{"id":301971,"date":"2025-07-29T02:45:16","date_gmt":"2025-07-29T02:45:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301971\/"},"modified":"2025-07-29T02:45:16","modified_gmt":"2025-07-29T02:45:16","slug":"erich-kaestner-10-ueberraschende-fakten-ueber-den-unvergessenen-autor-aus-dresden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/301971\/","title":{"rendered":"Erich K\u00e4stner: 10 \u00fcberraschende Fakten \u00fcber den unvergessenen Autor aus Dresden"},"content":{"rendered":"<p>7. K\u00e4stner bleibt w\u00e4hrend der NS-Zeit in Deutschland<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten entschied sich Erich K\u00e4stner gegen eine Emigration. Zweimal wurde er von der Gestapo verhaftet und verh\u00f6rt, aber wieder freigelassen. Trotz offiziellen Schreibverbots konnte er zun\u00e4chst weiterhin schriftstellerisch t\u00e4tig sein und ver\u00f6ffentlichte unter verschiedenen Pseudonymen. So verfasste er etwa 1941 das Drehbuch zum Filmklassiker &#8222;M\u00fcnchhausen&#8220;. Ab 1943 erhielt er dann ein endg\u00fcltiges Schreibverbot. Er lebte vom Verkauf seiner B\u00fccher im Ausland.\n<\/p>\n<p>8. Der geplante Roman \u00fcber die Nazi-Zeit erschien nie<\/p>\n<p class=\"text\">\nEin Grund, warum K\u00e4stner Nazi-Deutschland nicht verlie\u00df, war sein Anspruch, als Chronist zu bleiben, um sp\u00e4ter \u00fcber die Zeit schreiben zu k\u00f6nnen. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs verfasste er ein geheimes Kriegstagebuch in Kurzschrift. Hier sammelte er Heeresberichte, Fl\u00fcsterwitze und dokumentierte den Alltag in Berlin. Bei Bombenalarm nahm er das Buch mit in den Luftschutzkeller. Doch der gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/dresden-radebeul\/erich-kaestner-todestag-jubilaeum-biografie-kultur-news-102.html\" title=\"Erich K\u00e4stner: Neue Biografie zum Jubil\u00e4umsjahr und Ehrung in Dresden \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zeitroman \u00fcber das &#8222;Dritte Reich&#8220;<\/a> erschien nie. Nach einem Gespr\u00e4ch mit einem Auschwitz-\u00dcberlebenden erkannte K\u00e4stner, dass er mit seinen Aufzeichnungen dem Ausma\u00df dessen, was wirklich passiert war, nicht gerecht werden konnte. Lediglich seine Tagebuch-Notizen erschienen sp\u00e4ter. Unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/literatur\/erich-kaestner-buch-tipps-dresden-100.html\" title=\"Erich K\u00e4stner: Diese 4 B\u00fccher sollte jeder gelesen haben\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Das blaue Buch&#8220;<\/a> wurde 2018 eine kommentierte Ausgabe des Kriegstagebuchs herausgegeben.\n<\/p>\n<p>9. K\u00e4stner blieb unverheiratet und hatte einen Sohn<\/p>\n<p class=\"text\">\nErich K\u00e4stner hat nie geheiratet, hatte aber zahlreiche, teils parallellaufende Aff\u00e4ren und Liebesbeziehungen. Die Journalistin Luiselotte Enderle war seine langj\u00e4hrige Lebensgef\u00e4hrtin und erste Biografin. Seinen einzigen Sohn Thomas bekam K\u00e4stner allerdings mit Friedel Siebert, mit der er \u00fcber Jahre hinweg ein Verh\u00e4ltnis hatte. Thomas K\u00e4stner wurde 1957 geboren. F\u00fcr einige Jahre pendelte K\u00e4stner im F\u00fcnfwochenrythmus zwischen Sohn und Freundin in Berlin und Enderle in M\u00fcnchen.\n<\/p>\n<p>10. War in der Nachkriegszeit politisch aktiv<\/p>\n<p class=\"text\">\nNach dem Ende des Zweiten Weltkreigs zog K\u00e4stner nach M\u00fcnchen. Hier gab er die Kinder- und Jugendzeitschrift &#8222;Pinguin&#8220; heraus, wurde Pr\u00e4sident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums und war einer der Begr\u00fcnder der Internationalen Jugendbibliothek in M\u00fcnchen. In den Nachkriegsjahren engagierte sich K\u00e4stner politisch. Er protestierte gegen Atomwaffen und trat bei den Osterm\u00e4rschen als Redner auf. Sp\u00e4ter beteiligte er sich an Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg. Am 29. Juli 1974 starb K\u00e4stner an Speiser\u00f6hrenkrebs. Er wurde auf dem St.-Georgs-Friedhof in M\u00fcnchen-Bogenhausen beigesetzt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuellen: Munzinger Online, Sven Hanuschek: &#8222;Keiner blickt dir ins Gesicht. Das Leben Erich K\u00e4stners&#8220;, Homepage Erich-K\u00e4stner-Museum<br \/>Redaktionelle Bearbeitung: Lilly G\u00fcnthner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"7. 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