{"id":303938,"date":"2025-07-29T20:56:10","date_gmt":"2025-07-29T20:56:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303938\/"},"modified":"2025-07-29T20:56:10","modified_gmt":"2025-07-29T20:56:10","slug":"midi-keyboard-mit-dx7-emulation-m-vave-smk-37-pro-ausprobiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303938\/","title":{"rendered":"MIDI-Keyboard mit DX7-Emulation: M-VAVE SMK-37 Pro ausprobiert"},"content":{"rendered":"<ol class=\"a-toc__list\">\n<li class=\"a-toc__item&#10;          &#10;            a-toc__item--counter&#10;          &#10;            a-toc__item--current\">\n<p>              MIDI-Keyboard mit DX7-Emulation: M-VAVE SMK-37 Pro ausprobiert<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>MIDI-Keyboards zur Steuerung einer Digital Audio Workstation (DAW) und von Software-Synthesizern hat nahezu jeder namhafte Hersteller im Programm. Um sich von der Masse abzusetzen, hat M-VAVE j\u00fcngst das SMK-37 Pro auf den Markt geworfen. Es ist mit einem Stra\u00dfenpreis von etwa 70 Euro geradezu billig. Es punktet zudem mit einer ausufernden Lise an Funktionen. Obendrauf haben die Entwickler eine DX7-Emulation gepackt, die etwa die tausenden frei verf\u00fcgbaren Patches f\u00fcr den FM-Synthesizer-Klassiker Yamahas nutzen kann.<\/p>\n<p>So ein Keyboard kann dann nicht nur eine DAW oder andere Instrumente ansteuern, sondern stellt selbst einen vollwertigen Synthesizer dar. Nach Anschluss eines Kopfh\u00f6rers k\u00f6nnen Interessierte so Melodien ausprobieren oder auch Pattern im integrierten Sequenzer aufnehmen. Der beherrscht 64 Schritte und kann acht Pattern abspeichern \u2013 das ist deutlich mehr, als viele Ger\u00e4te k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Viele Tasten, Kn\u00f6pfe und Schieberegler<\/p>\n<p>Die 37 Mini-Tasten sind anschlagdynamisch. Die 18 RGB-hinterleuchteten Pads hat M-VAVE sogar mit Aftertouch ausgestattet. Neben einem Pitch- und Mod-Wheel sind zudem acht Endlos-Drehkn\u00f6pfe an Bord. Schlie\u00dflich besitzt das Ger\u00e4t auch vier Fader \u2013 die sind im Gegensatz zu den Drehkn\u00f6pfen jedoch etwas wabbelig beim Anfassen. F\u00fcr Fader und Drehregler gibt es jeweils einen Taster, der auf eine zweite Bank umschaltet und somit erlaubt, noch mehr Parameter einer DAW anzusteuern.<\/p>\n<p>Das 1,54 Zoll (ca. 39 mm) gro\u00dfe Display zeigt mit den Drehreglern einstellbare Parameter an. Beim Spielen von T\u00f6nen zeigt es zudem den angeschlagenen Ton, bei gleichzeitigem Dr\u00fccken mehrerer Tasten sogar, welcher Akkord gespielt wird. F\u00fcr Anf\u00e4nger ist das sicherlich n\u00fctzlich.<\/p>\n<p>Die Bedienung gestaltet sich jedoch etwas hakelig. Der Arpeggiator wird durch Antippen der &#8222;Arp&#8220;-Taste aktiviert. Dr\u00fcckt und h\u00e4lt man die Taste, erscheinen im Display die mit den Kn\u00f6pfen modifizierbaren Parameter, etwa Tempo, Richtung, Nutzen weiterer Oktaven und \u00e4hnliches. Der Arpeggiator ist derzeit jedoch fehlerhaft, &#8222;Random&#8220; spielt die T\u00f6ne nur in der Aufw\u00e4rtsrichtung.<\/p>\n<p>Das Keyboard enth\u00e4lt einen 2000-mAh-Akku, mit dem es sich auch ohne externe Stromquelle nutzen l\u00e4sst, beispielsweise unterwegs mit Kopfh\u00f6rer. Dank eingebautem Sequenzer lassen sich auch mobil Melodien einfach speichern.<\/p>\n<p>Integrierter FM-Synthesizer<\/p>\n<p>Den mitgelieferten Synthie aktiviert man durch Antippen der Taste &#8222;Patch&#8220;. Es gibt vier vorbelegte B\u00e4nke mit je 32 Patches, die \u00fcber die Drehregler eins bis vier erreichbar sind. Um den Patch zu verstellen, muss die Taste &#8222;Patch&#8220; gedr\u00fcckt und der Drehregler der gew\u00fcnschten Bank weitergedreht werden. Nach loslassen von &#8222;Patch&#8220; ist die Auswahl dann aktiv. Das ist unn\u00f6tig umst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Die Patches lassen sich mit MIDI-Sysex hochladen; das klappt auch von Webseiten mit FM-Patch-Sammlungen und MIDI-Upload-Funktion. Damit k\u00f6nnen modernere oder eigene Patches einfach auf das Ger\u00e4t verfrachtet und genutzt werden, etwa eine ganze Bank mit Drum-Patches. Es lassen sich eingeschr\u00e4nkt Parameter der Patches \u00e4ndern, jedoch bietet das SMK-37 Pro keine vollumf\u00e4ngliche oder gar intuitive Kontrolle \u00fcber die Werte der 6-Operator-FM-Patches \u2013 die zahlreichen Drehregler w\u00fcrden sich daf\u00fcr doch eigentlich anbieten.