{"id":304474,"date":"2025-07-30T01:58:17","date_gmt":"2025-07-30T01:58:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304474\/"},"modified":"2025-07-30T01:58:17","modified_gmt":"2025-07-30T01:58:17","slug":"lichtblick-fuer-leipzigs-kulturszene-kreuzer-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304474\/","title":{"rendered":"Lichtblick f\u00fcr Leipzigs Kulturszene? \u2014 kreuzer online"},"content":{"rendered":"<p>Seit einigen Wochen bangen Leipziger Kulturprojekte um ihre Finanzierung \u2013 Projekte liegen auf Eis, Veranstaltungen werden abgesagt. F\u00fcr das kommende Jahr k\u00f6nnte es einen Hoffnungsschimmer geben: Die Stadt f\u00fchrt 2026 die Basisf\u00f6rderung als neue Finanzierungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr die freie Kunst- und Kulturszene ein. Diese soll etablierten Kulturakteuren langfristige Perspektiven erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Basisf\u00f6rderung bewegt sich zwischen bestehender institutioneller und Projektf\u00f6rderungund richtet sich dabei insbesondere an etablierte und professionell arbeitende Tr\u00e4ger der freien Szene. Die F\u00f6rderung erfolgt strukturell\u00a0und erm\u00f6glicht damit langfristige, mehrj\u00e4hrige Perspektiven \u2013 beispielsweise f\u00fcr den Auf- und Ausbau von Strukturen wie Personal, R\u00e4umen und Organisationsentwicklung. Auch kontinuierliche Kulturarbeit oder die Entwicklung inhaltlicher Profile sollen durch die F\u00f6rderung unterst\u00fctzt werden \u2013 insofern sie relevant f\u00fcr Stadtgesellschaft und Kulturlandschaft sind, wie es auf der Website der Stadt hei\u00dft. Ziel ist es, mehr Planungssicherheit zu schaffen und nachhaltige Entwicklungen bei den Tr\u00e4gern zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Die Basisf\u00f6rderung unterscheidet sich insbesondere durch ihre Laufzeit\u00a0von bis zu vier Jahren von den bisher vorhandenen institutionellen und Projektf\u00f6rderungen. Erstere spricht besonders Einrichtungen als solche an, die ihr kulturelles Angebot durch bestimmte Programme weiterentwickeln und sich strukturell stabilisieren wollen. Projektf\u00f6rderungen unterst\u00fctzen hingegen gezielte Projektvorhaben in Bereichen wie Kunst, kulturelle Bildung oder Literatur, aber auch in Sozio- und Stadtkultur, Stadtgeschichte sowie interdisziplin\u00e4ren Projekten. Neben diesen F\u00f6rderinstrumenten sind auch wieder k\u00fcnstlerisch-kulturelle Stipendien f\u00fcr 2026 geplant, die allerdings erst Anfang des kommenden Jahres ausgeschrieben werden sollen. <br \/>Die Basisf\u00f6rderung soll damit F\u00f6rderl\u00fccken schlie\u00dfen und setzt den Fokus auf die Verwirklichung langfristiger, stabiler Strukturen, statt Einzelma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen. Antr\u00e4ge k\u00f6nnen dabei juristische Personen mit Sitz in Leipzig stellen, also beispielsweise eingetragene Vereine oder Tr\u00e4ger mit der Rechtsform gGmbH oder eGbR. Voraussetzung ist, dass sie professionell, also organisatorisch strukturiert und nicht auf rein ehrenamtlicher Basis arbeiten und in den vergangenen vier Jahren bereits Projektf\u00f6rderungen durch \u00f6ffentliche Stellen erhalten haben. Damit sollen insbesondere kontinuierlich arbeitende, etablierte Tr\u00e4ger gest\u00e4rkt werden, zwischen 30.000 und 75.000 Euro j\u00e4hrlich k\u00f6nnten dabei im kommenden Jahr an\u00a0einzelne Einrichtungen flie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Ein Lichtblick f\u00fcr die freie Kulturszene? <\/strong><\/p>\n<p>Erst Ende Juni wurden <a href=\"https:\/\/kreuzer-leipzig.de\/2025\/07\/11\/leipzig-kuerzung-kultur-hoerspielsommer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">alle Projektf\u00f6rdergelder des Kulturamts vorerst eingefroren<\/a>, bis der Leipziger Haushalt durch die Landesdirektion Sachsen genehmigt wird. Voraussichtlich bis September werden daher keine Projektmittel ausgezahlt. \u00dcber 200 Projekte sind davon betroffen \u2013 unter anderem der k\u00fcrzlich stattgefundene H\u00f6rspielsommer oder das Seanaps Festival, das deshalb in diesem Jahr zum ersten Mal seit neun Jahren nicht stattfinden kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr das kommende Jahr sieht der vom Stadtrat beschlossene Haushaltsplan \u00fcber zw\u00f6lf Millionen Euro f\u00fcr die F\u00f6rderung der freien Kunst und Kultur vor. Eine halbe Million davon ist f\u00fcr die Basisf\u00f6rderung vorgesehen \u2013 jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die Landesdirektion dem Beschluss zustimmt.<br \/>Alle Kulturf\u00f6rderungen sind demnach an die aktuelle Haushaltslage gebunden, und es ist unklar, wie hoch die tats\u00e4chlichen Mittel ausfallen werden. Der Nachtrat empfiehlt Kulturakteuren daher in einem Instagram-Post, angesichts des sinkenden Budgets nach alternativen Finanzierungswegen zu suchen \u2013 etwa \u00fcber Crowdfunding oder Sponsoring.<\/p>\n<p>Das ist auch f\u00fcr jene Tr\u00e4ger relevant, die jetzt erst von der Basisf\u00f6rderung erfahren. Zwar endet die Antragsfrist erst am 1. September, vor Antragstellung ist allerdings ein verpflichtendes Beratungsgespr\u00e4ch erforderlich. Das muss bis sp\u00e4testens 22. August gef\u00fchrt und in der Regel schon bis Mitte Juli vereinbart worden sein.<\/p>\n<p>&gt; Weitere Informationen und Kontakt zur Beratung gibt es unter: <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/redaktion.kreuzeronline.de\/content\/post\/new\/leipzig.de\/kulturfoerderung\" rel=\"nofollow noopener\">leipzig.de\/kulturfoerderung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit einigen Wochen bangen Leipziger Kulturprojekte um ihre Finanzierung \u2013 Projekte liegen auf Eis, Veranstaltungen werden abgesagt. 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