{"id":304233,"date":"2025-07-29T23:41:15","date_gmt":"2025-07-29T23:41:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304233\/"},"modified":"2025-07-29T23:41:15","modified_gmt":"2025-07-29T23:41:15","slug":"so-wirkt-vitamin-d-bei-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304233\/","title":{"rendered":"So wirkt Vitamin D bei Corona"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-wirkung-einfach-erklaert-13-12-24-102052663\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Vitamin D<\/a> sorgt wie kaum ein anderes Vitamin f\u00fcr Diskussionen \u2013 obwohl es streng genommen gar kein Vitamin ist, sondern ein Hormon. Der K\u00f6rper kann es <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-so-viel-sonne-braucht-der-koerper-18-12-24-101832261\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">mithilfe der Sonne selbst herstellen<\/a>. Vielen ist vor allem seine Bedeutung f\u00fcr den Knochenstoffwechsel bekannt. Doch zunehmend r\u00fcckt auch seine Rolle f\u00fcr andere K\u00f6rperfunktionen in den Fokus, insbesondere seine Wirkung auf das Immunsystem.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    W\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie ist das Interesse an m\u00f6glichen positiven Effekten von Vitamin D auf den Krankheitsverlauf stark gestiegen und noch immer werden regelm\u00e4\u00dfig Publikationen zum Thema ver\u00f6ffentlicht. Wie ist der derzeitige Stand?\n  <\/p>\n<p>            Kann ein Vitamin-D-Mangel das Risiko, an Corona zu erkranken, erh\u00f6hen?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    2021 hat die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung (DGE) einen \u00dcberblick zur aktuellen Studienlage zum Zusammenhang von Vitamin D und Corona ver\u00f6ffentlicht. Demnach gibt es Hinweise darauf, dass ein niedriger Vitamin-D-Status mit einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr eine Corona-Infektion zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte. Laut der DGE seien die Ergebnisse der bisherigen Studien aber nicht ausreichend, um eine klare Ursache-Wirkungs-Beziehung nachzuweisen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Eine <a href=\"https:\/\/www.internisten-im-netz.de\/aktuelle-meldungen\/aktuell\/covid-19-vitamin-d-unterversorgung-erhoeht-hospitalisierungsrisiko.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">neue Studie aus dem Jahr 2025<\/a> liefert nun jedoch konkretere Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Versorgung und dem Verlauf einer Corona-Erkrankung. Ein Forschungsteam um Dr. Maria J. Monroy-Iglesias vom Londoner King\u2018s College wertete Daten von \u00fcber 150.000 Patientinnen und Patienten aus der UK Biobank aus.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dabei zeigte sich: Bereits eine Vitamin-D-Unterversorgung (25\u201350 nmol\/l) erh\u00f6hte das Risiko f\u00fcr eine Hospitalisierung um 19\u202fProzent. Bei einem manifesten Mangel (<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Effekt war dabei bei Menschen afrikanischer oder asiatischer Herkunft etwas st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt als bei Personen europ\u00e4ischer Abstammung. Interessanterweise wirkte sich ein niedriger Vitamin-D-Spiegel nur geringf\u00fcgig auf das Risiko aus, sich \u00fcberhaupt mit SARS-CoV-2 zu infizieren \u2013 wohl aber deutlich auf den Verlauf der Erkrankung.\n  <\/p>\n<p>            Corona-Infektion: Einige Studien zeigen positive Ergebnisse<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die neuere Studie best\u00e4tigt nun ein St\u00fcck weit Ergebnisse, die sich schon in fr\u00fcheren Untersuchungen andeuteten. Wie das <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/219362\/COVID-19-und-Supplementierung-Vitamin-D-in-der-Pandemie-hinterfragt-und-doch-empfohlen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"underline \">Deutsche \u00c4rzteblatt<\/a> berichtete, gab es seit Beginn der Pandemie nahezu w\u00f6chentlich neue Studien oder Berichte zum Thema. Eine \u201eder ersten und aussagekr\u00e4ftigsten Beobachtungsstudien\u201c wurde an der Universit\u00e4tsklinik in Heidelberg durchgef\u00fchrt. Es wurde bei insgesamt 185 Patienten der Vitamin-D-Status bestimmt, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kamen. 