{"id":303515,"date":"2025-07-29T17:01:13","date_gmt":"2025-07-29T17:01:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303515\/"},"modified":"2025-07-29T17:01:13","modified_gmt":"2025-07-29T17:01:13","slug":"leserbriefe-der-aachener-zeitung-aachener-zeitung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303515\/","title":{"rendered":"Leserbriefe der Aachener Zeitung | Aachener Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Zum sogenannten \u201eBoomer-Soli\u201c, einer Abgabe, die bessergestellte Rentner zahlen sollen, um \u00e4rmere Rentner zu unterst\u00fctzen, meldet sich Harald Groth aus Eschweiler zu Wort: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wenn es so kommen sollte, dass Rentner mit einem \u201eh\u00f6heren\u201c Renteneinkommen die Rentner mit \u201eniedrigen\u201c Renteneinkommen unterst\u00fctzen sollen,\u00a0um deren Lebensqualit\u00e4t zu verbessern, sollten sich die Sozialgerichte darauf einstellen, ihren Fachkr\u00e4ftemangel bez\u00fcglich Richtern zeitnah drastisch aufzustocken. Wer aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht in der Lage war, gen\u00fcgend f\u00fcr sein Auskommen im Alter zu erwirtschaften, dem stehen dann Mittel zur Verf\u00fcgung, dies \u00fcber die allgemeinen Sozialleistungen auszugleichen. Hier ist die Politik, wie immer gefordert, dass man die M\u00f6glichkeit hat, sein Altersauskommen zu erwirtschaften. Wenn jedoch ein Rentner, der mehr als 45 Jahre, u.U. sogar fast 50 Jahre, Rentenbeitr\u00e4ge gezahlt hat und dieser dann zu einem Teil seine erwirtschaftete Rente abtreten soll, an einen Rentner, der sich in diesen 45 oder mehr Jahren ein \u201ebequemes\u201c Leben geg\u00f6nnt hat, schl\u00e4gt dem Fass den Boden aus. Wer sich nicht angesprochen f\u00fchlt, der muss sich auch nicht angesprochen f\u00fchlen. In der Bev\u00f6lkerung machen sich anscheinend die wenigsten\u00a0Gedanken dar\u00fcber, was es hei\u00dft, in die Solidargemeinschaft \u201eSozialabgaben\u201c einzuzahlen. Aber am Ende wird gejammert dar\u00fcber, dass es auch Rentner gibt, die\u00a0sehr wohl diese Gedanken gehabt haben und dementsprechend auch ein befriedigendes Alterseinkommen haben. Und diese sollen nun den Solidarbeitrag leisten? M\u00f6chte hier anmerken, dass die \u201eIdeenfabrik\u201c DIW (Deutsches Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, d. Red.) mal \u00fcberlegen sollte, warum es dieser Rentner zu dem\u00a0angef\u00fchrten \u201eReichtum\u201c geschafft hat. Diese \u201eIdee\u201c ist ein Indiz daf\u00fcr, dass man zu der Meinung gelangen kann \u201eLeistung lohnt sich nicht, man wird ja sp\u00e4ter von den Idioten, die gearbeitet haben, Unterst\u00fctzung erhalten\u201c. Wann wird das DIW die Idee haben, Rentner nur noch einen Teil der gesundheitlichen Leistungen zukommen zu lassen, um somit die Krankenkassen zu entlasten? Eine Differenzierung zwischen \u201eArm und Reich\u201c wird sich bestimmt auch finden lassen.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"> <strong>Hans-J\u00fcrgen Nikola aus Baesweiler kommentiert dazu: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Wer noch nie im Leben richtig gearbeitet hat, kann bequem solche Forderungen stellen. Betrifft mich ja nicht. Aber mit solchen Aussagen bleibt man zumindest im Gespr\u00e4ch, wenn man auch ansonsten nur dummes Zeug redet. Ein richtiger Vorschlag w\u00e4re zum Beispiel, die Abgeordneten mal zur Kasse zu bitten. Aber da trauen sie sich nicht ran. Totale Fehlbesetzung.