{"id":304436,"date":"2025-07-30T01:37:20","date_gmt":"2025-07-30T01:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304436\/"},"modified":"2025-07-30T01:37:20","modified_gmt":"2025-07-30T01:37:20","slug":"friedenspreistraeger-schloegel-mahnt-zur-verteidigung-des-friedens-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304436\/","title":{"rendered":"Friedenspreistr\u00e4ger Schl\u00f6gel mahnt zur Verteidigung des Friedens in Europa"},"content":{"rendered":"<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/karlschloegel-102.webp\" alt=\"Ein Mann mit Brille steht vor einem B\u00fccherregal\" title=\"Ein Mann mit Brille steht vor einem B\u00fccherregal | picture alliance \/ SZ Photo | Friedrich Bungert\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>AUDIO: Friedenspreistr\u00e4ger Schl\u00f6gel mahnt zur Verteidigung des Frieden in Europa (6 Min)<\/p>\n<p>\n            Stand: 29.07.2025 16:59 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Der diesj\u00e4hrige Friedenspreistr\u00e4ger des Deutschen Buchhandels ist der Historiker und Publizist Karl Schl\u00f6gel. Im Interview betont er die Bedeutung der Unterst\u00fctzung der Ukraine und sieht Waffenlieferungen als notwendig.<\/p>\n<p class=\"\">\nVerliehen wird der mit 25.000 Euro dotierte Preis am 19. Oktober in der Frankfurter Paulskirche, zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse. Mit Karl Schl\u00f6gel wird eine Pers\u00f6nlichkeit gew\u00fcrdigt, der &#8211; wie kaum ein anderer &#8211; die Geschichte und Gegenwart Osteuropas erkundet hat und dabei sp\u00e4testens mit der Besetzung der Krim auch die Geschichte der Ukraine in den Fokus gestellt hat. In der Jurybegr\u00fcndung hei\u00dft es: Er mahnt uns: &#8222;Ohne eine freie Ukraine kann es keinen Frieden in Europa geben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Herr Schl\u00f6gel, wo und wann haben Sie die Nachricht erhalten?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Karl Schl\u00f6gel:<\/strong> Ich habe sie nicht erst Dienstagmorgen bekommen, sondern ich wurde vorher informiert. Ich habe einen Anruf bekommen und war erst mal sehr erstaunt und musste mich erst mit dem Gedanken anfreunden.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Sie sind selbst lange Jurymitglied gewesen &#8211; und stehen nun selbst in einer Reihe mit Namen wie Albert Schweitzer, Martin Buba, Hermann Hesse und Astrid Lindgren. Was ist das Besondere am Friedenspreis des Deutschen Buchhandels?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Schl\u00f6gel:<\/strong> Ich glaube, dass er eine Br\u00fccke schl\u00e4gt zwischen dem Schreiben, dem \u00f6ffentlichen Nachdenken und der politischen Welt. Dass es nicht nur um B\u00fccher geht, die vielleicht einen Fortschritt in der Disziplin darstellen, sondern dass es von \u00f6ffentlichem Belang ist und dass es immer auch etwas mit der Zeit zu tun hat, in der der jeweilige Preis vergeben wird. Ich habe es so verstanden, dass meine Arbeit zur \u00d6ffnung nach Osteuropa, die Aufmerksamkeit f\u00fcr das, was dort geschieht, eine gro\u00dfe Rolle gespielt hat.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/karlschloegel-100.webp\" alt=\" Autor Karl Schl\u00f6gel im Portr\u00e4t\" title=\" Autor Karl Schl\u00f6gel im Portr\u00e4t | picture alliance \/ SZ Photo | Friedrich Bungert\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Seit den 60er-Jahren besch\u00e4ftigt sich Schl\u00f6gel in seiner Arbeit mit Osteuropa und Russland. Die Verleihung findet am 19. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse statt.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Das ist auch ein Teil der Jury-Begr\u00fcndung gewesen: &#8222;Karl Schl\u00f6gel mahnt uns: Ohne eine freie Ukraine kann es keinen freien Frieden in Europa geben.&#8220; Sie haben sich recht fr\u00fch f\u00fcr Waffenlieferungen an die Ukraine positioniert, haben sich immer wieder eingemischt in die politische Debatte und sagen auch: Frieden sei ohne Kriegst\u00fcchtigkeit nicht zu haben. Meinen Sie, dass sich die Bekanntgabe der Entscheidung auch deshalb etwas hinausgez\u00f6gert hat?