{"id":304705,"date":"2025-07-30T04:07:20","date_gmt":"2025-07-30T04:07:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304705\/"},"modified":"2025-07-30T04:07:20","modified_gmt":"2025-07-30T04:07:20","slug":"kritik-an-verkehrsstudie-der-ihk-zwei-loesungen-fuer-den-verkehr-in-bielefeld-haben-viele-fans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304705\/","title":{"rendered":"Kritik an Verkehrsstudie der IHK: Zwei L\u00f6sungen f\u00fcr den Verkehr in Bielefeld haben viele Fans"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld. Ein SUV-Fahrer beugt sich aus dem Fenster, um den neben ihm fahrenden Fahrradfahrer mit den Worten abzukanzeln: \u201eDu wei\u00dft schon, dass du meine Stra\u00dfe \u00fcberlastest!?\u201c Mit dieser ungew\u00f6hnlichen und humorvollen Zusendung formuliert NW-Leser Kai Schulte aus Bielefeld treffend seine Kritik am neuen Verkehrsgutachten der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld. Dass seine Meinung von vielen geteilt wird, zeigen die zahlreichen Reaktionen, die uns auf unsere Berichterstattung hin erreicht haben. Wir haben einige ausgew\u00e4hlt. Auch der Verein \u201eBielefeld pro Nahverkehr\u201c \u00e4u\u00dfert sich, und ein stadtbekannter Verkehrsexperte meldet sich mit L\u00f6sungen f\u00fcr den Stadtverkehr zu Wort.<\/p>\n<p id=\"absatz2\"><b class=\"bold\">Carsten Birnstein von \u201eBielefeld pro Nahverkehr\u201c<\/b> nimmt Stellung zu den j\u00fcngsten Erkenntnissen der von der IHK beauftragten Studie. Die Macher, ein D\u00fcsseldorfer Gutachterb\u00fcro, waren darin zu dem Schluss gekommen, dass 15 Prozent der wichtigsten Verkehrsadern f\u00fcr den Stadtverkehr, die das sogenannte Kernstra\u00dfennetz bilden, schon jetzt \u00fcberlastet sind. Hier m\u00fcssten Projekte f\u00fcr Nah- und Radverkehr genau \u00fcberdacht werden, zum Beispiel sei das Reduzieren von Fahrstreifen problematisch.<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"Zitat zitat_quelle\">\u201eDass die Verl\u00e4ngerung der Linien 1 und 2 f\u00fcr das Kernstra\u00dfennetz kritisch werden k\u00f6nnen, ist falsch.\u201c (Carsten Birnstein, Bielefeld pro Nahverkehr)<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> Update zum Abend<\/p>\n<p>Informiert bleiben mit t\u00e4glichen News aus Bielefeld, OWL und der Welt.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Birnstein widerspricht mit einem Beispiel: \u201eDie Behauptung, dass die Verl\u00e4ngerung der Stadtbahnlinie 1 nach Sennestadt und eine Verl\u00e4ngerung der Linie 2 nach Hillegossen f\u00fcr das Kernstra\u00dfennetz kritisch werden k\u00f6nnen, ist falsch. Das Gegenteil ist der Fall, weil dadurch viele Fahrzeuge entfallen k\u00f6nnen, wenn der \u00d6PNV genutzt wird.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Die Nutzung von Nebenstra\u00dfen sei zudem keine L\u00f6sung, urteilt der Vorsitzende des Vereins, der sich f\u00fcr eine effiziente und nachhaltige Verkehrsentwicklung mit \u00d6PNV-Ausbau einsetzt. \u201eMan kann den Verkehr nicht durch die Stra\u00dfen der Stadt flie\u00dfen lassen wie Wasser durch Kan\u00e4le. Insofern ist der Vorschlag der von IHK beauftragten Gutachter, Verkehre zu entflechten und Nebenstra\u00dfen fr\u00fchzeitig in die Verkehrsplanung einzubeziehen, nicht zielf\u00fchrend\u201c, glaubt Birnstein. Verkehre m\u00fcssten gesteuert werden.<\/p>\n<p id=\"absatz7\"><b class=\"bold\">Neues Verkehrsgutachten:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24143625_Bielefelds-wichtigste-Verkehrsadern-Welche-Strassen-wo-schon-jetzt-ueberlastet-sind.