{"id":302656,"date":"2025-07-29T09:13:09","date_gmt":"2025-07-29T09:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302656\/"},"modified":"2025-07-29T09:13:09","modified_gmt":"2025-07-29T09:13:09","slug":"stimme-einer-freien-ukraine-putin-kritiker-karl-schloegel-erhaelt-friedenspreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302656\/","title":{"rendered":"Stimme einer freien Ukraine: Putin-Kritiker Karl Schl\u00f6gel erh\u00e4lt Friedenspreis"},"content":{"rendered":"<p>                    Stimme einer freien Ukraine<br \/>\n                Putin-Kritiker Karl Schl\u00f6gel erh\u00e4lt Friedenspreis<\/p>\n<p>\t\t\t\t              29.07.2025, 10:53 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Osteuropa-Experte Karl Schl\u00f6gel erh\u00e4lt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Der geb\u00fcrtige Allg\u00e4uer wird bei der Frankfurter Buchmesse mit einer der angesehensten Auszeichnungen Deutschlands geehrt &#8211; weil er schon fr\u00fch vor Putins Aggressionen warnte.<\/strong><\/p>\n<p>Der deutsche Historiker und Essayist Karl Schl\u00f6gel wird mit dem <a href=\"https:\/\/www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de\/der-friedenspreis\" rel=\"Follow noopener\" target=\"_blank\">Friedenspreis des Deutschen Buchhandels<\/a> ausgezeichnet. Der Preistr\u00e4ger ist ein langj\u00e4hriger Kritiker Putins und gleichzeitig eine stetige Stimme f\u00fcr eine souver\u00e4ne Ukraine. Als einer der Ersten habe der Osteuropa-Kenner vor der aggressiven Expansionspolitik Wladimir Putins gewarnt, so die Jury: &#8222;Seine Mahnung an uns: Ohne eine freie Ukraine kann es keinen Frieden in Europa geben.&#8220; <\/p>\n<p>Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert. Sie wird seit 1950 vom B\u00f6rsenverein des Deutschen Buchhandels vergeben, der Berufsorganisation der Verlage und Buchhandlungen. Die feierliche \u00dcbergabe findet traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche statt &#8211; in diesem Jahr am 19. Oktober.<\/p>\n<p>Karl Schl\u00f6gel wurde 1948 in Hawangen im Allg\u00e4u geboren. Er studierte in Berlin osteurop\u00e4ische Geschichte, Philosophie, Soziologie und Slawistik. 1966 reiste er erstmals in die Sowjetunion, 1968 erlebte er den Prager Fr\u00fchling vor Ort. Aufenthalte in Moskau und Leningrad in den 1980er Jahren pr\u00e4gten seine Forschung. 2014 reiste er nach der Besetzung der Krim in die Ukraine.<\/p>\n<p>&#8222;Anschauliche, lebendige Geschichtsschreibung&#8220;<\/p>\n<p>Mit Werken wie &#8222;Terror und Traum&#8220; (2008) oder &#8222;Das sowjetische Jahrhundert&#8220; (2017) habe er &#8222;Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr eine anschauliche, lebendige Geschichtsschreibung gesetzt&#8220;, so B\u00f6rsenvereins-Vorsteherin und Stiftungsrat-Vorsitzende Karin Schmidt-Friderichs.<\/p>\n<p>In seinem Werk verbinde Schl\u00f6gel empirische Geschichtsschreibung mit pers\u00f6nlichen Erfahrungen. &#8222;Mit seiner Erz\u00e4hlweise, die Beobachten, Empfinden und Verstehen verbindet, korrigiert er Vorurteile und weckt Neugier&#8220;, so Schmidt-Friderichs. <\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr war die US-amerikanische Historikerin Anne Applebaum geehrt worden, die in ihrer Dankesrede ebenfalls eindringlich davor warnte, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine einzuschr\u00e4nken. Im Jahr davor hatte der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie den Friedenspreis erhalten. Gegen ihn hatten Islamisten eine Fatwa ausgerufen, 2022 hatte er einen Anschlag nur knapp \u00fcberlebt und dabei ein Auge verloren.<\/p>\n<p> Preistr\u00e4ger fordert Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine<\/p>\n<p>Nachdem Schl\u00f6gel von der Ehrung erfahren hatte, rief er den Westen zur weiteren Unterst\u00fctzung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg auf. Es gebe den Spruch: &#8222;Wenn du den Frieden willst, stelle dich ein auf den Krieg&#8220;, sagte Schl\u00f6gel. Die Verteidigung sei das beste Mittel, sich gegen die Aggression und Ausweitung eines Krieges zur Wehr zu setzen. &#8222;Deswegen ist die Unterst\u00fctzung der Ukraine auch der beste Weg, um den Frieden in Europa zu sichern.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine \u00fcberraschende und gro\u00dfe Ehrung&#8220;, sagte der 77-j\u00e4hrige Historiker. Er sei sehr dankbar und sehe darin auch eine W\u00fcrdigung seiner Arbeit zu den Beziehungen und der Analyse des \u00f6stlichen Europas. Schl\u00f6gel fasste seine jahrzehntelange Arbeit \u00fcber Osteuropa mit dem Titel eines seiner fr\u00fchen B\u00fccher zusammen: &#8222;Die Mitte liegt ostw\u00e4rts.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stimme einer freien Ukraine Putin-Kritiker Karl Schl\u00f6gel erh\u00e4lt Friedenspreis 29.07.2025, 10:53 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":302657,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,87863,3763,29,1724,13,497,14,15,1071,12,317,215],"class_list":{"0":"post-302656","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-boersenverein-des-deutschen-buchhandels","11":"tag-buchhandel","12":"tag-deutschland","13":"tag-gesellschaft","14":"tag-headlines","15":"tag-historisches","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-preisverleihungen","19":"tag-schlagzeilen","20":"tag-ukraine","21":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114935759070066434","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=302656"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302656\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/302657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=302656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=302656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=302656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}