{"id":302731,"date":"2025-07-29T09:55:10","date_gmt":"2025-07-29T09:55:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302731\/"},"modified":"2025-07-29T09:55:10","modified_gmt":"2025-07-29T09:55:10","slug":"berlin-anklage-gegen-mann-nach-attacke-am-holocaust-mahnmal-erhoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302731\/","title":{"rendered":"Berlin: Anklage gegen Mann nach Attacke am Holocaust-Mahnmal erhoben"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Rund f\u00fcnf Monate nach einem mutma\u00dflich antisemitisch motivierten <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-02\/angriff-holocaust-mahnmal-messerattacke-tatverdaechtiger\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Angriff auf einen Mann am Holocaust-Mahnmal<br \/>\n in Berlin<\/a> hat die Bundesanwaltschaft Anklage wegen versuchten Mordes<br \/>\ngegen einen Mann erhoben. Dem Syrer werden zudem gef\u00e4hrliche<br \/>\nK\u00f6rperverletzung und Mitgliedschaft in einer terroristischen<br \/>\nVereinigung im Ausland angelastet, wie der Generalbundesanwalt mitteilte. Der Staatsschutzsenat des<br \/>\nKammergerichts <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> muss nun entscheiden, ob und wann es zum Prozess<br \/>\nkommt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der zur Tatzeit 19-j\u00e4hrige Fl\u00fcchtling hatte demnach am 21. Februar im Stelenfeld des Denkmals f\u00fcr die<br \/>\nermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte einen 30-j\u00e4hrigen Touristen aus Spanien mit<br \/>\neinem Messer hinterr\u00fccks angegriffen.\u00a0Das Opfer wurde lebensgef\u00e4hrlich verletzt und musste notoperiert werden. Kurz<br \/>\n zuvor hatte der Angeschuldigte der Anklage zufolge \u00fcber einen<br \/>\nMessengerdienst ein Foto von sich an Mitglieder der Dschihadistenmiliz<br \/>\nIslamischer Staat (IS) geschickt, damit diese sich zu der Tat bekennen<br \/>\nk\u00f6nne.\n<\/p>\n<p>        Verd\u00e4chtiger soll antisemitisches Motiv erw\u00e4hnt haben        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der mutma\u00dfliche Angreifer wurde wenige Stunden nach der Tat mit<br \/>\nblutverschmierten H\u00e4nden im Umfeld der Gedenkst\u00e4tte festgenommen. In<br \/>\nseinem Rucksack fanden die Ermittler neben der mutma\u00dflichen Tatwaffe<br \/>\nauch einen Koran, einen Zettel mit Versen daraus sowie einen<br \/>\nGebetsteppich. Der<br \/>\n 19-J\u00e4hrige sagte nach damaligen Angaben der Ermittlungsbeh\u00f6rden aus, er<br \/>\n habe den Plan gehabt, &#8222;Juden zu t\u00f6ten&#8220;.\u00a0Der Verd\u00e4chtige sitzt in Untersuchungshaft.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags den US-Sonderletter &#8222;Was jetzt, America?&#8220; sowie das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Mann lebte bis zu seiner Tat in<br \/>\nLeipzig. Er war bis dahin weder polizei- noch justizbekannt. Er soll<br \/>\nnach damaligen Angaben im Jahr 2023 als unbegleiteter minderj\u00e4hriger<br \/>\nFl\u00fcchtling nach Deutschland gekommen sein.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Wegen der besonderen Bedeutung des Falls \u00fcbernahm die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesanwaltschaft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesanwaltschaft<\/a><br \/>\n drei Tage nach der Tat die Ermittlungen von der<br \/>\nGeneralstaatsanwaltschaft Berlin. Die Tat sei geeignet, die innere<br \/>\nSicherheit der Bundesrepublik zu beeintr\u00e4chtigen, wurde der Schritt begr\u00fcndet .\n<\/p>\n<p>                        Bundesanwaltschaft sieht radikalislamische Einstellung        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Bundesanwaltschaft sieht in ihrer vor dem<br \/>\nStaatsschutzsenat des Kammergerichts in Berlin erhobenen Anklage gegen den Mann die Mordmerkmale der niedrigen Beweggr\u00fcnde sowie Heimt\u00fccke<br \/>\nals erf\u00fcllt an. Der Beschuldigte teile die Ideologie des IS und habe<br \/>\nsich aus seiner radikalislamischen und antisemitischen Einstellung<br \/>\nheraus dazu entschlossen, am 21. Februar von Leipzig nach Berlin zu<br \/>\nfahren und dort einen Messerangriff auf vermeintlich Ungl\u00e4ubige zu<br \/>\nbegehen, die er als Repr\u00e4sentanten der von ihm abgelehnten westlichen<br \/>\nGesellschaftsform angesehen habe.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Attacke am Holocaust-Mahnmal hatte<br \/>\nbundesweit Entsetzen ausgel\u00f6st. Das Bundesinnenministerium erkl\u00e4rte,<br \/>\nallein handelnde T\u00e4ter, die einfach einzusetzende Mittel wie Hieb- und<br \/>\nStichwaffen verwendeten, stellten nach Einsch\u00e4tzung der<br \/>\nSicherheitsbeh\u00f6rden &#8222;die aktuell dominante Gefahrenquelle im Bereich des<br \/>\n islamistischen Terrorismus in Europa dar&#8220;. Auch die Anleitung &#8222;tatgeneigter Personen&#8220; durch den IS via Chats werde immer wieder<br \/>\nfestgestellt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Holocaust-Mahnmal<br \/>\n befindet sich nahe dem Brandenburger Tor und dem Potsdamer Platz. Das<br \/>\n2005 er\u00f6ffnete Mahnmal mit mehr als 2.000 Betonstelen erinnert an die<br \/>\nsechs Millionen von Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg ermordeten<br \/>\nJuden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund f\u00fcnf Monate nach einem mutma\u00dflich antisemitisch motivierten Angriff auf einen Mann am Holocaust-Mahnmal in Berlin hat die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":302732,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1999,3110,296,18330,29,30,1724,2183],"class_list":{"0":"post-302731","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-anklage","9":"tag-attacke","10":"tag-berlin","11":"tag-bundesanwaltschaft","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-gesellschaft","15":"tag-mord"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114935924348392241","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302731","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=302731"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/302731\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/302732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=302731"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=302731"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=302731"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}