\u00a0 <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Zum selben Thema \u00e4u\u00dfert sich Manfred Rauschen aus D\u00fcren: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Nach zwei Weltkriegen war die alte bismarcksche Rentenkasse gepl\u00fcndert. Deshalb wurde 1957 die Umlagerente eingef\u00fchrt, bei der die arbeitenden Kinder die Rente der Eltern erwirtschafteten. Die Rentenbeitr\u00e4ge werden also nicht angelegt, sondern der Elterngeneration als Rente gleich wieder ausgezahlt. Es bleibt nur eine R\u00fccklage in der H\u00f6he von drei Monaten Rentenzahlung. Von daher gibt es auch kein vom Rentenzahler angesammeltes Verm\u00f6gen, auf das er Anspruch h\u00e4tte, es wurde alles Geld schon ausgegeben. Leider hat der damalige Gesetzgeber, trotz der Warnungen des damaligen Finanzministers Fritz Sch\u00e4ffer, die Anzahl der Kinder nicht mit in die Rentenberechnungsformel eingef\u00fchrt. Damals hie\u00df es, jeder hat doch mindestens zwei Kinder, das war wohl noch so. Der Rentenzahler bekommt daher nur ein Anrecht auf eine Rente f\u00fcr seine Zahlungen. Die H\u00f6he der Rente bestimmt der Bundestag nach der Kassenlage der Rentenkasse. Die Rentenversicherung ist l\u00e4ngst nicht mehr selbstbestimmt f\u00fcr die von ihr verwalteten Gelder alleine verantwortlich, der Staat hat hier das Sagen, er hat die Eigenverwaltung der Rentenkasse durch allerlei nachtr\u00e4glich eingef\u00fchrte Fremdleistungen ausgehebelt. Die Rentenkasse zahlt also nicht nur an die zahlenden Mitglieder der Rentenversicherung die gesetzlich festgelegte Rente, sondern auch an alle m\u00f6glichen Personengruppen, die nie in die Rentenkasse eingezahlt haben. So musste die Rentenversicherung in die Schieflage kommen. Wahlgeschenke an W\u00e4hlergruppen sind f\u00fcr den Staat am Ende immer teurer. Wenn nun die Generation Z auch noch zur Kinderlosigkeit aufruft, um das Leben im Jetzt zu genie\u00dfen, dann bleibt am Ende niemand mehr da, der sie versorgt, wenn sie pflegebed\u00fcrftig werden. Der Letzte macht dann das Licht aus und legt sich in die zuvor selbst gegrabene Grube. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Ebenso kritisch schreibt Kornelia Feilgenhauer aus Aachen: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Den kritischen Bemerkungen zum \u201eBoomer-Soli\u201c kann ich mich nur anschlie\u00dfen:<br \/>Zuerst hat meine Generation \u00fcber ihren Sozialbeitrag die Renten der vorherigen mitfinanziert. Au\u00dferdem &#8211; unter etwas schwierigeren Bedingungen als heute (geringeres Kita-Angebot) &#8211; unsere Nachkommen gro\u00dfgezogen und in ihre Ausbildung investiert. Und jetzt sollen wir &#8211; betroffen sind wohl in erster Linie Vollzeitkr\u00e4fte nach \u00fcber 40-j\u00e4hriger Arbeitszeit &#8211; einen \u201eSolidarbeitrag\u201c f\u00fcr Menschen mit geringerer Rente leisten?!<br \/>Das kann sich nur ein Nicht-Betroffener ausgedacht haben\u00a0\u2026 <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Philip Fichtner aus Aachen antwortet auf den Leserbrief von Claus Maas aus J\u00fclich zum Interview \u201eEs gibt Kulturk\u00e4mpfe\u201c mit der<\/strong><br \/><strong>s\u00e4chsischen SPD-Landtagsabgeordneten Sophie Koch, der neuen Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Nimmt es Wunder, wenn ein Endsechziger, ein Ex-Lehrer aus J\u00fclich, dem anderen Endsechziger, dem Blackrocker Merz, bei dessen Kampf gegen \u201ePropaganda\u201c f\u00fcr LGBTQ applaudiert? Welche Propaganda? Ein Ex-Lehrer m\u00f6chte entscheiden, welche benachteiligte Gruppe demonstrieren darf? Derselbe Leserbriefschreiber kritisierte in einer anderen Einsendung Demonstrationen gegen die AfD sowie rechts und w\u00e4hnte die Meinungsfreiheit schwinden. Ich bemerke: Wenn ein Endsechziger sich mal wieder \u00fcber schwindende Meinungsfreiheit aufregt, dann geht es ihm um Personen, die seine Positionen vertreten. Andere Gruppen h\u00e4tten einen ihm genehmen Grund, schreibt er, initiiert der\u00a0Ex-P\u00e4dagoge f\u00fcr diese Aktion oder Demonstration? Wir alle wissen, dass alte, wei\u00dfe M\u00e4nner Vernunft und moralische \u00dcberlegenheit gepachtet haben, dass Bier oder der Wein am Abend kein Drogenkonsum ist und deren Leserbriefe, die nichts mit Selbstdarstellung zu tun haben, aufgrund schwindender Meinungsfreiheit nie abgedruckt werden.  <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Klaus Waltersdorf aus Nideggen glaubt nicht, dass eine Senkung der Gastroumsatzsteuer ab 2026 zu g\u00fcnstigeren Preisen im Restaurant f\u00fchren wird: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Das Klagen der Gastronomie wegen einer Flaute und Umsatzeinbu\u00dfen ist teils selbst verschuldet. Preise auf den Speisekarten sind in der Corona-Krise nach oben korrigiert worden, f\u00fcr mich verst\u00e4ndlich. Die Corona-Krise ist vorbei, die Preise sind aber geblieben und sogar noch angehoben worden, eine Spirale ohne Ende? Wenn in einer Gastronomie die Speisekarte f\u00fcr einfache Essen zwischen 15 und 25 Euro und f\u00fcr unsere Kleinen die Preise fast immer \u00fcber 10\u00a0Euro liegen, sollte sich nicht \u00fcber eine Zur\u00fcckhaltung der G\u00e4ste wundern. Wenn heute eine Eiskugel bis zu 2,40 Euro und eine (kleine) Pommes an der Frittenbude stellenweise an die 4\u00a0Euro kostet, dann fragt man sich verwundert, warum das so ist. Die Begr\u00fcndung wegen gestiegener Energie- und Lohnkosten z\u00e4hlt nach meiner Meinung nicht mehr. Zum Thema Lohnkosten in der Gastronomie sollte noch erw\u00e4hnt werden, dass der Lohn f\u00fcr die Mitarbeiter in manchen Betrieben sogar mit dem Trinkgeld noch verrechnet wird, wer macht sich hier die Taschen voll?\u00a0Die neue Bundesregierung will die Mehrwertsteuer f\u00fcr Speisen in der Gastronomie zum 1. Januar 2026 dauerhaft von 19 auf sieben Prozent senken. Ob dadurch die Preise auf den Speisekarten sinken, ist allerdings fraglich. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\"><strong>Manfred Raak aus Aachen meint zur abf\u00e4lligen Wortwahl mancher Leserbriefverfasser: <\/strong><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Immer wieder lese ich in Leserbriefen Begriffe wie \u201elinks-gr\u00fcn\u201c oder sogar \u201elinks-gr\u00fcn versifft\u201c. Was soll das eigentlich hei\u00dfen? Ich habe mal die K\u00fcnstliche Intelligenz gefragt:<br \/>\u201eDieser Ausdruck ist polemisch und abwertend. Gemeint sind oft Menschen mit progressiver, \u00f6kologischer oder sozialer Haltung. Wertsch\u00e4tzende Alternativen w\u00e4ren etwa: sozial verantwortungsbewusst, gesellschaftlich engagiert und nachhaltig denkend oder pluralistisch und umweltbewusst.\u201c<br \/>Mein Fazit: Damit komme ich klar. Ich lerne: Manchmal ist KI dem Menschen haushoch \u00fcberlegen \u2014 und ich nehme das k\u00fcnftig als Kompliment.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zum sogenannten \u201eBoomer-Soli\u201c, einer Abgabe, die bessergestellte Rentner zahlen sollen, um \u00e4rmere Rentner zu unterst\u00fctzen, meldet sich Harald&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303516,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1853],"tags":[1424,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,1209,12],"class_list":{"0":"post-303515","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aachen","8":"tag-aachen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-nordrhein-westfalen","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114937599297632473","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303515","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303515"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303515\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303516"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303515"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303515"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303515"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}