{"id":303699,"date":"2025-07-29T18:42:10","date_gmt":"2025-07-29T18:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303699\/"},"modified":"2025-07-29T18:42:10","modified_gmt":"2025-07-29T18:42:10","slug":"usa-und-china-vertagen-entscheidung-ueber-zollpause","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303699\/","title":{"rendered":"USA und China vertagen Entscheidung \u00fcber Zollpause"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Stockholm<\/strong> &#8211; Die USA und China wollen sich in ihrem anhaltenden Handelsstreit vorerst nicht auf eine m\u00f6gliche Verl\u00e4ngerung einer bald auslaufenden Zollpause festlegen. Beide Seiten lie\u00dfen nach zweit\u00e4gigen Handelsgespr\u00e4chen in Stockholm offen, ob die Pause noch einmal verl\u00e4ngert wird. Die derzeit geltende Pause l\u00e4uft am 12. August aus.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer k\u00fcndigte auf einer Pressekonferenz am Abend hinsichtlich der Zollpause an, nun zun\u00e4chst nach Washington zur\u00fcckzukehren. Man werde mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump sprechen, ob es sich um etwas handle, das er machen wolle. US-Finanzminister Scott Bessent sagte an seiner Seite: \u201eNichts ist vereinbart, bis wir mit Pr\u00e4sident Trump gesprochen haben.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Chinas Handelsbeauftragter Li Chenggang sagte im Anschluss an die Gespr\u00e4che laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, dass sich beide Seiten weiterhin f\u00fcr eine \u201efortgesetzte Verl\u00e4ngerung\u201c der Zollpause einsetzen werden. Auch er machte jedoch keine Angaben dazu, wann und f\u00fcr wie lange eine solche Verl\u00e4ngerung in Kraft treten k\u00f6nnte. Es habe einen offenen und konstruktiven Austausch gegeben. Beide Seiten seien sich der Bedeutung stabiler und verl\u00e4sslicher wirtschaftlicher Beziehungen bewusst.<\/p>\n<p>Handelsstreit schwelt seit Monaten<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Delegationen der beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt waren am Montag in der schwedischen Hauptstadt zu neuen Gespr\u00e4chen \u00fcber ihren Zollkonflikt zusammengekommen. Schwedens Ministerpr\u00e4sident Ulf Kristersson empfing dazu sowohl den chinesischen Vize-Ministerpr\u00e4sidenten He Lifeng als auch kurz darauf Bessent und Greer vor einem Regierungsgeb\u00e4ude im Zentrum der Stadt. Ziel der zweit\u00e4gigen Verhandlungen war es, den seit Monaten schwelenden Handelsstreit zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Im Vorfeld hatte die in Hongkong erscheinende Zeitung \u201eSouth China Morning Post\u201c berichtet, beide Seiten k\u00f6nnten sich auf eine 90-t\u00e4gige Verl\u00e4ngerung der derzeit geltenden Zollpause verst\u00e4ndigen. Auch Bessent hatte erkl\u00e4rt, dass \u00fcber eine Fortsetzung der am 12. August auslaufenden Vereinbarung verhandelt werde &#8211; eine Entscheidung dazu scheint nun zun\u00e4chst vertagt.<\/p>\n<p>US-Z\u00f6lle von bis zu 145 Prozent<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Seit April hatten die USA die Einfuhrz\u00f6lle auf chinesische Waren schrittweise auf bis zu 145 Prozent erh\u00f6ht. China reagierte mit Gegenz\u00f6llen von bis zu 125 Prozent und verh\u00e4ngte Exportkontrollen auf strategisch wichtige Rohstoffe. Im Mai einigten sich beide Seiten in Genf auf eine 90-t\u00e4gige Aussetzung der neuen Z\u00f6lle. Im Juni folgten weitere Gespr\u00e4che in London.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Eine Verl\u00e4ngerung der Pause k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Beobachtern helfen, eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten zu vermeiden und die Voraussetzungen f\u00fcr ein m\u00f6gliches Treffen zwischen den Pr\u00e4sidenten Donald Trump und Xi Jinping sp\u00e4ter in diesem Jahr zu schaffen. Ein direktes Gespr\u00e4ch der beiden Staatschefs gilt als entscheidend, um \u00fcber technische Details hinaus politische Leitlinien abzustecken.<\/p>\n<p>Streit dreht sich nicht nur um Z\u00f6lle selbst<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die Spannungen gehen dabei weit \u00fcber die Frage von Z\u00f6llen hinaus. Peking kritisiert die US-Exportkontrollen f\u00fcr Halbleiter und KI-Chips, die chinesischen Unternehmen den Zugang zu moderner Technologie erschweren. Washington wiederum wirft China vor, bestimmte Rohstoffe gezielt zur\u00fcckzuhalten.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Trotz der harten T\u00f6ne sendeten zuletzt beide Regierungen Signale der Ann\u00e4herung. China zeigte sich offen f\u00fcr Fortschritte. In einem Leitartikel der staatlichen \u201eVolkszeitung\u201c, dem Sprachrohr der Kommunistischen Partei, hie\u00df es, Peking sei bereit, mit Washington substanzielle Fortschritte zu erzielen. China setze weiter auf einen konstruktiven Dialog.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Anders als viele andere Staaten reagierte China auf die von den USA unter Trump eingef\u00fchrten Strafz\u00f6lle von Anfang an mit unmittelbaren Gegenz\u00f6llen. Peking verzichtete auf einseitige Zugest\u00e4ndnisse und setzte stattdessen konsequent auf entsprechende Vergeltungsma\u00dfnahmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stockholm &#8211; Die USA und China wollen sich in ihrem anhaltenden Handelsstreit vorerst nicht auf eine m\u00f6gliche Verl\u00e4ngerung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,227,13,8221,14,15,12,1319,4017,4018,4016,64,4019,4020,5225],"class_list":{"0":"post-303699","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-china","11":"tag-headlines","12":"tag-konflikte","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-schweden","17":"tag-united-states","18":"tag-united-states-of-america","19":"tag-us","20":"tag-usa","21":"tag-vereinigte-staaten","22":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","23":"tag-welthandel"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114937996693040302","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}