht\u00ab, erz\u00e4hlt der heute 22-J\u00e4hrige. Aus Erz\u00e4hlungen wei\u00df er, dass sein Vater, bis Dejanovi\u0107 f\u00fcnf ist, keinen Kontakt zu ihm hat. Als er sechs Jahre ist, erstreitet der Vater sich ein Umgangsrecht im Familiengericht. Dejanovi\u0107 lebt weiterhin bei seiner Mutter, alle zwei Wochen verbringt er ein Wochenende bei seinem Vater. Gewalt von seiner Mutter kennt der Junge nicht, bis er elf Jahre alt ist. Bis dahin richtete sich diese nur gegen seinen Vater und seine Stiefmutter, sagt Dejanovi\u0107. Woran er sich noch erinnern kann: Alkohol, \u00dcbergriffe und Dem\u00fctigungen durch seine Mutter. Dejanovi\u0107 erz\u00e4hlt weiter, mit ruhiger Stimme, ohne sich auch nur einmal zu verhaspeln, obwohl er Geschichten erz\u00e4hlt, die einen erschaudern lassen. Einmal habe Dejanovi\u0107 seine Mutter dabei erwischt, wie sie sich mit einem fremden Mann einen L\u00f6ffel erhitzte. Ein andermal war es eine blutige Faust seiner Mutter, die er k\u00fcssen sollte. Durch das Trauma wurden Erinnerungen des Jungen zerst\u00fcckelt oder ganz weggepackt. Trotzdem haben sich diese Szenen in sein Gehirn eingebrannt. Wie die, als er eines Abends \u00bbnur eine Milchschnitte\u00ab aus der K\u00fcche holen wollte und ihn seine Mutter ins Schlafzimmer rief, damit er mit ihr einen Porno guckte. Er f\u00fchle sich mittlerweile abgeh\u00e4rtet, davon zu erz\u00e4hlen \u2013 weil er es so oft tut. Der Student nippt an seiner Spezi.<\/p>\n<p>Immer wenn Dejanovi\u0107 von seinem Vater zur\u00fcck zu seiner Mutter muss, schl\u00e4gt seine Stimmung um. Sein Vater erinnere sich daran, dass Dejanovi\u0107 w\u00e4hrend der Autofahrten zu seiner Mutter auf einmal nicht mehr gelacht und nicht mehr gesprochen hat. \u00bbMein Vater hat mir Dosen mit Essen mitgegeben, weil er wusste, dass es zu Hause oft nichts mehr gab oder meine Mutter sich nicht darum gek\u00fcmmert hat\u00ab, erz\u00e4hlt er. \u00bbVor allem in den letzten Wochen bei meiner Mutter habe ich mich stark ver\u00e4ndert.\u00ab Vom Missbrauch erz\u00e4hlt er seinem Vater damals aber erst mal nichts. <\/p>\n<p><strong><br \/>In der Verantwortung<\/strong><\/p>\n<p>Die Schule ist f\u00fcr den Teenager ein sicherer Ort. Dort kann er runterfahren, dort passiert ihm nichts. Dejanovi\u0107 sagt heute aber, dass er selbst erst sehr sp\u00e4t erkannt hat, dass etwas nicht in Ordnung ist. Er habe nicht gelernt, was Grenzen sind, wie man sie zieht, was Missbrauch und Misshandlung \u00fcberhaupt ist: \u00bbIch wusste nicht, was der Unterschied zwischen normalen Streitereien in der Familie und fucking Misshandlung ist\u00ab. Dar\u00fcber ist der junge Mann heute w\u00fctend: In der Schule h\u00e4tte er lernen m\u00fcssen, dass es Dinge gibt, die andere nicht mit ihm machen d\u00fcrfen, und an wen er sich wenden kann. Dejanovi\u0107 m\u00f6chte seinen Lehrerinnen und Lehrern von damals keinen Vorwurf machen, das wiederholt er immer wieder. Nichtsdestotrotz brauche es besser geschulte Lehrkr\u00e4fte. Denn es gibt Anzeichen: \u00bbIch war sehr abwesend, \u00e4ngstlich, zur\u00fcckgezogen\u00ab, erz\u00e4hlt Dejanovi\u0107. Er sei fast jeden Tag l\u00e4nger in der Schule geblieben, \u00fcber Wochen. Das h\u00e4tte eine Lehrkraft bemerken m\u00fcssen. \u00bbIch hatte das Riesengl\u00fcck, dass ich eine Parallelwelt bei meinem Papa und meiner Stiefmutter hatte\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Wo er bedingungslose Liebe erfuhr, eine sch\u00f6ne Zeit hatte, wo sich um ihn gek\u00fcmmert wurde. So habe er den Unterschied verstanden. \u00bbUnd dann war mein Vater auch noch bereit, mich zu retten\u00ab, f\u00e4hrt Dejanovi\u0107 fort. \u00bbAndere Kinder, die das nicht haben: Wie sollen die denn bitte sch\u00f6n wissen, dass das nicht normal ist?