<\/p>\n<p>Eine FX-Sektion bietet Distortion, Reverb und Delay. Die Qualit\u00e4t ist jedoch sehr einfach.<\/p>\n<p>Komplizierte MIDI-Einrichtung<\/p>\n<p>Die MIDI-Verbindung <a href=\"https:\/\/www.cuvave.com\/productinfo\/1431195.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">stellt das SMK-37 Pro<\/a> wahlweise \u00fcber USB-C oder \u00fcber die integrierte Bluetooth-MIDI-Schnittstelle drahtlos her. F\u00fcr Windows stellt <a href=\"https:\/\/www.cuvave.com\/appdownload\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">M-VAVE auf der Webseite<\/a> den &#8222;Sinco Connector&#8220; zur Verf\u00fcgung. Die MIDI-Suite f\u00fcr macOS und Windows auf der Download-Seite erlaubt die Anpassung einiger Standardeinstellungen. Die &#8222;M-upgrade&#8220;-Software dient dem Firmware-Update. Der Hersteller hat seit Erscheinen bereits zwei neuere Firmware-Versionen ver\u00f6ffentlicht, die einige Probleme wie Pop- und Klickger\u00e4usche kurz nach Patch-Wechsel beseitigen.<\/p>\n<p>Um das SMK-37 Pro in einer DAW wie Studio One mittels USB-C zu nutzen, muss darin ein externes Ger\u00e4t des Typs &#8222;Instrument&#8220; angelegt und die Ports &#8222;MIDIIN3&#8220; sowie &#8222;MIDIOUT2&#8220; des Ger\u00e4ts ausgew\u00e4hlt werden. Dazu kommt ein weiteres externes Ger\u00e4t &#8222;Keyboard&#8220;, dass f\u00fcr Ein- und Ausgabe den lediglich &#8222;Midi&#8220; hei\u00dfenden SMK-37-Pro-Port nutzen. Die Bluetooth-Anbindung klappt da deutlich einfacher.<\/p>\n<p>Auch ein Audio-Interface haben die Entwickler dem Ger\u00e4t spendiert. Es meldet sich als Mikrofon in Windows Audio an. Aufgrund bislang unzureichender USB-Deskriptoren taucht es jedoch nicht als Audio-Interface in der DAW auf. Hier hilft der <a href=\"https:\/\/asio4all.org\/about\/download-asio4all\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">freie ASIO4ALL-Treiber<\/a>, das Interface zu nutzen. Es liefert den Audio-Stream mit 24 Bit und 44,1 kHz \u00fcber das USB-C-Kabel. Das Signal ist Mono.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein MIDI-Keyboard etwas entt\u00e4uschend ist das Fehlen einer MIDI-DIN-Buchse, lediglich ein TRS-A-3,5mm-Klinkenanschluss steht daf\u00fcr bereit. Ein Adapterkabel liegt dem Ger\u00e4t nicht bei. Dazu kommt noch ein 6,3mm-Klinkenanschluss f\u00fcr ein Sustain-Pedal und ein 3,5mm-Klinkenanschluss f\u00fcr Kopfh\u00f6rer oder als Audio-Ausgang f\u00fcr externe Mischer oder Audio-Interfaces. Und nat\u00fcrlich der USB-C-Anschluss.<\/p>\n<p>Viele Features, aber eingeschr\u00e4nkte Nutzbarkeit<\/p>\n<p>Die ganzen Funktionen lesen sich zwar gro\u00dfartig. Die hakelige Bedienung verleidet einem \u00f6fter die Freude an dem Ger\u00e4t. Was jedoch derzeit am meisten st\u00f6rt, ist das Lag respektive Delay, dass das Keyboard im Synthesizer-Modus abliefert. Einen kompletten Song in der DAW kann man damit zwar erstellen, allerdings ist das Timing der einzelnen Tracks dann etwas neben der Spur \u2013 f\u00fcr professionellen Einsatz ist das nicht zu gebrauchen.<\/p>\n<p>Bis ein k\u00fcnftiges Firmware-Update hier Korrekturen liefert, ist der Nutzen des eingebauten Synthesizers des M-VAVE SMK-37 Pro lediglich f\u00fcr skizzenhaftes Herumklimpern etwa auf dem Sofa gegeben. Wer das Ger\u00e4t als Synthesizer f\u00fcr Musikproduktion nutzen m\u00f6chte, muss darauf hoffen, dass M-VAVE die Unzul\u00e4nglichkeiten mit Aktualisierungen in den Griff bekommt.<\/p>\n<p>Das <a class=\"heiseplus-lnk\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/tests\/Allround-Keyboard-Akai-MPK-Mini-Play-mk3-ausprobiert-9164961.html\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Akai Mini Play mk3 ist da direkte Konkurrenz<\/a>. Die Tasten davon sind gr\u00f6\u00dfer und lassen sich besser bedienen. Die Drumpads davon lassen sich zudem etwa direkt f\u00fcr Fingerdrumming nutzen, da darauf mehrere eingebaute Drum-Samples gemappt werden, w\u00e4hrend beim SMK-37 Pro im Synthie-Modus lediglich ein Patch mit den Pads angesprochen wird.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/mailto:dmk@heise.de\" title=\"Dirk Knop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dmk<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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