{"id":304513,"date":"2025-07-30T02:20:12","date_gmt":"2025-07-30T02:20:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304513\/"},"modified":"2025-07-30T02:20:12","modified_gmt":"2025-07-30T02:20:12","slug":"ayelet-gundar-goshen-ungebetene-gaeste-aachener-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304513\/","title":{"rendered":"Ayelet Gundar-Goshen: \u201eUngebetene G\u00e4ste&#8220; | Aachener Zeitung"},"content":{"rendered":"<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Die junge Naomi und ihr einj\u00e4hriger Sohn Uri sind nicht erfreut, allein zu sein. Der Kindsvater Juval hat die kleine Familie in Tel Aviv aus dienstlichen Gr\u00fcnden verlassen m\u00fcssen. In seiner Abwesenheit werden Arbeiten am Haus verrichtet, mit denen ein pal\u00e4stinensischer Handwerker beauftragt wurde. Ein Balkon soll angebaut werden.<\/p>\n<p>Ayelet Gundar-Goshen: \u201eUngebetene G\u00e4ste&#8220;, 320 Seiten, 25 Euro, Kein &amp; Aber.\u00a0Foto: Kein &amp; Aber<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Es ist die Zeit, nach der das Land ins Trauma verfiel. Rebellen aus Gaza hatten H\u00e4user j\u00fcdischer B\u00fcrger \u00fcberfallen, Menschen verschleppt, gefoltert und einige get\u00f6tet. Naomi sp\u00fcrt ihr Unwohl, weil der fremde Mann allein werkelt. Aber der macht seine Sache gut, deshalb beschlie\u00dft sie, Kaffee f\u00fcr sich und den Arbeiter zu bereiten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.aachener-zeitung.de\/instagram\/sehr-geehrte-frau-ministerin-literatur-podcast-zu-ursula-krechel\/40610608.html\" class=\"RelatedTeaser_related-teaser__awFnD RelatedTeaser_related-teaser--image__oZDce read-more_withImage__1YJa_\" data-article-id=\"40610608\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>Lesen Sie auch:\u201eSehr geehrte Frau Ministerin\u201c: Literatur-Podcast zu Ursula Krechel<\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Pl\u00f6tzlich entsteht in der H\u00e4usergasse Aufruhr. Ein j\u00fcdischer Junge ist von einem herabst\u00fcrzenden Hammer erschlagen worden. Es ist ein Hammer aus Naomis Haus, sie ist sicher, dass ihr kleiner Sohn das schwere Werkzeug unbeabsichtigt vom Balkon gesto\u00dfen haben muss. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Doch die israelischen Familien toben. Der Araber war\u2019s, glauben sie, er hat den Hammer geworfen. Er wird von der Polizei zum Verh\u00f6r geholt, Naomi will eingreifen, aber sie ist gel\u00e4hmt. Sie k\u00f6nnte sagen, was geschehen ist, tut es aber nicht. Angst macht ihr nun nicht die eigene Angst, sondern die der anderen, die sich festgelegt haben. Naomi schaut nicht hin, als der Handwerker weggebracht wird.<\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">Das Buch von Ayelet Gundar-Ghosen, 1982 geboren, ist ein mutiges Werk. Es erz\u00e4hlt von der Lage in ihrer Heimat, von Stimmung und Furcht. Setzen sich Vorurteile durch, folgen Rache und Gewalt. Die Autorin ist Psychologin, sie hat Menschen therapiert. Und hat selber \u00c4hnliches erlebt wie in ihrer Erz\u00e4hlung. <\/p>\n<p class=\"Paragraph_root__xJSDF Paragraph_default-lg-default__txMNQ articleParagraph\">\u201eDie einzige Literatur, die ich schreiben m\u00f6chte, ist die, die von der dunklen Seite des Menschseins erz\u00e4hlt; davon, wor\u00fcber Menschen nicht reden wollen\u201c, hei\u00dft es. Naomi hat ihre pers\u00f6nlichen Erinnerungen, nennt sie \u201eungebetene G\u00e4ste\u201c. Und bleibt die Antwort schuldig, wenn sie sich fragt: \u201eWas machen wir mit unserer Schuld?\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die junge Naomi und ihr einj\u00e4hriger Sohn Uri sind nicht erfreut, allein zu sein. 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