{"id":303963,"date":"2025-07-29T21:09:14","date_gmt":"2025-07-29T21:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303963\/"},"modified":"2025-07-29T21:09:14","modified_gmt":"2025-07-29T21:09:14","slug":"faellt-der-sommer-komplett-ins-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303963\/","title":{"rendered":"F\u00e4llt der Sommer komplett ins Wasser?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Jahrhundertsommer 2025: Schon im vergangenen Jahr gab es erste Prognosen \u00fcber Hitzewellen, D\u00fcrre, Waldbrandgefahr\u2026 nicht in Arizona oder in Portugal, sondern bei uns in Deutschland, im Augsburger Land gar. Szenarien kursierten von anhaltenden H\u00f6chsttemperaturen jenseits der 30, m\u00f6glicherweise gar der 35 Grad. Und jetzt? 15 Grad um die Mittagszeit, man sucht Ende Juli nach einer Strickjacke. Nix kurze Hose, nix Freibad, nix Eisgenuss im Stra\u00dfencafe. Lieber Herr Hager, was ist passiert?<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hager-meteo.de\/index.htm\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Klaus Hager<\/a>, seit \u00fcber 50 Jahren in der Meteorologie t\u00e4tig, zeigt sich wenig verwundert. Die Berichterstattung \u00fcber den Jahrhundertsommer basiere auf einem Wettermodell vor allem aus den USA, das sich, wie man jetzt erkennt, als die falsche Basis erwiesen habe. H\u00e4tte sich dieses Wettermodell durchgesetzt, h\u00e4tte es zweifellos mehr Hitzetage geben k\u00f6nnen, als wir es derzeit erleben. Aber dazu sei das Wettergeschehen, gerade bez\u00fcglich Langzeitprognosen, zu komplex.<\/p>\n<p>Hager zeigt Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diejenigen, die einen Jahrhundertsommer vorhergesagt haben: \u201eEine solche Vorhersage erzeugt doch in jedem Fall mehr Aufmerksamkeit in Fernsehen, Internet oder der Zeitung, als wenn man einen durchwachsenen Sommer vorausgesagt h\u00e4tte, wie wir ihn jetzt erleben.\u201c Er mutma\u00dft zudem einen gewissen gesellschaftlichen Trend, den Menschen und sein Tun \u00fcber Geb\u00fchr f\u00fcr das Wetter verantwortlich, ja schuldig, zu machen. Auch wenn Hager selbst der \u00dcberzeugung ist, dass ein behutsamerer Umgang mit der Natur unbedingt angezeigt sei, sei es weniger das (vom Menschen verursachte) Mehr an Kohlendioxid in unserer Atmosph\u00e4re, was sich auf das Wetter auswirke. Nach wie vor der bestimmende Faktor sei die Sonne.<\/p>\n<p>Hager, gerade 84 Jahre alt geworden, hat fr\u00fcher als Meteorologe in Diensten der Bundeswehr beim Jagdbombergeschwader 32 auf dem Lechfeld gearbeitet. Dabei sei es vor allem darum gegangen, die Standortleitung in Sachen Wetter zu beraten. Bis heute besch\u00e4ftigt sich Hager tagt\u00e4glich mit der Meteorologie, mit unserem Wetter. Warum aber treffen unsere heutigen Vorhersagen nicht genauer zu, wo wir doch viel bessere Computer, viel gr\u00f6\u00dfere Datensammlungen, bessere Satelliten etc. etc. haben als fr\u00fcher? \u201eNach wie vor ist es die enorme Komplexit\u00e4t, die um das Wettergeschehen bestimmt\u201c, erkl\u00e4rt Hager, weswegen vor allem langfristige Prognosen auch heute noch nicht genauer ausfielen.<\/p>\n<p>Der Sommer war in vielen Teilen Bayerns zu trocken<\/p>\n<p>Ob er denn nun noch kommt, der Supersommer, wenn auch mit etwas Versp\u00e4tung? Da macht Hager nicht viel Hoffnung. Bis Mitte der kommenden Woche werde wohl das wechselhafte Wetter die Oberhand behalten, ein Wetter, das eher an den Fr\u00fchling erinnert als an (Hoch)sommer. Aber, da ist sich der erfahrene Meteorologe fast sicher: Es werden im August durchaus noch sch\u00f6ne Tage kommen, wahrscheinlich auch noch Tage mit um die 30 Grad.<\/p>\n<p>\u201eVon den Niederschl\u00e4gen der letzten Tage darf man sich nicht so leicht t\u00e4uschen lassen\u201c, sagt <a href=\"https:\/\/www.uni-augsburg.de\/de\/fakultaet\/fai\/geo\/prof\/georkl\/uber-uns\/h-kunstmann\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Professor Harald Kunstmann<\/a>, Lehrstuhlinhaber Regionales Klima und Hydrologie, an der Uni Augsburg. \u201eJahrhundert-Sommer\u201c hin oder her, die Wetterdaten der vergangenen Wochen zeigten einen Sommer, der in vielen Teilen Bayerns zu trocken war. Bis zum 23. Juli sei in der Region ein \u201eextremes Niederschlagsdefizit gro\u00dffl\u00e4chig mit sehr niedrigen Flussst\u00e4nden, Grundwasser-St\u00e4nden\u201c zu beobachten gewesen.<\/p>\n<p>Westeuropa und der Mittelmeerraum seien von sehr gro\u00dfen Hitzewellen heimgesucht worden, was zum Teil zu \u201eHitzestress\u201c gef\u00fchrt habe. Und was dazu gef\u00fchrt habe, dass im westlichen Mittelmeer mit bis zu 27 Grad die h\u00f6chsten jemals gemessenen Wassertemperaturen auftraten.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.augsburg-journal.de\/stadt-region\/peinliche-perlach-panne\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Peinliche Perlach-Panne<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Jahrhundertsommer 2025: Schon im vergangenen Jahr gab es erste Prognosen \u00fcber Hitzewellen, D\u00fcrre, Waldbrandgefahr\u2026 nicht in Arizona&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303964,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1846],"tags":[680,772,3364,29,548,663,3934,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-303963","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-augsburg","8":"tag-augsburg","9":"tag-bayern","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114938574515599914","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303963\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}