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bielefelds wichtigste Verkehrsadern: Welche Stra\u00dfen schon jetzt \u00fcberlastet sind <\/a><\/p>\n<p>Radverkehr und \u00d6PNV in Bielefeld vernachl\u00e4ssigt<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Die im Gutachten festgestellten Stra\u00dfen mit gro\u00dfer Verkehrsbelastung seien f\u00fcr Bielefelder keine gro\u00dfe \u00dcberraschung. Gerade deswegen sei es wichtig, den Individualverkehr in der Stadt zu begrenzen, \u00fcber ein gutes \u00d6PNV-Angebot aufzufangen und so Alternativen zu schaffen. So habe dann auch der Wirtschaftsverkehr seinen notwendigen Platz, erkl\u00e4rt Birnstein. \u201eWer den Eindruck hat, dass in Bielefeld Radverkehr und \u00d6PNV \u00fcberproportional gef\u00f6rdert werde, vergisst, dass diese Bereiche der Mobilit\u00e4t lange Zeit stiefm\u00fctterlich behandelt wurden.\u201c \u201e<a href=\"https:\/\/bielefeld-pro-nahverkehr.de\/wir-ueber-uns\/ziele-von-bielefeld-pro-nahverkehr\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Bielefeld pro Nahverkehr\u201c<\/a> pl\u00e4diere f\u00fcr einen Ausbau des \u00d6PNV bis an den Stadtrand, wo mittels gro\u00dfer Park&amp;Ride-Pl\u00e4tze (P&amp;R) Autofahrer k\u00fcnftig g\u00fcnstig umsteigen sollten.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xY1FFNWJWMUpOdmVDSmV5VHVEQXhZaC9QZ0hyRWpaSDJRMWdUZzZOZitIcDhSdG9YUFhPY013a2d6UVVEZzc1d3MvTU9mVEhrSDFydjRRVlZXQzF5QzNyaFZxWUpPQTVObXRZTWIzT0FkdjA9\/250729-1810-642550201.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"An der Haltestelle August-Bebel-Stra\u00dfe soll ein barrierefreier Hochbahnsteig gebaut werden. Bisher werden lediglich die Stufen der Stadtbahn abgesenkt.\" data-glightbox=\"type: image; description: An der Haltestelle August-Bebel-Stra\u00dfe soll ein barrierefreier Hochbahnsteig gebaut werden. Bisher werden lediglich die Stufen der Stadtbahn abgesenkt.  | \u00a9 Barbara Franke \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/250729-1810-642550201.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"An der Haltestelle August-Bebel-Stra\u00dfe soll ein barrierefreier Hochbahnsteig gebaut werden. Bisher werden lediglich die Stufen der Stadtbahn abgesenkt. - \u00a9 Barbara Franke\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                An der Haltestelle August-Bebel-Stra\u00dfe soll ein barrierefreier Hochbahnsteig gebaut werden. Bisher werden lediglich die Stufen der Stadtbahn abgesenkt.<br \/>\n                                    | \u00a9 Barbara Franke<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Der barrierefreie Ausbau der Stadtbahnhaltestellen der Linie 2 an der Detmolder Stra\u00dfe, den die Gutachter ebenfalls als kritisch beurteilen, habe keine ernsten Konsequenzen f\u00fcr den Stadtverkehr, ist sich Birnstein zudem sicher. Die Hochbahnsteige w\u00fcrden sich genauso in die Stra\u00dfe einf\u00fcgen, wie die schon bestehenden Haltepunkte.<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"Zitat\" data-semantic=\"p\">\u201eEine durchgehend einstreifige Verkehrsf\u00fchrung k\u00f6nnte den Verkehrsfluss auf der Detmolder Stra\u00dfe sogar verbessern.\u201c (Nutzer \u201eAlleineweber\u201c auf <a href=\"http:\/\/nw.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nw.de<\/a>)<\/p>\n<p id=\"absatz11\">Dieser Meinung schlie\u00dft sich <b class=\"bold\">Kommentator \u201eAlleineweber\u201c auf nw.de<\/b> an: Schon jetzt sei der Kfz-Verkehr an der Detmolder Stra\u00dfe im Bereich der Stadtbahnhaltestellen Teutoburger und August-Bebel-Stra\u00dfe de facto einspurig, weil es durch Lieferverkehr, Radfahrer, Bauarbeiten, die Stadtbahn und zahlreiche Autofahrer, die nicht auf den Schienen fahren m\u00f6chten, zu zahlreichen Situationen komme, in denen nur eine der Fahrspuren genutzt werde. \u201eEine durchgehend einstreifige Verkehrsf\u00fchrung k\u00f6nnte den Verkehrsfluss sogar verbessern, weil damit die st\u00e4ndigen Spurwechsel wegfielen, die dort derzeit den Verkehr aufhalten.