{"id":302763,"date":"2025-07-29T10:12:13","date_gmt":"2025-07-29T10:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302763\/"},"modified":"2025-07-29T10:12:13","modified_gmt":"2025-07-29T10:12:13","slug":"hllanzeiger-bergmannstrost-erhaelt-millionenfoerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/302763\/","title":{"rendered":"H@llAnzeiger &#8211; Bergmannstrost erh\u00e4lt Millionenf\u00f6rderung"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bergmannstrost2905-678x381.jpg\" alt=\"Bergmannstrost Krankenhaus\" title=\"bergmannstrost2905\"\/><br \/>\n\u00a9 H@llAnzeiger<\/p>\n<p>Halle. BGKB. Das BG Klinikum Bergmannstrost Halle hat in enger Kooperation mit der Universit\u00e4tsmedizin Halle eine millionenschwere EU-F\u00f6rderung eingeworben. F\u00fcr das auf drei Jahre angelegte Projekt \u201eNachhaltigkeit in der Medizin \u2013 Digitalisierung als Chance der Transformation (DigiMedTrans)\u201c stellt der Europ\u00e4ische Fond f\u00fcr nachhaltige Entwicklung sowie die Investitionsbank Sachsen-Anhalt 1,26 Millionen Euro bereit. Ziel des Projektes ist es, am Beispiel der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie nachhaltige Prozesse z.B. bei der Testung und Nutzung von Implantaten zu erarbeiten und die Ergebnisse als \u00fcbertragbaren L\u00f6sungsansatz f\u00fcr andere medizinische Disziplinen \u00fcber eine Technologieplattform bereitzustellen.<\/p>\n<p>Das Thema Nachhaltigkeit ist eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft. Dies gilt auch f\u00fcr das Gesundheitssystem und hier speziell f\u00fcr Krankenh\u00e4user, die als ressourcenintensive Gro\u00dfverbraucher gelten und hohe Mengen Abfall und CO2 produzieren. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sorgt der Gesundheitssektor weltweit f\u00fcr rund 4,4 Prozent der CO2-Emissionen. Das ist mehr als der Flugverkehr oder die Schifffahrt. Trotzdem oder gerade deswegen bieten sich in der Medizin hervorragende M\u00f6glichkeiten, nachhaltige Prozesse zu etablieren.<\/p>\n<p>Nachhaltige Prozesse im unfallchirurgischen OP<\/p>\n<p>Hier setzt das DigiMedTrans-Projekt an: \u201eUnser Ziel ist es, \u00f6kologische Nachhaltigkeit zun\u00e4chst als Use-Case in der muskuloskelettalen Therapie zu schaffen. Die entwickelten Ans\u00e4tze sollen in einem n\u00e4chsten Schritt modular erweitert und auf andere Disziplinen transferiert werden. Themen wie Recycling von Wertstoffen, beispielsweise von explantierten Implantaten, bieten hier ein bislang wenig erforschtes Potential f\u00fcr eine nachhaltige Nutzung\u201c, so Prof. Dr. Philipp Kobbe, Projektleiter sowie Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Bergmannstrost und der Universit\u00e4tsklinik Halle.<br \/>Konkret geht es um die Sammlung, Aufbereitung und Wiederverwendung von Materialien aus Implantaten mit dem Ziel, wertvolle Rohstoffe zur\u00fcckzugewinnen, diese in den Wertstoffkreislauf zur\u00fcckzuf\u00fchren und damit den Bedarf an Neuen zu reduzieren. \u201eBislang werden sogenannte Explantate nicht recycelt, sondern verbleiben beim Patienten oder werden als Asservate in Kliniken aufbewahrt, alternativ im Klinikm\u00fcll entsorgt\u201c, so Kobbe. \u201eDoch weder kennen wir den genauen Umfang, noch gibt es Ans\u00e4tze zum Beispiel f\u00fcr eine nachhaltige Prozessoptimierung und ein intelligentes Handling.\u201c \u00c4hnliches gilt f\u00fcr das Thema Verpackungsm\u00fcll im unfallchirurgischen OP: \u201eImplantate m\u00fcssen hygienisch einwandfrei verpackt sein, oft doppelt und dreifach. Da entstehen riesige Mengen Abfall.