{"id":304376,"date":"2025-07-30T01:03:09","date_gmt":"2025-07-30T01:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304376\/"},"modified":"2025-07-30T01:03:09","modified_gmt":"2025-07-30T01:03:09","slug":"stottern-liegt-in-den-genen-dna-vergleiche-identifizieren-48-am-stottern-beteiligte-gene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304376\/","title":{"rendered":"Stottern liegt in den Genen &#8211; DNA-Vergleiche identifizieren 48 am Stottern beteiligte Gene"},"content":{"rendered":"<p>48 ver\u00e4nderte Gene<\/p>\n<p>Die DNA-Vergleiche zeigten 57 Abschnitte auf 48 Genen, die bei stotternden Menschen ver\u00e4ndert sind. Nur drei dieser Genvarianten standen zuvor schon im Verdacht, Mitausl\u00f6ser des Stotterns zu sein. Dies best\u00e4tigt: Stottern wird nicht durch ein einzelnes oder wenige Gene ausgel\u00f6st, sondern durch das komplexe Zusammenwirken vieler Genvarianten, wie das Team um Polikowsky erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Interessant auch: Einige der neu entdeckten Genver\u00e4nderungen beeinflussen genau die Hirnareale, die bei Stotternden anders reagieren. Aber auch andere neurologische Verbindungen zeigten sich: \u201eMehr als 20 der von uns identifizierten Gene wurden schon zuvor mit neurologischen und mentalen St\u00f6rungen in Verbindung gebracht\u201c, berichten Polikowsky und ihre Kollegen. Darunter sind auch Genvarianten f\u00fcr Autismus. ADHS und Depression. \u201eDas liefert zus\u00e4tzliche Belege daf\u00fcr, dass das Stotter-Risiko eine neurologische Basis hat.\u201c\n<\/p>\n<p>Zusammenhang mit Rhythmus und Musikalit\u00e4t<\/p>\n<p>Ein weiterer Zusammenhang zeigte sich vor allem bei stotternden M\u00e4nnern: Bei ihnen ist meist ein Gen namens VRK2 ver\u00e4ndert, wie die DNA-Vergleiche ergaben. Dieses Gen ist jedoch kein Unbekannter \u2013 es ist eng mit unserem Rhythmusgef\u00fchl verkn\u00fcpft, wie fr\u00fchere Studien gezeigt hatten. Ver\u00e4nderungen in diesem Gen k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass Betroffene Schwierigkeiten haben, im Takt zu klatschen.\u00a0\n<\/p>\n<p>\u201eIn der Vergangenheit haben wir Musikalit\u00e4t, Sprache und Sprechen als drei separate Einheiten betrachtet, aber diese Studien deuten darauf hin, dass es eine gemeinsame genetische Grundlage geben k\u00f6nnte. Die Architektur des Gehirns, die unsere Musikalit\u00e4t, unser Sprechen und unsere Sprache steuert, k\u00f6nnte Teil eines gemeinsamen Pfades sein\u201d, sagt Below. \u201eEs ist unglaublich spannend, auf biochemischer, molekularer und zellul\u00e4rer Ebene zu verstehen, was uns als Spezies ausmacht \u2013 unsere Kommunikationsf\u00e4higkeit.\u201c\n<\/p>\n<p>Gegen Stigmatisierung und Vorurteile<\/p>\n<p>Insgesamt best\u00e4tigen die neuen Erkenntnisse, dass Stottern keineswegs nur psychologische Ursachen hat. \u201eSeit Jahrhunderten gibt es falsche Vorstellungen dar\u00fcber, was Stottern verursacht \u2013 von Linksh\u00e4ndigkeit \u00fcber Kindheitstraumata bis hin zu \u00fcberf\u00fcrsorglichen M\u00fcttern\u201c, sagt Below. \u201eUnsere Studie zeigt, dass Stottern nicht durch pers\u00f6nliche oder famili\u00e4re Vers\u00e4umnisse oder Intelligenz verursacht wird, sondern durch unsere Gene beeinflusst wird.\u201c\n<\/p>\n<p>Ihr Kollege Dillon Pruett, der selbst stottert, erg\u00e4nzt: \u201eUnsere Studie hat ergeben, dass es viele Gene gibt, die letztlich zum Stotter-Risiko beitragen. Wir hoffen, dieses Wissen nutzen zu k\u00f6nnen, um das Stigma im Zusammenhang mit Stottern zu beseitigen und hoffentlich in Zukunft neue therapeutische Ans\u00e4tze zu entwickeln.\u201c (Nature Genetics, 2025; <a href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41588-025-02267-2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi: 10.1038\/s41588-025-02267-2<\/a>)\n<\/p>\n<p>Quelle: Vanderbilt University Medical Center<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n&#13;\n\t<\/p>\n<p>30. Juli 2025\t&#13;<br \/>\n\t&#13;<br \/>\n\t &#8211; Elena Bernard\/ Nadja Podbregar<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"48 ver\u00e4nderte Gene Die DNA-Vergleiche zeigten 57 Abschnitte auf 48 Genen, die bei stotternden Menschen ver\u00e4ndert sind. 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