{"id":303656,"date":"2025-07-29T18:19:16","date_gmt":"2025-07-29T18:19:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303656\/"},"modified":"2025-07-29T18:19:16","modified_gmt":"2025-07-29T18:19:16","slug":"rabbiner-auf-rasthof-beleidigt-bedroht-und-zu-boden-getreten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303656\/","title":{"rendered":"Rabbiner auf Rasthof beleidigt, bedroht und zu Boden getreten"},"content":{"rendered":"<p>In der N\u00e4he von Mailand wurde ein Rabbiner aus Frankreich beleidigt und bedroht, als er mit seinem sechsj\u00e4hrigen Sohn eine Pause im Autogrill Villoresi Ovest einlegen wollte. Die beiden kamen von einem Familienbesuch in der norditalienischen Stadt zur\u00fcck, wollten nur etwas am Tresen kaufen, w\u00e4hrend der Sohn zur Toilette sollte, wie der Rabbiner der italienischen Nachrichtenagentur ANSA schildert. <\/p>\n<p>\u00bbAls wir anfingen hinunterzugehen, h\u00f6rte ich den Ruf \u203aFree Palestine\u2039 von einem b\u00e4rtigen jungen Mann an der Kasse \u2013 er hat das Ganze entfacht\u00ab, schildert der Familienvater. Sowohl er als auch sein Sohn sind als Juden erkennbar. <\/p>\n<p>\u00bbAndere lie\u00dfen sich mitrei\u00dfen, und ich hatte keine Angst \u2013 ich habe geantwortet. Ich bin kein unh\u00f6flicher oder gewaltt\u00e4tiger Mensch, aber wenn man sich verteidigen muss, muss man es tun\u00ab, erz\u00e4hlt der Rabbiner. Er beginnt den Vorfall zu filmen. <\/p>\n<p>Externer Inhalt<\/p>\n<p class=\"txt\">An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir ben\u00f6tigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"txt\">Soziale Netzwerke zulassen<\/p>\n<p class=\"txt txt--small\">Mit dem Bet\u00e4tigen der Schaltfl\u00e4che erkl\u00e4ren Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit k\u00f6nnen personenbezogene Daten an Drittanbieter \u00fcbermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Ger\u00e4t n\u00f6tig. Mehr Informationen finden Sie <a href=\"#\" class=\"ub-cmp-settings\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Das Video zeigt unter anderem wie ein Mann mit einer Espressotasse in der Hand zu dem Rabbiner sagt: \u00bbHier ist nicht Gaza, hier ist Italien, wir sind in Mailand. M\u00f6rder.\u00ab Zuvor rief eine Gruppe Frauen \u00bbPalestina libera\u00ab (zu deutsch: \u00bbFreies Pal\u00e4stina\u00ab). Andere drohen dem Rabbiner und seinem Sohn: \u00bbIhr werdet in der H\u00f6lle enden\u00ab, sagt einer der Umstehenden.<\/p>\n<p>Der Familienvater brachte seinen Sohn daraufhin zur Toilette ins Untergeschoss. Als er herauskam, sah er sich einer Menschenmasse ausgesetzt:\u00bbSie warteten schon alle auf mich. F\u00fcnfzehn oder zwanzig Leute, die mich aufforderten, das Video zu l\u00f6schen. Ich sagte zweimal \u203aNein\u2039. Es ging alles sehr schnell, ich habe mich verteidigt. Irgendwann lag ich am Boden und sie haben wie Tiere auf mich eingetreten. Ich konnte meinen Sohn nicht sehen, aber zum Gl\u00fcck war er bei einer Frau, die ihn in eine Ecke brachte. Ich habe wilde Bestien gesehen.\u00ab<\/p>\n<p>Zehn Minuten nach dem Angriff sei die Polizei eingetroffen, wie \u00bb<a href=\"https:\/\/milano.repubblica.it\/cronaca\/2025\/07\/28\/news\/turista_ebreo_autogrill_milano_laghi_aggredito_palestina-424757428\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/milano.repubblica.it\/cronaca\/2025\/07\/28\/news\/turista_ebreo_autogrill_milano_laghi_aggredito_palestina-424757428\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">La Repubblica<\/a>\u00ab berichtet. Der Rabbiner habe eigenen Angaben zufolge geh\u00f6rt, wie die Beamten das Wort \u00bbNetanjahu\u00ab fallen lie\u00dfen. \u00bbSp\u00e4ter erkl\u00e4rte man mir, dass sie meinten, man solle Netanjahu sagen, er solle aufh\u00f6ren zu bombardieren. Aber ich bin kein Israeli, ich bin Franzose\u00ab, so der Rabbiner, der mittlerweile nach Paris zur\u00fcckgekehrt ist.<\/p>\n<p class=\"u-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<p>Paris emp\u00f6rt, Polizei ermittelt<\/p>\n<p>Der Vorfall sorgte in Paris f\u00fcr breite Emp\u00f6rung. Das franz\u00f6sische Au\u00dfenministerium sprach von einem unertr\u00e4glichen antisemitischen \u00dcbergriff. \u00bbUnser Konsul in Mailand steht in Kontakt mit dem Opfer und hat ihm unsere Unterst\u00fctzung angeboten.\u00ab Demnach wurde die italienische Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet. \u00bbUnsere Botschaft steht in Kontakt mit den italienischen Beh\u00f6rden, die sich der Situation bewusst sind, damit diese schwerwiegenden Vorf\u00e4lle weiterverfolgt werden\u00ab, hei\u00dft es weiter.<\/p>\n<p>In Italien ermittelt laut Ansa die Spezialeinheit der Polizei DIGOS (Abteilung f\u00fcr Spezialoperationen) in dem Fall. Videoaufzeichnungen der \u00dcberwachungskameras sollen nun ausgewertet werden. Die Staatsanwaltschaft hat demnach eine Akte angelegt, der Vorwurf lautet auf schwere K\u00f6rperverletzung aus rassistischen Motiven.<\/p>\n<p>Die Vizepr\u00e4sidentin des Europaparlaments, Pina Picierno, verurteilte den Angriff: \u00bbIch bin emp\u00f6rt \u00fcber den feigen Angriff in der Rastst\u00e4tte Villoresi Ovest bei Mailand, wo ein Mann und sein erst sechsj\u00e4hriger Sohn nur deshalb gewaltsam angegriffen wurden, weil sie Juden sind. Ein inakzeptabler Vorfall, der sich in ein zunehmend beunruhigendes Klima wachsenden Antisemitismus einf\u00fcgt.\u00ab ja\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der N\u00e4he von Mailand wurde ein Rabbiner aus Frankreich beleidigt und bedroht, als er mit seinem sechsj\u00e4hrigen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303657,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[573,574,13,411,570,576,572,80,14,15,16,575,12,10,8,9,11,571],"class_list":{"0":"post-303656","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-berichte","9":"tag-blogs","10":"tag-headlines","11":"tag-israel","12":"tag-juedische-allgemeine","13":"tag-juedisches-leben","14":"tag-kommentare","15":"tag-kultur","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-politik","19":"tag-religion","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-top-news","22":"tag-top-meldungen","23":"tag-topmeldungen","24":"tag-topnews","25":"tag-wochenzeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114937906134084636","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303656","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303656"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303656\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303656"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303656"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303656"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}