{"id":303992,"date":"2025-07-29T21:26:14","date_gmt":"2025-07-29T21:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303992\/"},"modified":"2025-07-29T21:26:14","modified_gmt":"2025-07-29T21:26:14","slug":"grossbritannien-stellt-palaestina-anerkennung-in-aussicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/303992\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfbritannien stellt Pal\u00e4stina-Anerkennung in Aussicht"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.07.2025 20:24 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die britische Regierung spricht mit Blick auf Gaza von einer historischen Pflicht: Wie zuvor in Paris zeigt sich man sich offen, einen Staat Pal\u00e4stina anzuerkennen &#8211; allerdings nicht sofort. Premier Starmer stellte Israel ein Ultimatum.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/frankreich-palaestinenserstaat-100.html\" title=\"Macron k\u00fcndigt Anerkennung Pal\u00e4stinas als Staat an\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ank\u00fcndigung Frankreichs<\/a> am vergangenen Donnerstag hat auch Gro\u00dfbritannien in Aussicht gestellt, einen Staat Pal\u00e4stina anzuerkennen. Man werde dies Ende September vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen tun &#8211; allerdings nur in dem Fall, dass die israelische Regierung keine wesentlichen Schritte unternehme, um die Situation im Gazastreifen zu beenden. Das teilte der britische Premier Keir Starmer nach einer Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts mit.\u00a0Israel solle sich zudem zu einem langfristigen, nachhaltigen Frieden bekennen, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZu den geforderten Schritten z\u00e4hle unter anderem, den Vereinten Nationen zu gestatten, die Versorgung der Bev\u00f6lkerung im Gazastreifen mit humanit\u00e4rer Hilfe zur Beendigung des Hungers unverz\u00fcglich wiederaufzunehmen, ist in einer Mitteilung aus der Downing Street zu lesen. Au\u00dferdem m\u00fcsse Israel einer Waffenruhe zustimmen und klarstellen, dass es keine Annexionen im Westjordanland geben werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIsrael kritisierte die in Aussicht gestellte Anerkennung eines Pal\u00e4stinenserstaates: &#8222;Israel weist die Erkl\u00e4rung des Premierministers des Vereinigten K\u00f6nigreichs zur\u00fcck&#8220;, erkl\u00e4rte das israelische Au\u00dfenministerium bei X. Dieser Schritt sei eine &#8222;Belohnung&#8220; f\u00fcr die islamistische Hamas und schade den Bem\u00fchungen um eine Waffenruhe im Gazastreifen.<\/p>\n<p>    &#8222;Mit der Hand der Geschichte auf unseren Schultern&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrenddessen wiederholte der britische Au\u00dfenminister David Lammy die Drohung an Israel bei einer Rede in New York und \u00fcbte scharfe Kritik an der Regierung von Israels Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu. Sofern Israel das Leiden nicht beende, werde die britische Regierung &#8222;mit der Hand der Geschichte auf unseren Schultern&#8220; Pal\u00e4stina als Staat anerkennen, sagte er.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die Ablehnung einer <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-palestina-zweistaatenloesung-100.html\" title=\"Krieg in Nahost: Forderungen nach Zweistaatenl\u00f6sung werden lauter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zwei-Staaten-L\u00f6sung<\/a> durch die Netanjahu-Regierung ist falsch. Sie ist moralisch und strategisch falsch. Sie schadet den Interessen des israelischen Volkes und versperrt den einzigen Weg zur Anpassung und zu dauerhaftem Frieden&#8220;, sagte Lammy in einer energetischen Rede in der gro\u00dfen Halle der Vollversammlung der Vereinten Nationen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit der sogenannten Zwei-Staaten-L\u00f6sung ist die Errichtung eines unabh\u00e4ngigen pal\u00e4stinensischen Staates gemeint, der friedlich Seite an Seite mit Israel existieren soll. Sie gilt v\u00f6lkerrechtlich und auf diplomatischer Ebene als das international anerkannte Ziel f\u00fcr eine L\u00f6sung des Nahostkonflikts. In New York findet derzeit eine UN-Konferenz zur Verwirklichung der Zwei-Staaten-L\u00f6sung statt &#8211; ohne Israel und die USA.<\/p>\n<p>    Forderungen auch an die Hamas<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig betonte der britische Chefdiplomat, es gebe keine Rechtfertigung f\u00fcr das Leid im Gazastreifen, sondern nur die klare Pflicht, dieses zu beenden. &#8222;Die Kinder hungern, und Israels tr\u00f6pfchenweise Hilfe hat die Welt entsetzt. Dies ist ein Versto\u00df gegen die Werte der Charta der Vereinten Nationen.&#8220; Internationale Experten f\u00fcr Ern\u00e4hrungssicherheit hatten j\u00fcngst vor einer rapiden Verschlechterung der humanit\u00e4ren Situation in dem abgeriegelten K\u00fcstengebiet gewarnt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZugleich sagte Premier Starmer in der Kabinettssitzung, dass die Forderungen an die militant-islamistische Hamas bestehen blieben: Die Hamas m\u00fcsse alle Geiseln freilassen, ebenfalls einer Waffenruhe zustimmen, akzeptieren, dass sie keine Rolle beim Regieren des Gazastreifens spielen werde und ihre Waffen niederlegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Vorfeld der UN-Generalversammlung werde man dann beurteilen, inwieweit die Parteien die Schritte umgesetzt h\u00e4tten, sagte Starmer. Danach werde man eine finale Entscheidung treffen. Zugleich machte die Downing Street aber auch deutlich, dass eine Anerkennung eines Staates Pal\u00e4stina allein die Situation vor Ort nicht \u00e4ndern werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/un-konferenz-zweistaatenloesung-100.html\" title=\"UN-Konferenz soll Hoffnung auf Zwei-Staaten-L\u00f6sung wiederbeleben\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron<\/a> hatte vergangene Woche die Anerkennung Pal\u00e4stinas als Staat angek\u00fcndigt und damit scharfe Kritik Israels und der USA auf sich gezogen. Fast 150 UN-Mitgliedstaaten erkennen Pal\u00e4stina als Staat an. Wichtige westliche L\u00e4nder wie etwa die UN-Vetomacht USA geh\u00f6ren aber nicht dazu. Auch Deutschland erkennt Pal\u00e4stina nicht als Staat an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.07.2025 20:24 Uhr Die britische Regierung spricht mit Blick auf Gaza von einer historischen Pflicht: Wie zuvor&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303993,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3976],"tags":[331,332,551,13,14,6000,15,12,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":{"0":"post-303992","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-vereinigtes-koenigreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-grossbritannien","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-nahost","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-uk","17":"tag-united-kingdom","18":"tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","19":"tag-vereinigtes-koenigreich","20":"tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","21":"tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114938641516277036","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303992","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303992"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303992\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303993"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303992"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303992"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303992"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}