\u201c<\/p>\n<p>Haltestellenausbau an der Detmolder Stra\u00dfe<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold\">Kommentator MICHI_72 <\/b>schreibt auf nw.de: \u201eDie Studie geht vom Status quo des Verkehrsverhaltens aus, ber\u00fccksichtigt aber \u00fcberhaupt nicht politisch l\u00e4ngst erkl\u00e4rte verkehrsplanerische Zielsetzungen wie die Reduzierung des innerst\u00e4dtischen Pkw-Verkehrs. Weiterhin m\u00fcssen aus rechtlichen Gr\u00fcnden die Stra\u00dfenbahnhaltestellen auch an der Detmolder Stra\u00dfe irgendwann barrierefrei werden. Eine Alternative zu Hochbahnsteigen an der Stelle gibt es \u00fcberhaupt nicht mehr.\u201c Richtig sei jedoch, dass das Bielefelder Verkehrssystem ohne \u00c4nderung des Verkehrsverhaltens bald an Grenzen sto\u00dfe.<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"Zitat\">\u201eDer Ausbau des Stadtbahnnetzes nach Vilsendorf, Theesen, J\u00f6llenbeck bzw. Dornberg mit P&amp;R-Angeboten ist zu priorisieren, hier werden die Stra\u00dfen in Cityn\u00e4he nicht mehr breiter.\u201c (Nutzer \u201eMeierpost\u201c auf <a href=\"http:\/\/nw.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nw.de)<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz14\">F\u00fcr einen Stadtbahnausbau spricht sich auch <b class=\"bold\">Nutzer \u201eMeierpost\u201c auf nw.de<\/b> aus: \u201eMan sieht deutlich, dass der Verkehrsinfarkt am st\u00e4rksten in Richtung Bielefelder Norden stattfindet. Daher ist der Ausbau des Stadtbahnnetzes mit der Verl\u00e4ngerung der Linien 1,3 und 4 nach Vilsendorf, Theesen, J\u00f6llenbeck bzw. Dornberg mit P&amp;R-Angeboten zu priorisieren, denn hier werden die Stra\u00dfen in Cityn\u00e4he nicht mehr breiter\u201c, kommentiert er das Gutachten. Laut der Studie sind Teile von J\u00f6llenbecker Stra\u00dfe, Engerscher Stra\u00dfe\/Beckhausstra\u00dfe, Stapenhorststra\u00dfe und Herforder Stra\u00dfe schon jetzt \u00fcberlastet.<\/p>\n<p id=\"absatz15\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24092119_Trassen-gesucht-Neue-Plaene-fuer-die-Stadtbahn-in-den-Bielefelder-Norden.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trassen gesucht: Neue Pl\u00e4ne f\u00fcr die Stadtbahn in den Bielefelder Norden<\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xK2VPaElrcy91YnZNcllmeWI4UG1CU2F4WGVKVXVDcXNGbjhWNWxDU3p6N3ZVYVhzazZEQURsNW02aGpmSjlZVXJxQlMvWGlZbjdhOHUxRG56UVZsK2c9PQ\/250729-1810-642550386.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Die Karte zeigt, wo Stra\u00dfen des Hauptverkehrsnetzes in Bielefeld schon jetzt \u00fcberlastet sind. Kritisch sind die roten und dunkelroten Stellen.\" data-glightbox=\"type: image; description: Die Karte zeigt, wo Stra\u00dfen des Hauptverkehrsnetzes in Bielefeld schon jetzt \u00fcberlastet sind. Kritisch sind die roten und dunkelroten Stellen.  | \u00a9 Gutachterb\u00fcro Lindschulte\/ IHK Ostwestfalen zu Bielefeld \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/250729-1810-642550386.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Die Karte zeigt, wo Stra\u00dfen des Hauptverkehrsnetzes in Bielefeld schon jetzt \u00fcberlastet sind. Kritisch sind die roten und dunkelroten Stellen. - \u00a9 Gutachterb\u00fcro Lindschulte\/ IHK Ostwestfalen zu Bielefeld\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Die Karte zeigt, wo Stra\u00dfen des Hauptverkehrsnetzes in Bielefeld schon jetzt \u00fcberlastet sind. Kritisch sind die roten und dunkelroten Stellen.<br \/>\n                                    | \u00a9 Gutachterb\u00fcro Lindschulte\/ IHK Ostwestfalen zu Bielefeld<\/p>\n<p>Verkehr in Bielefeld vor grunds\u00e4tzlichem Dilemma<\/p>\n<p>Der langj\u00e4hrige Bielefelder Lokalpolitiker (SPD) und <b class=\"bold\">Verkehrsexperte Godehard Franzen <\/b>meldet sich per Leserbrief ausf\u00fchrlich zu Wort: \u201eGanz schlicht formuliert ist das Grunddilemma: Wir haben zu viele Autos bzw. Autofahrten f\u00fcr zu wenig Stra\u00dfen. Wir m\u00fcssen die Grundsatzfrage beantworten: Wollen wir so viele Autos in der Stadt, tun sie der Stadt und den Menschen \u2013 und nicht zuletzt dem Klima \u2013 gut? Ich bin sicher: Eine gro\u00dfe Mehrheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger findet die vielen Autos in der Stadt nicht gut. Dann muss man an die Frage ran: Woher kommen die vielen Autos? Das Anwachsen der Zulassungszahlen und damit des Autoverkehrs ist ja kein naturgesetzlicher Vorgang, sondern Folge von Rahmenbedingungen und Strukturen, die von Menschen, also von der Politik, gemacht sind.