{"id":302558,"date":"2025-07-29T08:19:11","date_gmt":"2025-07-29T08:19:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302558\/"},"modified":"2025-07-29T08:19:11","modified_gmt":"2025-07-29T08:19:11","slug":"dresden-leipzig-grossauftrag-fuer-deutschen-ki-chip-spezialisten-spinncloud","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302558\/","title":{"rendered":"Dresden\/Leipzig | Gro\u00dfauftrag f\u00fcr deutschen KI-Chip-Spezialisten Spinncloud"},"content":{"rendered":"<p>Dresden\/Leipzig (dpa) &#8211; Das Dresdner Start-up-Unternehmen Spinncloud hat einen Gro\u00dfauftrag f\u00fcr seine KI-Chips erhalten, die sich stark an der Funktionsweise des menschlichen Gehirns orientieren und einem Netz von Nervenzellen nachempfunden sind. Mit dem bislang gr\u00f6\u00dften Gehirn inspirierten Supercomputer soll an der Universit\u00e4t Leipzig vor allem KI-gest\u00fctzte Medikamentenforschung betrieben werden, teilten das Unternehmen und die Hochschule mit.\u00a0<\/p>\n<p>Das genaue finanzielle Volumen des \u00abmillionenschweren Auftrags\u00bb wurde nicht beziffert. Die Vereinbarung soll in den kommenden zwei Monaten umgesetzt werden.<\/p>\n<p>Ein F\u00fcnftel des menschlichen Gehirns<\/p>\n<p>Spinncloud gilt bei Experten als das ambitionierteste Chip-Start-up Europas. Das System f\u00fcr die Universit\u00e4t Leipzig soll in der Lage sein, \u00fcber 10 Milliarden k\u00fcnstliche Nervenzellen (Neuronen)\u00a0gleichzeitig zu simulieren. Das entspreche rund 20 Prozent der Leistung eines menschlichen Gehirns. Dabei ben\u00f6tige das \u00abSpiNNaker2\u00bb-System viel weniger Strom als normale Hochleistungs-Computer \u2013 etwa 18-mal weniger. \u00abDiese Technologie ist ein Beispiel, die Entwicklung personalisierter Medikamente massiv zu beschleunigen und gleichzeitig Europas technologische Souver\u00e4nit\u00e4t im Bereich KI und Supercomputing\u00a0zu st\u00e4rken.\u00bb<\/p>\n<p>Weniger Strombedarf &#8211; h\u00f6heres Tempo<\/p>\n<p>In Leipzig soll die Spinncloud-Technologie auch f\u00fcr das sogenannte \u00abIn-silico-Screening\u00bb von Molek\u00fclen verwendet werden. Das bedeutet, dass Wissenschaftler mit Hilfe von Computern sehr viele verschiedene Molek\u00fcle durchtesten \u2013 aber nicht im Labor mit echten Stoffen, sondern am Computer. Sie nutzen daf\u00fcr spezielle Programme, die vorhersagen, wie ein Molek\u00fcl zum Beispiel an ein krankes Protein passen k\u00f6nnte. Dieser bislang sehr rechenintensive Prozess werde durch die Spinncloud-Systeme deutlich effizienter und energiesparender umgesetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Erste Modellversuche zeigten, dass Spinncloud in der Lage sei, in der Arzneimittelforschung eine Wirkstoffentdeckung mit sogenannten niedermolekularen Verbindungen (Small Molecule Drug Discovery) bis zu 50-mal schneller als mit herk\u00f6mmlichen KI-Chips zu realisieren. Damit r\u00fccke ein Markt f\u00fcr industrielle Anwendungen etwa in der Pharmaindustrie in greifbare N\u00e4he.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden\/Leipzig (dpa) &#8211; Das Dresdner Start-up-Unternehmen Spinncloud hat einen Gro\u00dfauftrag f\u00fcr seine KI-Chips erhalten, die sich stark an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":302559,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1832],"tags":[5308,3364,29,30,59472,671,1256,71,837,859,193],"class_list":{"0":"post-302558","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-leipzig","8":"tag-computer","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-informationstechnologie","13":"tag-ki","14":"tag-kuenstliche-intelligenz","15":"tag-leipzig","16":"tag-medizin","17":"tag-sachsen","18":"tag-wissenschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114935546759258564","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302558","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=302558"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302558\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/302559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=302558"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=302558"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=302558"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}