{"id":303110,"date":"2025-07-29T13:22:13","date_gmt":"2025-07-29T13:22:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303110\/"},"modified":"2025-07-29T13:22:13","modified_gmt":"2025-07-29T13:22:13","slug":"muenchen-taxi-demo-legt-verkehr-in-der-innenstadt-lahm-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303110\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Taxi-Demo legt Verkehr in der Innenstadt lahm &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Innenstadt ist an diesem Dienstagvormittag dicht. Taxis, wohin man schaut. Andere m\u00fcssen auf die Stra\u00dfe gehen, um ihre Interessen zu vertreten \u2013 sie sind \u00fcblicherweise schon dort: M\u00fcnchens Taxler. Und sie sind w\u00fctend. Im Stadtrat sollte eigentlich ein Mindestpreis f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Taxi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taxi<\/a>-\u00e4hnlichen Fahrten mit Mietwagenunternehmen wie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Uber\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Uber<\/a> oder Bolt beschlossen werden. Doch das Vorhaben wurde durch eine Mehrheit von SPD und CSU wieder gekippt. Stattdessen sollen die Vermittlungsplattformen eine freiwillige Erkl\u00e4rung unterschreiben, dass rechtliche und soziale Standards eingehalten werden. Daf\u00fcr haben sie nun ein Jahr Zeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"In der Innenstadt - wie hier am Isartor - haben die vielen Taxifahrer mt ihren Autos den Verkehr nahezu lahmgelegt.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/8d080ae5-5418-4748-86ff-d873dd6defaa.jpg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>In der Innenstadt &#8211; wie hier am Isartor &#8211; haben die vielen Taxifahrer mt ihren Autos den Verkehr nahezu lahmgelegt. (Foto: Robert Haas\/Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\"><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-taxi-demonstration-uber-bolt-taxi-mindestpreise-li.3242334\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das wollen M\u00fcnchens Taxifahrer nicht hinnehmen.<\/a> Sie haben deshalb laut Polizei eine \u201eEilversammlung\u201c einberufen, um Druck zu machen, und treffen sich vor dem M\u00fcnchner Rathaus auf dem Marienplatz. Etwa 300 finden sich dort nach Z\u00e4hlung der Polizei am Vormittag ein. \u201eMindestfahrpreis = Fairness f\u00fcr alle\u201c und \u201eFairer Wettbewerb statt Sozialdumping\u201c steht auf gelben Plakaten, die die Taxifahrer mitgebracht haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Weil sie zum Marienplatz aber nur zu Fu\u00df kommen, haben sie ihre Taxis vorher abgestellt. Und das sind offenbar viele. Durch die Sternfahrt komme es \u201eim Innenstadtbereich aktuell zu starken Verkehrseinschr\u00e4nkungen\u201c, schreibt gegen 10 Uhr die M\u00fcnchner Polizei auf ihrem Whatsapp-Kanal. Auf allen Zufahrtsstra\u00dfen in die Innenstadt sind Taxis unterwegs. Die Stra\u00dfe im Tal in der Altstadt ist zeitweise komplett von Taxis blockiert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ihre Wut \u2013\u00a0auch auf die Stadtspitze \u2013\u00a0bringen die Taxifahrer mit Schildern, und w\u00fctenden \u201eDieter raus!\u201c-Rufen zum Ausdruck. Auf Plakaten ist das Konterfei des M\u00fcnchner Oberb\u00fcrgermeisters Dieter Reiter (SPD) zu sehen und dazu der Slogan: \u201eWer hat uns verraten?