22 Prozent hatten einen starken Mangel mit Blutwerten unter 12 ng\/ml. Menschen mit einem derart starken Mangel hatten laut der Studie ein sechsfach h\u00f6heres Risiko, beatmet werden zu m\u00fcssen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bei der Studie zeigte sich au\u00dferdem: Auch wenn die Vitamin-D-Werte der Betroffenen nicht so niedrig waren, dass man von einem echten Vitamin-D-Mangel sprechen k\u00f6nnte, war ein schlechter Vitamin-D-Status trotzdem mit einem schwereren Verlauf von Covid-19 verbunden. Das bedeutet, dass auch eine leicht unzureichende Versorgung mit Vitamin D das Risiko f\u00fcr einen schwereren Krankheitsverlauf erh\u00f6hen kann, schreibt das \u00c4rzteblatt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wir haben das Bundesinstitut f\u00fcr Risikobewertung (BfR) zur Studienlage zum Thema Vitamin D und Corona befragt. Laut den Experten hatte der gr\u00f6\u00dfte Anteil der Studien ein sogenanntes retrospektives Design. Das bedeutet, dass die Daten schon vor Beginn der Studie gesammelt wurden. Solche Studien beobachten Zusammenh\u00e4nge, k\u00f6nnen aber keine klaren Ursachen belegen.\n  <\/p>\n<p>            Vitamin D und Corona: Einige Studienergebnisse sind widerspr\u00fcchlich<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In einigen Studien wurden die Teilnehmer r\u00fcckblickend zu ihrer Vitamin-D-Einnahme oder Corona-Infektion befragt. Alternativ wurden diese Informationen aus bereits vorhandenen Daten gewonnen. Da die Forscher dabei auf das Erinnerungsverm\u00f6gen der Befragten oder fr\u00fchere Unterlagen angewiesen sind \u2013 die oft f\u00fcr andere Zwecke erhoben wurden \u2013 liefern solche Studien laut BfR weniger verl\u00e4ssliche Ergebnisse als Studien, bei denen gezielt Tests oder Experimente durchgef\u00fchrt werden, sogenannte klinische Interventionsstudien. Diese gibt es zum Thema Vitamin D und Corona auch, sie zeigen laut BfR aber unterschiedliche Ergebnisse und variieren stark im Studiendesign, der Teilnehmerzahl, den <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-spiegel-messen-diese-infos-sollten-sie-kennen-16-9-24-101920016\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Vitamin-D-Spiegeln<\/a> und anderen Faktoren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eEine generelle Empfehlung zur Einnahme von Vitamin-D-haltigen Pr\u00e4paraten zur Vorbeugung einer SARS-CoV-2-Infektion ist auf Basis der derzeitigen wissenschaftlichen Datenlage weiterhin aus Sicht des BfR nicht begr\u00fcndbar. Da eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beitr\u00e4gt, sollte ein Vitamin-D-Mangel jedoch vermieden bzw. ein <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-mangel-symptome-bei-erwachsenen-kindern-senioren-10-12-24-102274214\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">diagnostizierter Mangel<\/a> behandelt werden\u201c, sagt uns der BfR.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Dennoch zeigt die weiter oben im Text erw\u00e4hnte UK-Biobank-Studie, dass sich bei sehr gro\u00dfen Datenmengen durchaus belastbare Zusammenh\u00e4nge erkennen lassen \u2013 insbesondere im Hinblick auf die Schwere von Covid-19-Verl\u00e4ufen.\n  <\/p>\n<p>            Vitamin D: \u00c4rzte k\u00f6nnen bei einer Corona-Infektion individuell entscheiden<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch wenn viele Fachgesellschaften weiterhin keine generelle Einnahmeempfehlung aussprechen, k\u00f6nnte die neue UK-Biobank-Studie die Debatte um gezielte Pr\u00e4vention bei Risikogruppen neu ansto\u00dfen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Laut dem \u00c4rzteblatt sollten \u00c4rzte f\u00fcr jeden Patienten individuell entscheiden. