{"id":304346,"date":"2025-07-30T00:45:13","date_gmt":"2025-07-30T00:45:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304346\/"},"modified":"2025-07-30T00:45:13","modified_gmt":"2025-07-30T00:45:13","slug":"nordrhein-westfalen-foltern-in-der-villa-neuer-prozess-zum-koelner-drogenkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304346\/","title":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen: Foltern in der Villa: Neuer Prozess zum K\u00f6lner Drogenkrieg"},"content":{"rendered":"<p>                    Nordrhein-Westfalen<br \/>\n                Foltern in der Villa: Neuer Prozess zum K\u00f6lner Drogenkrieg<\/p>\n<p>\t\t\t\t              29.07.2025, 17:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>Auf der Suche nach 350 Kilogramm Marihuana soll eine Kriminellen-Gruppierung in K\u00f6ln zu besonders brutalen Mitteln gegriffen haben. Eins davon: eine Geiselnahme. Um sie geht es in einem neuen Prozess.<\/strong><\/p>\n<p>K\u00f6ln (dpa\/lnw) &#8211; Im Zusammenhang mit dem sogenannten K\u00f6lner Drogenkrieg hat ein weiterer Strafprozess begonnen &#8211; es geht darin um ein besonders brutales Kapitel der eskalierten Fehde im Bandenmilieu. Angeklagt sind drei M\u00e4nner im Alter von 20 bis 21 Jahren. Ihnen wird die Beteiligung an einer Geiselnahme vorgeworfen, bei der ein Mann und eine Frau in einer Villa in K\u00f6ln schwer misshandelt worden seien. Alle drei Angeklagten r\u00e4umten zu Prozessbeginn \u00fcber ihre Anw\u00e4lte ein, in die Tat involviert gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Die Geiselnahme und ihre Ausf\u00fchrung hatten viele Beobachter im Juli 2024 sprachlos gemacht. Ein Spezialeinsatzkommando hatte sie damals beendet. Schauplatz war eine Villa im eigentlich recht ruhigen K\u00f6lner Stadtteil Rodenkirchen, in der die T\u00e4ter brutal gegen ihre entf\u00fchrten Opfer vorgegangen sein sollen. Die Polizei sprach danach von einer neuen &#8222;Dimension der Gewalt im Bereich der organisierten Kriminalit\u00e4t&#8220;.<\/p>\n<p>Opfer wurden mutma\u00dflich misshandelt, gefilmt und bedroht<\/p>\n<p>Die in der Anklage gegen die drei M\u00e4nner enthaltenen Details unterstrichen die Einsch\u00e4tzung. Die beiden Opfer, die unter einem Vorwand in Bochum zu einem Treffen gelockt, in einen Transporter gezwungen und in das Haus gebracht worden seien, seien entkleidet, geknebelt, mit Waffen bedroht und unter anderem mit einer Eisenstange geschlagen worden. Immer wieder seien sie dabei aufgefordert worden, mit Informationen herauszur\u00fccken. Von den Misshandlungen seien Videos angefertigt worden, auf denen der Mann blutend auf dem Boden gelegen habe. Die Staatsanwaltschaft sprach von 23 &#8222;einzelnen Gewalteinwirkungen&#8220; auf den Mann. Der Anwalt eines Angeklagten beschrieb das Geschehen mit dem Wort &#8222;foltern&#8220;.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser f\u00fcr den &#8222;K\u00f6lner Drogenkrieg&#8220; &#8211; und damit auch die Geiselnahme &#8211; soll das Verschwinden von 350 Kilogramm Marihuana aus einer Lagerhalle in H\u00fcrth gewesen sein. Eine K\u00f6lner Drogenbande hatte den Stoff dort nach Erkenntnissen der Ermittler deponiert. Als er mutma\u00dflich geraubt wurde, wollte die geprellte Gruppe offenbar herausfinden, wer das Versteck verraten hatte. Das l\u00f6ste eine regelrechte Gewaltspirale aus, in der Sprengs\u00e4tze explodierten und H\u00e4user beschossen wurden.<\/p>\n<p>Mit der Geiselnahme der Frau und des Mannes sollen die Angeklagten &#8211; ein deutscher, ein syrischer und ein niederl\u00e4ndischer Staatsangeh\u00f6riger &#8211; zusammen mit anderen Beschuldigten gehofft haben, an Informationen zu dem Verbleib des Marihuanas zu kommen. Dabei sollen sie auch den Bruder des entf\u00fchrten Mannes massiv unter Druck gesetzt haben, Informationen herauszur\u00fccken.\u00a0<\/p>\n<p>Gest\u00e4ndnisse und Aussagen der Verteidiger<\/p>\n<p>Der 20 Jahre alte Niederl\u00e4nder berichtete \u00fcber seine Anw\u00e4ltin, er sei \u00fcber ein soziales Netzwerk gefragt worden, ob er &#8222;f\u00fcr 5.000 Euro jemanden schlagen w\u00fcrde&#8220;. Da er sich in einer schwierigen Lage befunden habe, habe er sich darauf eingelassen. Er habe aber keine Vorstellung davon gehabt, dass es sich um eine Entf\u00fchrung handeln w\u00fcrde. Er sei daf\u00fcr nach Deutschland gebracht worden.<\/p>\n<p>Der Anwalt des 20 Jahre alten deutschen Angeklagten sagte, dass sein Mandant eine &#8222;Mitl\u00e4ufer-Stellung&#8220; gehabt habe, auch wenn er nichts bagatellisieren wolle. Er werde sich auch ausf\u00fchrlich zu seinen Taten \u00e4u\u00dfern, aber keinesfalls zu anderen Beteiligten. Der Grund sei, dass er Sorge um sein &#8222;eigenes Wohlbefinden&#8220; habe.<\/p>\n<p>Der dritte Angeklagte lie\u00df \u00fcber seinen Anwalt erkl\u00e4ren, dass es sich um eine &#8222;schleichende Entwicklung&#8220; gehandelt habe, durch die er in die Geiselnahme hereingezogen worden sei.<\/p>\n<p> Mehrere Prozesse zum Drogenkrieg-Komplex\u00a0<\/p>\n<p>Zu dem Drogenkrieg-Komplex sind in K\u00f6ln bereits mehrere Prozesse am Landgericht gestartet. In einem Fall gab es auch schon ein Urteil. Ein Mann wurde zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte nach Erkenntnissen des Gerichts Geld und Waffen f\u00fcr die Geiselnahme besorgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen Foltern in der Villa: Neuer Prozess zum K\u00f6lner Drogenkrieg 29.07.2025, 17:03 Uhr Auf der Suche nach 350&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304347,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,2794,88125,30,1420,2160,9220,1209,1269,2130],"class_list":{"0":"post-304346","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-drogenkrieg","10":"tag-foltern","11":"tag-germany","12":"tag-koeln","13":"tag-koelner","14":"tag-neuer","15":"tag-nordrhein-westfalen","16":"tag-prozess","17":"tag-villa"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114939423914395611","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304346"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304346\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304347"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}