\u00ab Er h\u00e4tte sich gew\u00fcnscht, dass ihn jemand von den Erwachsenen in der Schule anspricht. Selbst etwas zu sagen, das sei oft eine zu gro\u00dfe \u00dcberwindung: \u00bbEs ist unglaublich schwer, weil es mit so viel Scham und Schuld verbunden ist\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Er schafft es irgendwann trotzdem.<\/p>\n<p><strong><br \/>\u00bbDas h\u00e4tte damals besser laufen m\u00fcssen\u00ab<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem Wochenende bei seinem Vater \u2013 Dejanovi\u0107 ist zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt \u2013, ist sein Willen, nicht mehr zur Mutter zur\u00fcckzukehren, so gro\u00df, dass er sich \u00fcberwindet und seinem Vater erz\u00e4hlt, was in den letzten beiden Monaten zu Hause passiert ist. \u00bbWir haben alles auf einem Zettel aufgeschrieben\u00ab, erz\u00e4hlt Dejanovi\u0107. Seine Eltern fahren mit ihm zur Polizei. Wenn der junge Mann von seinen Eltern spricht, meint er seinen Vater und seine Stiefmutter. Auf der Wache erz\u00e4hlt der Teenager einem Polizisten, was er auf dem Zettel aufgelistet hat. Der Junge bleibt erst mal bei seinem Vater. \u00bbIch hatte die Sachen, die ich anhatte, einmal Wechselklamotten und meinen Laptop dabei \u2013 das war alles.\u00ab Im Eilverfahren geht die Sache ans Familiengericht, wo Dejanovi\u0107 gegen seine Mutter aussagen muss. Auf dem Weg zur Verhandlung, im Gang vor dem Gerichtssaal, begegnet er ihr. Dort hat sie die M\u00f6glichkeit, nach Dejanovi\u0107 zu greifen. \u00bbDas war krass intensiv und retraumatisierend\u00ab, sagt er. \u00bbIch war so zerrissen, habe sie vermisst und musste damit klarkommen, dass mein ganzes Leben sich ver\u00e4ndert und ich weg von ihr muss.\u00ab Das h\u00e4tte damals besser laufen m\u00fcssen, denkt Dejanovi\u0107 oft. Nach wenigen Tagen geht das Aufenthalts- und Sorgerecht an seinen Vater. \u00bbWir mussten ein komplett neues Leben f\u00fcr mich aufbauen\u00ab, erz\u00e4hlt Dejanovi\u0107. Die f\u00fcnfte Klasse beendet er noch in der Schule in Gera, danach muss er die Schule wechseln. <\/p>\n<p>Dejanovi\u0107 und seine Mutter haben sich seitdem dreimal wiedergesehen. Zuerst haben sie sich geschrieben und telefoniert. \u00bbGetroffen habe ich meine Mutter immer nur in Begleitung, weil ich allein Angst vor ihr h\u00e4tte\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Das war Teil der Traumatherapie, die er zwei Jahre lang gemacht hat. Zusammen mit der Therapeutin trifft er seine Mutter einmal mit 12, dann mit 15 Jahren. Mit 19 Jahren begleitet ihn sein Freund Tom. Dank der Therapie hat es Dejanovi\u0107 geschafft, Albtr\u00e4ume, \u00c4ngste, Panikattacken und Suizidgedanken zu besiegen. Als Kind hat er trotzdem Momente, in denen er zu seiner Mutter zur\u00fcckwill. \u00bbObwohl ich wei\u00df, dass sie etwas Schlechtes getan hat, habe ich eine emotionale Bindung zu ihr. Es ist schwer, sich von diesem Menschen zu l\u00f6sen\u00ab, erz\u00e4hlt Dejanovi\u0107. Denn er erinnert sich auch an positive Zeiten, zum Beispiel an sch\u00f6ne Urlaube. \u00bbDas ist alles noch da und deswegen vermisse ich sie auchmanchmal.\u00ab Auch heute muss er immer wieder f\u00fcr sich ausloten, was er f\u00fchlt: gefangen zwischen seiner Mutter als T\u00e4terin und dem Wissen darum, dass sie selbst leidet. \u00bbSie hat mich auf jeden Fall geliebt und das wei\u00df ich heute auch, aber sie konnte es nicht zeigen, weil sie selbst psychische Probleme hat.