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat 2023 aber eine neue Leitlinie mit Handlungsempfehlungen f\u00fcr \u00c4rzte ver\u00f6ffentlicht. Darin hei\u00dft es, dass Vitamin D im Rahmen der Corona-Pandemie empfohlen wurde, sich aber zur Behandlung einer akuten Infektion als \u201enicht wirksam erwiesen\u201c habe und \u201enicht eingesetzt werden\u201c solle. Laut den Experten k\u00f6nnen aber \u00e4ltere Personen, vor allem Altenheimbewohner, von einer t\u00e4glichen <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-richtig-einnehmen-das-sollten-sie-wissen-infos-102264542\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Vitamin-D-Einnahme<\/a> profitieren, da es bei bis zu 4000 IE am Tag keine relevanten unerw\u00fcnschten Wirkungen gibt und es Hinweise darauf gibt, dass bei einer ausreichenden Versorgung seltener Atemwegsinfekte auftreten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Stephan Scharla, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin, hingegen schrieb 2023 im Journal f\u00fcr Mineralstoffwechsel &amp; Muskuloskelettale Erkrankungen, dass es gen\u00fcgend Indizien gebe, auch bereits Erkrankte mit Vitamin D zu behandeln, obwohl noch keine Aussagen \u00fcber eine optimale Dosierung gemacht werden k\u00f6nnen. Die Vitamin-D-Supplementation habe laut dem Internisten \u201ein empfohlener Dosierung (1000\u20132000\u202fIE tgl.) nur ein <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/das-wort-nebenwirkung-ist-einfach-fuer-vitamin-d-falsch-103671312\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">sehr geringes Nebenwirkungspotenzia<\/a>l\u201c. Au\u00dferdem solle ein <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-mangel-beheben-so-lange-dauert-es-16-12-24-102374019\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Mangel an Vitamin D<\/a> ausgeglichen werden, da dies laut einigen Studien dazu beitragen kann, das Risiko einer Corona-Infektion zu reduzieren. Darin sind sich zumindest fast alle einig.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n<p>Obwohl der BfR, die DGE und die DEGAM keine klare Empfehlung f\u00fcr die Einnahme von Vitamin D aussprechen oder diese sogar ablehnen, betonen einige Experten dessen potenziell positive Wirkung im Zusammenhang mit Corona \u2013 trotz einer bislang nicht vollst\u00e4ndig gesicherten Studienlage.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u00dcbrigens: Bei <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/vitamin-d-mangel-diese-symptome-koennen-spezifisch-bei-frauen-auftreten-17-12-24-101822662\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Frauen kann sich ein Vitamin-D-Mangel<\/a> anders \u00e4u\u00dfern als bei M\u00e4nnern. Das Wort <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/nebenwirkung-vitamin-d-7-3-25-103671312\" target=\"_blank\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">\u201eNebenwirkung\u201c ist f\u00fcr Vitamin D<\/a> streng genommen falsch.\n  <\/p>\n<ul data-module-id=\"DragDropModule\" class=\"flex flex-wrap justify-start group-[.no-bookmarks]:hidden\">\n<li class=\"mb-3 mr-3\">\n    Elisa Jebelean<\/p>\n<p>      Icon Haken im Kreis gesetzt<\/p>\n<p>      Icon Plus im Kreis<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vitamin D sorgt wie kaum ein anderes Vitamin f\u00fcr Diskussionen \u2013 obwohl es streng genommen gar kein Vitamin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304234,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-304233","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114939173276604006","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304233","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304233"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304233\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304233"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304233"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304233"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}