{"id":302083,"date":"2025-07-29T03:50:11","date_gmt":"2025-07-29T03:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302083\/"},"modified":"2025-07-29T03:50:11","modified_gmt":"2025-07-29T03:50:11","slug":"zolldeal-mit-der-eu-trump-nutzt-unsicherheit-als-druckmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302083\/","title":{"rendered":"Zolldeal mit der EU: Trump nutzt Unsicherheit als Druckmittel"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.07.2025 05:46 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Zoll-Vereinbarung mit der EU folgt dem Muster vergangener Trump-Deals: Die USA verkaufen kurzfristige Sicherheit zum Preis hoher Investitionen. F\u00fcr die Regierung Trump ist das Modell ein Erfolg.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-ts-730.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Samuel Jackisch\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/jackisch-samuel-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBlendende Laune hat der US-Handelsbeauftragte, Jamieson Greer: Jeder Europ\u00e4er werde schon bald ein amerikanisches Auto fahren, scherzte er im Fernsehinterview nach dem Handelspolitischen Deal mit der EU. Auch ganz ohne Ironie sei das Abkommen f\u00fcr die Regierung Trump ein Erfolg, sagte Greer dem Sender NBC.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Sie werden unsere amerikanischen Auto-Standards akzeptieren und auch ihre Z\u00f6lle f\u00fcr Industrieg\u00fcter und landwirtschaftliche Produkte aus den USA absenken&#8220;, sagte er. &#8222;Wir aber behalten dagegen unsere 15-Prozent-Abgaben auf die meisten Einfuhren aus Europa. So machen wir Boden gut, senken unser Waren-Handelsdefizit und steigern sogar US-Exporte in die EU.&#8220;<\/p>\n<p>    Altman: Zauberer in der Zirkusmanege<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch es gibt auch Kritik, die EU sei zu billig davon gekommen: Europ\u00e4ische Energiek\u00e4ufe und Investitionen seien ohnehin geplant gewesen, bem\u00e4ngelt etwa das Wall Street Journal. Und strenge EU-Regelwerke zur Lebensmittelsicherheit oder auf dem Technologiesektor w\u00fcrden US-Unternehmen weiterhin st\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAls gro\u00dfe &#8222;Luftnummer&#8220; ordnet auch der ehemalige Finanzminister und Wirtschaftsberater der Demokratischen Partei Roger Altman das Abkommen ein. Im Interview mit CNBC vergleicht er Pr\u00e4sident Donald Trump mit einem Zauberer in der Zirkusmanege: &#8222;Er donnert, er poltert, er droht. Er setzt Fristen, \u00e4ndert sie wieder und alles ist sehr dramatisch. Und dann zaubert er einen Deal \u00fcber 15 Prozent aus dem Hut.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnschlie\u00dfend w\u00fcrden alle sagen: &#8222;Wow, ich dachte, es w\u00fcrde viel schlimmer kommen, jetzt kaufen wir Aktien.&#8220; Aber das sei nicht gut f\u00fcr die amerikanischen Verbraucher und Unternehmen. &#8222;Denn am Ende werden die Z\u00f6lle an die Verbraucher weitergegeben. Und das bedeutet weniger Konsum, weniger Wachstum, weniger Jobs, weniger Gewinn.&#8220;<\/p>\n<p>    Trump verkauft kurzfristige Stabilit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie j\u00fcngsten US-Handelsvereinbarungen funktionieren nach demselben Prinzip: Trump verkauft Sicherheit als Antwort auf eine Ungewissheit, die er selbst verursacht hat &#8211; n\u00e4mlich die H\u00f6he der Z\u00f6lle auf langfristige Handelsgesch\u00e4fte. Diese zumindest kurzfristige Stabilit\u00e4t l\u00e4sst er sich direkt bezahlen. Europas Unternehmen versprechen Investitionen von 600 Milliarden US-Dollar in den kommenden Jahren. Japans Regierung stellt sogar 550 Milliarden US-Dollar Steuergeld zur Verf\u00fcgung; Trump selbst darf entscheiden, wohin das Geld flie\u00dft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDass ein republikanischer Pr\u00e4sident sich derart direkt in freie M\u00e4rkte einmischt, sei zumindest un\u00fcblich, warnt Finanzreporter Rohan Goswami im Interview mit Bloomberg: &#8222;Erst vor wenigen Wochen hat die Regierung Anteile \u00fcber 400 Millionen Dollar an einem b\u00f6rsennotierten Unternehmen gekauft, das mit Seltenen Erden handelt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump diskutiere zudem \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit der Zentralbank. &#8222;Er will Autoimporte kontrollieren und die Weitergabe von Z\u00f6llen an die Verbraucher einfach verbieten. Er hat offenbar den Wunsch, die Wirtschaft kleinteilig zu kontrollieren&#8220;, vermutet Goswami.<\/p>\n<p>    Die n\u00e4chste Herausforderung hei\u00dft China<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Handelsprinzip Trump funktioniert zudem nur mit Verb\u00fcndeten. Seine n\u00e4chste Herausforderung hei\u00dft China und ist ein geopolitischer Konkurrent. Investitionen aus Peking in US-Flugzeuge, Waffen- und KI-Systeme oder den amerikanischen Automarkt wird Trump nicht genehmigen; stattdessen hofft er auf chinesische Rohstoffe. Schon f\u00fcr den Herbst hat er die n\u00e4chste Erfolgsmeldung aus dem US-Handelsministerium versprochen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.07.2025 05:46 Uhr Die Zoll-Vereinbarung mit der EU folgt dem Muster vergangener Trump-Deals: Die USA verkaufen kurzfristige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":302084,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,548,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,211],"class_list":{"0":"post-302083","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-united-states","16":"tag-united-states-of-america","17":"tag-us","18":"tag-usa","19":"tag-vereinigte-staaten","20":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","21":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114934489034242841","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=302083"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302083\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/302084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=302083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=302083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=302083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}