\u00ab <\/p>\n<p><strong><br \/>Keinen Bock auf Voyeurismus <\/strong><\/p>\n<p>Wer im Kinderschutz aus seiner Betroffenheit spricht, gibt viel Intimes und Privates \u00fcber sich Preis. F\u00fcr Noah Dejanovi\u0107 ist es immer noch komisch, sich so vulnerabel zu zeigen. Bestimmte Details findet Dejanovi\u0107 immer noch \u00bbkrass\u00ab zu lesen, wenn sie ver\u00f6ffentlicht werden. Und doch teilt er seine Gewalterfahrungen mit der \u00d6ffentlichkeit, \u00bbweil es das Verst\u00e4ndnis von anderen Menschen erh\u00f6ht und sensibilisieren kann, was tats\u00e4chlich Missbrauch ist\u00ab. Er habe schon Kommentare von Fremden bekommen, die ihm vorwerfen, er \u00fcbertreibe oder dass er sich nicht so anstellen solle. \u00bbIch kann nachvollziehen, dass man wissen m\u00f6chte: Was ist es denn jetzt? Was hat er erlebt? Aber ich habe keinen Bock, dass so was voyeuristisch dargestellt wird\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Sein Aktivismus helfe ihm auch nicht, zu verarbeiten, im Gegenteil: \u00bbDie ganze Zeit dar\u00fcber zu reden, h\u00e4lt etwas wund, was mich psychisch labiler macht. Aber die Selbstwirksamkeit und dass ich anderen helfe, treibt mich an \u2013 ich will nicht, dass sich andere Kinder so f\u00fchlen m\u00fcssen wie ich\u00ab, sagt er. \u00bbUnd ich hatte immer das Bed\u00fcrfnis, etwas zu tun, das die Welt besser macht.\u00ab <\/p>\n<p>Dejanovi\u0107 isst einen Schokomuffin. Es nerve ihn, dass Menschen denken, das sei alles ganz weit weg. \u00bbBetroffene sind \u00fcberall um uns herum\u00ab, sagt Dejanovi\u0107. Deswegen m\u00f6chte er dem Bundesbetroffenenrat beitreten, einem ehrenamtlichen Gremium, das die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung ber\u00e4t, um auf bundesweiter Ebene mehr Sichtbarkeit f\u00fcr den Kinderschutz zu schaffen. Auf Landesebene gibt es solche Betroffenenr\u00e4te bisher nur in Th\u00fcringen, Rheinland-Pfalz und seit Juni in Hessen. Sein Auswahlgespr\u00e4ch findet drei Tage nach unserem statt. Dass er eine Zusage bekommen hat, berichtet er am Telefon. Was er sich f\u00fcr seine Zukunft w\u00fcnscht? \u00bbDass ich mein Gesicht in den Medien nicht mehr sehen muss\u00ab, weil sich mehr Nicht-Betroffene f\u00fcr Ver\u00e4nderung einsetzen. Was er seinem j\u00fcngeren Ich sagen w\u00fcrde, wenn er k\u00f6nnte? Dejanovi\u0107 denkt nach, schluckt: \u00bbDu schaffst das und du stehst das durch, auch wenn es echt hart wird. Es werden mal tolle, bessere Zeiten kommen und du wirst mal was Gutes aus dir machen.\u00ab<\/p>\n<p>Kontakt zu seiner Mutter hat Dejanovi\u0107 heute nur sehr selten. \u00bbAlle drei, vier Monate meldet sie sich und schickt ein Update.\u00ab Er nimmt sich dann Tage oder Wochen Zeit, ehe er ihr antwortet, bis er so weit ist. <\/p>\n<p>Menschen k\u00f6nnen mitf\u00fchlen und sie k\u00f6nnen helfen, aber was verstehen die meisten trotz allem nicht? \u00bbWie sich ein betroffenes Kind in der Situation f\u00fchlt\u00ab, antwortet Dejanovi\u0107. Was ihm als Kind passiert ist, habe ihn dauerhaft und unwiderruflich ver\u00e4ndert. Er sei \u00e4ngstlicher, unsicherer und wechselhafter. \u00bbAber nicht alles an mir ist verlorengegangen\u00ab, sagt Dejanovi\u0107 und l\u00e4chelt sanft. \u00bbIch liebe immer noch Ameisen.\u00ab In seinem Arbeitszimmer steht ein Formikarium \u2013 ein spezielles Terrarium zur Beobachtung und Haltung von Ameisen. Stundenlang kann er den Tieren zusehen, an denen er so mag, dass sie das Wohlergehen des Kollektivs dem des Individuums \u00fcberordnen. <\/p>\n<p>Laut Amt der Unabh\u00e4ngigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch (UBSKM) von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, wird sexueller Missbrauch in etwa 90 Prozent der F\u00e4lle durch M\u00e4nner oder m\u00e4nnliche Jugendliche ausge\u00fcbt. Die Geschichte von Noah Dejanovi\u0107 ist eine besondere, aber kein Einzelfall. Das UBSKM geht davon, dass sexueller Missbrauch durch Frauen seltener entdeckt wird, weil ihnen solche Taten weniger zugetraut werden. Auch die Annahme, dass Menschen, die Kinder oder Jugendliche sexuell missbrauchen, immer psychisch krank sind, sei falsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Noah Dejanovi\u0107 w\u00fchlt in seinem Rucksack. Er holt eine Spezi hervor. 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