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Schl\u00f6gel:<\/strong> Das kann ich nicht beurteilen. Ich wei\u00df aus meiner Arbeit in der Jury, dass das eine sehr ernste, fordernde und anstrengende Geschichte ist. Man liest unglaublich viel, man macht sich bekannt mit ganz verschiedenen Denkwelten, und dann kommt es zu einer Entscheidung. Wie das in diesem Fall gewesen ist, das wei\u00df ich nicht.<\/p>\n<p class=\"\">\nAber ob die Unterst\u00fctzung der Ukraine und ein Votum f\u00fcr Waffenlieferungen etwas mit Frieden zu tun hat, das kann ich Ihnen schon sagen. Meiner Meinung nach gilt der alte Spruch: &#8222;Si vis pacem, para bellum&#8220; &#8211; wenn man angegriffen wird, dann muss man sich verteidigen. In diesem Fall ist das ganz klar. Ich habe 2014, als das losging, nicht nur Zeitung gelesen und den Korrespondentenberichten gefolgt, sondern ich bin hingefahren und habe mir das angesehen. Ich bin regelm\u00e4\u00dfig immer wieder dort, um mir selber ein Bild zu machen von der Stimmung im Lande, von dem, was da abl\u00e4uft bei diesen t\u00e4glichen Rund-um-die-Bombardements auf die st\u00e4dtischen Zentren der Ukraine. Ich versuche mir ein Bild zu machen und bin der Auffassung, dass ein Land, das angegriffen wird &#8211; und in diesem Fall sogar programmatisch; Putin hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er eine unabh\u00e4ngige, souver\u00e4ne Ukraine, die auf ihre Eigenst\u00e4ndigkeit besteht, nicht hinnehmen will -, sich verteidigen soll. Das ist f\u00fcr mich eine ganz klare Geschichte.<\/p>\n<p class=\"\"><strong>Gehe ich also recht in der Annahme, dass diese Frage, wie Frieden mit Waffen m\u00f6glich ist, auch Thema in Ihrer Dankesrede in der Paulskirche am 19. Oktober sein wird?<\/strong><\/p>\n<p class=\"\"><strong>Schl\u00f6gel:<\/strong> Es ist noch eine Weile hin, und ich habe mich noch nicht entschieden, was dort passieren wird. Klar ist, dass das eine gro\u00dfe Herausforderung ist, f\u00fcr diese Situation die angemessenen Worte zu finden. Ich habe in einem anderen Zusammenhang darauf hingewiesen, dass es mich sehr stark an die analytische Anstrengung der Intellektuellen in den 30er-Jahren erinnert, Begriffe und eine Sprache zu finden f\u00fcr das, was l\u00e4uft. Darum wird wahrscheinlich meine Rede auch kreisen, aber es ist noch Zeit bis dahin.<\/p>\n<p class=\"\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Keno Bergholz.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/wdr-praesident-donald-trump-spricht-mit-mark-rutte-100.webp\" alt=\"Pr\u00e4sident Donald Trump spricht w\u00e4hrend eines Treffens mit Mark Rutte, dem NATO-Generalsekret\u00e4r.\" title=\"Pr\u00e4sident Donald Trump spricht mit Mark Rutte. | DOUG MILLS\/The NewYorkTimes\/Redux\/laif \/ STF\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Trump droht Russland mit Z\u00f6llen und stimmt Milit\u00e4rlieferungen zu. Eine Wende? Wie Milit\u00e4rexperte Ralph Thiele das einsch\u00e4tzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"AUDIO: Friedenspreistr\u00e4ger Schl\u00f6gel mahnt zur Verteidigung des Frieden in Europa (6 Min) Stand: 29.07.2025 16:59 Uhr Der diesj\u00e4hrige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304437,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,87859,347,2699,13,2134,87984,14,15,2878,12],"class_list":{"0":"post-304436","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-friedenspreis-des-deutschen-buchhandels","16":"tag-fussball","17":"tag-gespraech","18":"tag-headlines","19":"tag-interview","20":"tag-karl-schloegel","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-sachbuecher","24":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114939628513169393","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304436"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304436\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}