\u201c Darum steht eine Datenerfassung ganz am Beginn des Projektes, abschlie\u00dfendes Ziel sind eine prozessuale Implementierung von Implantat-Recycling und ein nachhaltiges Abfall-Management.<\/p>\n<p>Digitalisierung von Prozessen f\u00fcr patienten-zentrierte Medizin<\/p>\n<p>Ein zweites Teilprojekt von DigiMedTrans fokussiert sich auf die Analyse und Digitalisierung bestehender Arbeitsprozesse in der gesamten Behandlungskette im Umfeld der muskuloskelettalen Medizin. Hier steht die Nachhaltigkeit hinsichtlich personeller und zeitlicher Ressourcen im Fokus. \u201eWir analysieren die Prozesse im Therapieverlauf, um anschlie\u00dfend durch Digitalisierung und den Einsatz neuer Methoden wie beispielsweise K\u00fcnstliche Intelligenz die Prozesse zu optimieren und zu verschlanken.\u201c so Philipp Kobbe. Ein einfaches Beispiel ist die bislang noch zeitaufw\u00e4ndige \u00dcbermittlung radiologischer Daten f\u00fcr die pr\u00e4operative Planung per 3-D-Druck. \u201eDurch eine st\u00e4rkere Digitalisierung und Verbesserung der Abl\u00e4ufe k\u00f6nnen wir Freir\u00e4ume f\u00fcr Mitarbeitende schaffen und eine patienten-zentrierte Medizin st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Technologieplattform f\u00fcr digitalisierte Medizin<\/p>\n<p>Zentrales Ziel des DigiMedTrans-Projektes ist es, die f\u00fcr die muskuloskelettale Medizin entwickelten Innovationen im Bereich \u00f6kologischer, personeller und \u00f6konomischer Nachhaltigkeit auf andere medizinische Disziplinen und Fachbereiche zu transferieren und als m\u00f6gliche Optimierung bereitzustellen. Eine der zentralen Aufgaben des Projektes ist darum der Aufbau einer modular anpassbaren Technologieplattform f\u00fcr digitalisierte Medizin. \u201eWir verfolgen hier einen vollst\u00e4ndig neuen Ansatz, der gro\u00dfe Einsparungen materieller, infrastruktureller und zeitlicher Ressourcen erm\u00f6glicht und die Themen Nachhaltigkeit und patienten-zentrierte Medizin in den Fokus r\u00fcckt.\u201c<\/p>\n<p>Die DigiMedTrans-Projektgruppe<\/p>\n<p>Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Philipp Kobbe, \u00c4rztlicher Direktor des BG Klinikums Bergmannstrost Halle und Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Bergmannstrost sowie im Universit\u00e4tsklinikum Halle und Priv.-Doz. Dr. Dr. J\u00f6rg Eschweiler, Leiter des Innovationshub f\u00fcr muskuloskelettale Chirurgie Halle (IMCH) des BG Klinikums Bergmannstrost Halle. Die Entwicklung der L\u00f6sungs- und Analyseans\u00e4tze erfolgt zentral im IMCH als verbindende Einrichtung zwischen Bergmannstrost und Universit\u00e4tsmedizin Halle. Beteiligt sind die Klinik f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie aus dem Bergmannstrost und die Abteilung f\u00fcr Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Universit\u00e4tsklinik Halle. Eine Erweiterung und Integration anderer Kliniken und medizinischer Disziplinen wird im Laufe des Projektes erfolgen.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung<\/p>\n<p>Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von dem Europ\u00e4ischen Fond f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (EFRE) und der Investitionsbank Sachsen-Anhalt in H\u00f6he von 1,26 Millionen Euro gef\u00f6rdert. Das EFRE-Programm unterst\u00fctzt Projekte u.a. zur F\u00f6rderung von Energieeffizienz und Reduzierung von Treibhausgasemissionen, zur Nutzung der Vorteile der Digitalisierung f\u00fcr B\u00fcrger und Unternehmen sowie Projekte zu Entwicklung und Ausbau der Forschungs- und Innovationskapazit\u00e4ten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00a9 H@llAnzeiger Halle. BGKB. 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