\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Weil \u201eDieter\u201c aber nicht herauskommt, wollen etliche Taxifahrer hinein und dr\u00e4ngen durch die f\u00fcr Besucher offenen T\u00fcren ins Rathaus. Was wie ein Sturm auf den Sitz der Stadtspitze aussieht, erweist sich dann als \u2013 dank Trillerpfeifen \u2013 lautstarke Runde durch einen der Innenh\u00f6fe. Anschlie\u00dfend lassen sich die Protestierenden von\u00a0Polizei, Sicherheitsdienst und ihren eigenen Demo-Ordnern rasch wieder hinauskomplimentieren. Hinter ihnen fallen die schweren Eisentore des Rathauses ins Schloss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Unter dem Beifall der Demonstranten kommt mittags Thomas Kroker, Vorsitzender von M\u00fcnchens gr\u00f6\u00dfter Taxigenossenschaft Taxi eG und Pr\u00e4sident des Taxi- und Mietwagenverbands Deutschland aus dem Rathaus. Er hat die Sitzung des Kreisverwaltungsausschusses auf der Zuschauertrib\u00fcne mitverfolgt. Und er ist danach, gelinde gesagt, stinksauer. Schon am Vorabend, sagt er am Rande der Demo, seien sie beim Taxiverband vom \u00c4nderungsantrag der SPD \u00fcberrascht worden, ebenso von der CSU, die sich diesem angeschlossen habe. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Antrags sei unter den Kollegen eine Welle der Mobilisierung losggebrochen, berichtet Kroker: \u201eDie Wut ist riesengro\u00df.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Bevor M\u00fcnchens oberster Taxler auf den Fischbrunnen steigt, um der Menge mit dem Megafon noch einmal einzuheizen, macht er vor allem M\u00fcnchens OB und der Billigkonkurrenz schwere Vorw\u00fcrfe. Es habe eine \u201emassive Kampagne von Plattformbetreibern\u201c gegeben, um auf Reiter Druck auszu\u00fcben, sagt Kroker; eine mit automatisierten E-Mails befeuerte Offensive \u201evon zwei gro\u00dfen Betreibern\u201c mit dem Ziel, die Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen. Und der OB sei unter dieser ebenso wie die CSU eingeknickt. \u201eDer Rechtsstaat kapituliert vor Verbrechern, vor Rechtsbrechern, die sytematisch Gesetze umgehen\u201c, sagt Kroker. Dass nun mit der Konkurrenz \u00fcber h\u00f6here Standards verhandelt werden soll, h\u00e4lt er f\u00fcr einen fatalen Fehler: \u201eMit solchen Leuten verhandelt man nicht.\u201c<\/p>\n<p>InstagramDie SZ-Redaktion hat diesen Artikel mit einem Inhalt von Instagram angereichert<\/p>\n<p class=\"css-kxe210\">Um Ihre Daten zu sch\u00fctzen, wurde er nicht ohne Ihre Zustimmung geladen.<\/p>\n<p>Inhalt jetzt laden<\/p>\n<p class=\"css-orh8zx\">Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von Instagram angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an den Betreiber des Portals zur Nutzungsanalyse \u00fcbermittelt. Mehr Informationen und eine Widerrufsm\u00f6glichkeit finden Sie unter\u00a0<a href=\"https:\/\/datenschutz.sueddeutsche.de\/sz\" class=\"css-lqefuc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sz.de\/datenschutz<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Einige Polizisten postieren sich im Eingangsbereich, um weitere Zwischenf\u00e4lle zu verhindern. Kurzfristig kreist sogar ein Polizeihubschrauber \u00fcber der M\u00fcnchner Altstadt. Allerdings nicht, wie ein Polizeisprecher erl\u00e4utert, weil es Schlimmeres zu verhindern g\u00e4be. Man will sich lediglich einen \u00dcberblick verschaffen, vor allem dar\u00fcber, wo die Protestierenden ihre Taxis abgestellt haben und ob das zu gef\u00e4hrlichen Engp\u00e4ssen f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">So schnell, wie sie gekommen sind, aber wesentlich weniger lautstark, ziehen die Taxifahrer gegen Mittag wieder ab. An ihren Autos oder in den n\u00e4chsten Tagen in ihren Briefk\u00e4sten werden viele von ihnen Strafzettel finden. Parken in zweiter Reihe und \u00e4hnliche Verkehrsordnungswidrigkeiten sind auch an Protesttagen verboten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Innenstadt ist an diesem Dienstagvormittag dicht. Taxis, wohin man schaut. 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