{"id":304153,"date":"2025-07-29T22:57:15","date_gmt":"2025-07-29T22:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304153\/"},"modified":"2025-07-29T22:57:15","modified_gmt":"2025-07-29T22:57:15","slug":"usa-eu-deal-warum-die-versprochenen-energie-importe-fragen-aufwerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304153\/","title":{"rendered":"USA-EU-Deal: Warum die versprochenen Energie-Importe Fragen aufwerfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 29.07.2025 19:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die EU muss vieles erkl\u00e4ren, seit sie sich am Sonntag zugestimmt hat, den USA Energie f\u00fcr eine gigantische Summe abzukaufen. Trump passt die Ank\u00fcndigung wohl ins Konzept.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christian-feld-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christian Feld\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/christian-feld-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSie hatten sich kaum eine Stunde zur Verhandlung zur\u00fcckgezogen, da sitzen EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen und US-Pr\u00e4sident Donald Trump am Sonntag schon wieder nebeneinander vor den Kameras. Die Einigung ist da. Es ist der Moment der ersten Botschaften, die die Nachrichten \u00fcber den Deal pr\u00e4gen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump hat einen Zettel in der Hand. Als erstes Detail nennt er: &#8222;Die Europ\u00e4ische Union wird sich bereit erkl\u00e4ren, von den USA Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen.&#8220; Zur Sicherheit wiederholt er diese Summe gleich nochmal.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs ist eine Zahl, die beeindruckend klingt, aber auch Fragen aufwirft. Hat die Kommissionspr\u00e4sidentin \u00fcberhaupt die Macht, um so ein Versprechen abzugeben? Warum will die EU so viel Geld f\u00fcr fossile Brennstoffe ausgeben? Hatte doch von der Leyen den Weg zur Klimaneutralit\u00e4t einst als Europas &#8222;Mann auf dem Mond&#8220;-Moment ausgerufen.<\/p>\n<p>    Eine wohlklingende Erfolgsmeldung f\u00fcr Trump<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMittlerweile verst\u00e4rkt sich der Eindruck, dass Trump am Sonntag die Gelegenheit geboten wurde, eine f\u00fcr ihn wohlklingende Erfolgsmeldung zu verk\u00fcnden. In der Substanz sind die 750 Milliarden Dollar mehr ein Versprechen als eine Verpflichtung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKurz vor dem Abflug aus Schottland sagte von der Leyen zu diesem Thema: Man wolle absolut weg von fossiler Energie aus Russland. Deshalb sei es gut, mehr erschwingliches und besseres Fl\u00fcssiggas von den USA zu kaufen. Die Sch\u00e4tzung sei, dass man 250 Milliarden pro Jahr hinbekommen k\u00f6nne. \u00dcber drei Jahre. Das entspricht der restlichen Amtszeit von Trump.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJedes Jahr Energie aus den USA f\u00fcr 250 Milliarden? Schon die schiere Menge an fossiler Energie, die die EU kaufen m\u00fcsste, erscheint unrealistisch. Im Jahr 2024 geschah das im Wert von 76 Milliarden Dollar. Das m\u00fcsste sich jetzt verdreifachen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nArturo Regalado, Analyst beim Datenanbieter Kpler, sagte der Nachrichtenagentur Reuters: &#8222;Entweder m\u00fcssten die US-\u00d6lexporte vollst\u00e4ndig in die EU umgeleitet werden oder der Wert der LNG-Importe aus den USA m\u00fcsste sich versechsfachen.&#8220;<\/p>\n<p>    &#8222;Wir k\u00f6nnen Unternehmen zu nichts zwingen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnd so hat die EU-Kommission auch zwei Tage nach der Einigung in Schottland eine Menge Fragen zu diesem Thema zu beantworten. In ihrer t\u00e4glichen Pressekonferenz liefert sie Details, die das Bild etwas klarer werden lassen. Zur Vorbereitung auf die Verhandlung befragte die EU-Kommission Unternehmen zu ihren Pl\u00e4nen und Absichten: Was wollen Sie in den USA kaufen oder investieren? Nat\u00fcrlich, so sagt es Handelssprecher Olof Gill, k\u00f6nne die Kommission nicht diktieren, was am Ende passiert: &#8222;Wir k\u00f6nnen das nicht durchsetzen. Wir k\u00f6nnen Unternehmen zu nichts zwingen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie setzen sich nun die 250 Milliarden Dollar pro Jahr zusammen? Die EU-Kommission spricht von einem &#8222;gesch\u00e4tzten Durchschnitt&#8220; aller EU-Energie-Importe aus den USA. Eingeflossen seien dabei: Erstens die aktuellen Importe von US-Fl\u00fcssiggas, \u00d6l, Kernbrennstoffen und entsprechenden Dienstleistungen. Nach Kommissionsangaben sind das bereits jetzt zwischen 90 und 100 Milliarden Dollar. Zweitens: zus\u00e4tzliche Menge dieser Produkte. Drittens: zentrale Technologie-Exporte und Investitionen, besonders bei der Atomkraft. Aktuell sind in mehreren EU-L\u00e4ndern Projekte mit Atomkraft in der Diskussion. In den meisten F\u00e4llen k\u00e4me dabei Technologie von US-Unternehmen zum Einsatz. W\u00fcrde alles realisiert, ginge es laut EU-Kommission um insgesamt ungef\u00e4hr 300 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAnna-Kaisa Itkonen, Sprecherin f\u00fcr Energie, sagt, man d\u00fcrfe die Zahlen nicht so lesen, als w\u00fcrden pro Jahr fossile Brennstoffe f\u00fcr 250 Milliarden Euro gekauft: &#8222;Nein. Das ist nicht korrekt.&#8220;<\/p>\n<p>    Wie gut kannte Trump selbst die Details?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter dem Strich stellt sich Trumps Aussage, dass die EU sich bereit erkl\u00e4re, Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu kaufen, etwas anders dar. Egal, ob dem US-Pr\u00e4sidenten die Einzelheiten und Details bewusst waren, in seine Kommunikation &#8211; auch in die Heimat &#8211; hat die von ihm verk\u00fcndete Erfolgsmeldung gepasst.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin wenig erinnert es an einen anderen Deal. 2018 hatte der damalige EU-Kommissionspr\u00e4sident Jean-Claude Juncker Donald Trump w\u00e4hrend dessen erster Amtszeit von einem Handelskrieg abgebracht. Er hatte unter anderem versprochen, dass die EU mehr Sojabohnen und Fl\u00fcssiggas kaufen werde. Niclas Poitiers vom Forschungsinstitut Bruegel sagt im Gespr\u00e4ch mit dem ARD-Studio Br\u00fcssel: &#8222;Das waren aber wie jetzt reine Absichtserkl\u00e4rungen, bedeutsame Schritte sind dem nicht gefolgt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mitarbeit: Laura-Charlotte Costan und Lea Hillebrand, ARD-Studio Br\u00fcssel <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 29.07.2025 19:51 Uhr Die EU muss vieles erkl\u00e4ren, seit sie sich am Sonntag zugestimmt hat, den USA&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304154,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,88097,548,30,13,14,15,12,64,88096],"class_list":{"0":"post-304153","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-energie-importe","13":"tag-eu","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-usa","20":"tag-zoll-deal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114938999376220115","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304153","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304153\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304154"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}