{"id":303209,"date":"2025-07-29T14:16:31","date_gmt":"2025-07-29T14:16:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303209\/"},"modified":"2025-07-29T14:16:31","modified_gmt":"2025-07-29T14:16:31","slug":"philipp-poisel-nimmt-das-publikum-auf-burg-wilhelmstein-mit-auf-eine-poesiereise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303209\/","title":{"rendered":"Philipp Poisel nimmt das Publikum auf Burg Wilhelmstein mit auf eine Poesiereise"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Eilig hatte es Philipp Poisel nie. Der Ver\u00f6ffentlichung seines Deb\u00fctalbums \u201eWo f\u00e4ngt dein Himmel an?\u201c (2008) lie\u00df der Ludwigsburger bislang gerade mal drei weitere Studioeinspielungen folgen. Dem Schnell-schnell seiner Branche und ihrem technokratisch gepr\u00e4gten K\u00fcnstlerverst\u00e4ndnis verweigert er sich konsequent und mit Erfolg. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/wuerselen\/das-bedarf-nicht-vieler-worte-in-sommer-trance-mit-schiller-auf-burg-wilhelmstein\/80136200.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80136200\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Das bedarf nicht vieler Worte: In Sommer-Trance mit Schiller auf Burg Wilhelmstein<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Von ihm, der Ein-Mann-Widerstandsbewegung, erwartet sein treues Publikum keine Flie\u00dfbandarbeit. Neue Lieder von Poisel gibt es ausschlie\u00dflich zu h\u00f6ren, wenn er verst\u00e4rkt Lust aufs Songwriting versp\u00fcrt. F\u00fchlt er sich nicht ausreichend von der Muse gek\u00fcsst, geht er vorzugsweise auf Reisen, sowohl nach au\u00dfen als auch nach innen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/wuerselen\/joris-singt-huepft-tanzt-%E2%80%93-und-begeistert-auf-burg-wilhelmstein\/80011669.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80011669\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Joris singt, h\u00fcpft, tanzt \u2013 und begeistert auf Burg Wilhelmstein<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Auf der Suche sein, das Unterwegssein, spielt seit jeher eine zentrale Rolle in seinem Sujet. \u201eBis nach Toulouse\u201c, \u201eMein Amerika\u201c, die Referenz an Robinson und Freitag im Song \u201eRoman\u201c \u2013 Poisels Abenteuergeist bahnt sich unabl\u00e4ssig seinen Weg in seine Lieder, mit allem Staunen, das dazu geh\u00f6rt. Oder ist es die Flucht vor Bestehendem, die ihn antreibt? Sein Konzertprogramm auf der W\u00fcrselener Burg Wilhelmstein am Montagabend beantwortete die Frage relativ eindeutig: Es ist beides.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/aachen\/ein-konzert-von-seltenheitswert\/79691062.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"79691062\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Ein Konzert von Seltenheitswert<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wenn er daheim ist, hat er Fernweh. Wenn er unterwegs ist, sp\u00fcrt er Heimweh. In diesem Spannungsfeld pendeln seine Lieder hin und her: immer auf der Suche nach einem Kompass, wie er in \u201eHalt mich\u201c, dem ersten Lied des Abends singt. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die Fantasie, die damals w\u00e4hrend seiner Kindheit so riesig war, besch\u00e4ftigt ihn immer noch. An die versucht er immer wieder heranzukommen. Fantasie ist ein Land, in dem er und sein Publikum sich mit Genuss aufhalten. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">In W\u00fcrselen will jeder einzelne seiner Zuschauer im ausverkauften Halbrund der Burg so sein wie er: ein \u201eRoman auf den Seiten\u201c eines anderen Menschenlebens. Die Sache mit der Vorstellungskraft f\u00fchrt Poisel offensichtlich vor allem zum Sehnsuchtsort namens Verbindung. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Von Beginn des knapp zweist\u00fcndigen Programms an stimmt das Senden und Empfangen zwischen B\u00fchne und Besucheratrium feinjustiert bestens. Poisel und sein Musikerfreund Florian Ostertag, der nur zu Songs auftaucht, die nach vier Pianisten- oder Gitarristenh\u00e4nden verlangen, sind wahrhaftige Kommunikationskunstschaffende. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Dazu tragen auf der Burg nicht zuletzt jene einladenden Akustikgitarrenmotive bei, die augenscheinlich altbew\u00e4hrtes Saitenschrammeln am Lagerfeuer vorgaukeln. Ostertag und Poisel reichern sie jedoch mit vorsichtig eingeflochtenen Jazzakkorden an, denen es obliegt, die vitale Konzertstimmung konstant aufrechtzuhalten. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Mit \u201eWind in den Haaren\u201c geht es im\u00a0Schnelldurchlauf einmal quer durch den Songkatalog des Schwaben: \u201eBordsteinkantenleben\u201c, \u201eHerr Reimer\u201c, \u201eWie soll ein Mensch das ertragen\u201c. Nach rund 100 Minuten ist das regul\u00e4re Programm beendet. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Der freundliche Widerspenstige l\u00e4sst sich allerdings nicht lange bitten und z\u00fcndet im Zugabenblock noch mal klammheimliche und allseits bekannte Hits aus seiner Feder ab. \u201eIch und du\u201c, \u201eLiebe meines Lebens\u201c, Max Herres \u201eWolke 7\u201c und \u201eAls g\u00e4b\u2019s kein Morgen mehr\u201c \u2013 die Burgmanege ist erf\u00fcllt von Poisels Liedpoesie. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/lokales\/region-aachen\/alsdorf\/schulbegleiter-asp-steigert-personal-auf-50\/80141282.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"80141282\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:Schulbegleiter: ASP steigert Personal auf 50<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wenn deren Verfasser die Intensit\u00e4t auflockert, wird er geschw\u00e4tzig und erz\u00e4hlt kleine Anekdoten aus seinem ansonsten strikt verschlossen gehaltenen Privaten. Er bleibt dabei gleichwohl so vage, dass das Bild des enigmatischen, weitgereisten Romantikers keine Risse bekommt. So darf es gern bleiben. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Poisel soll schlie\u00dflich weiterhin als wortjonglierendes Mysterium herhalten. Er soll bitte keine der Ecken und Kanten seines K\u00fcnstlercharakters einb\u00fc\u00dfen, auf den sich allerlei Sehns\u00fcchte von Freiheit und Liebe projizieren lassen. Wir wollen ja \u201eFreunde\u201c bleiben, wie er am Ende seines eindr\u00fccklichen Burgkonzerts vermittelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eilig hatte es Philipp Poisel nie. 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