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz17\" class=\"Zitat zitat_quelle\">\u201eAuch ein fahrgeldloser \u00d6PNV w\u00e4re nicht der Retter\u201c (Godehard Franzen, Verkehrsexperte)<\/p>\n<p id=\"absatz18\" class=\"em_text\">Es gebe nicht den einen gro\u00dfen Hebel, das zu \u00e4ndern, so Franzen. \u201eAuch ein fahrgeldloser \u00d6PNV w\u00e4re nicht der Retter. Vielmehr m\u00fcssen viele Puzzleteilchen zusammengesetzt werden, um Wirkung zu erzielen.\u201c So w\u00fcrden in Bielefeld zu viele Anreize gesetzt, um Autos anzulocken. Als Beispiele nennt der ehemalige Professor und Bundesverdienstkreuztr\u00e4ger kostenloses Parken in der Rathaustiefgarage f\u00fcr die erste halbe Stunde, den vierspurigen Ausbau der B66 ab Stadtgrenze in Richtung Lage und Kosten f\u00fcr Anwohnerparkpl\u00e4tze von 30 Euro pro Jahr, also acht Cent pro Tag.<\/p>\n<p>Verkehrsexperte: Bielefeld hat ein zu kurzes Stadtbahnnetz<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xY1FFNWJWMUpOdmVDSmV5VHVEQXhZdjl6RkJab3M4TGpvdDZ0QUFKbE5SUzVtVjVvOXhBTGk3ZGFQTzBKNWNDQ0FVRkkyRU1KZ0kwQmh0T0VkNysxeE1EUUVPd1l1Y21JYmtHazNEU2JIaFk9\/250729-1810-642554310.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Godehard Franzen, Verkehrsexperte und langj\u00e4hriger Lokalpolitiker in Bielefeld (SPD), erkl\u00e4rt, dass vergleichbare St\u00e4dte oft ein deutlich l\u00e4ngeres Stadtbahnnetz haben als Bielefeld.\" data-glightbox=\"type: image; description: Godehard Franzen, Verkehrsexperte und langj\u00e4hriger Lokalpolitiker in Bielefeld (SPD), erkl\u00e4rt, dass vergleichbare St\u00e4dte oft ein deutlich l\u00e4ngeres Stadtbahnnetz haben als Bielefeld.  | \u00a9 Wolfgang Rudolf \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/250729-1810-642554310.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Godehard Franzen, Verkehrsexperte und langj\u00e4hriger Lokalpolitiker in Bielefeld (SPD), erkl\u00e4rt, dass vergleichbare St\u00e4dte oft ein deutlich l\u00e4ngeres Stadtbahnnetz haben als Bielefeld. - \u00a9 Wolfgang Rudolf\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Godehard Franzen, Verkehrsexperte und langj\u00e4hriger Lokalpolitiker in Bielefeld (SPD), erkl\u00e4rt, dass vergleichbare St\u00e4dte oft ein deutlich l\u00e4ngeres Stadtbahnnetz haben als Bielefeld.<br \/>\n                                    | \u00a9 Wolfgang Rudolf<\/p>\n<p id=\"absatz20\" class=\"em_text\">Gleichzeitig gebe es zu wenig Anreize, vom Auto umzusteigen, Planungen gingen nur schleppend voran: \u201eSeit der finalen Inbetriebnahme der Unilinie im M\u00e4rz 2002 hat es keine nennenswerte Erweiterung des Stadtbahnnetzes gegeben\u201c, kritisiert Franzen. \u201eBielefeld hat mit circa 36 Kilometern ein sehr kurzes Netz, vergleichbare St\u00e4dte haben 60 Kilometer und mehr. An der Verl\u00e4ngerung der Linie 1 nach Sennestadt wird seit \u00fcber 10 Jahren geplant, und trotzdem ist noch nicht einmal ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet.\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz21\"><b class=\"bold\">Mehr zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/23942148_Explodierende-Kosten-fuer-Stadtbahnerweiterung-in-Bielefeld.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Explodierende Kosten f\u00fcr Stadtbahnerweiterung in Bielefeld<\/a><\/p>\n<p id=\"absatz22\" class=\"em_text\">Im Dezember 2021 habe der Bielefelder Rat zudem einen neuen Nahverkehrsplan mit Ma\u00dfnahmen zur Angebotsverbesserung bei Bus und Bahn beschlossen, der bisher weitestgehend nicht umgesetzt worden sei.<\/p>\n<p id=\"absatz23\" class=\"Zitat\" data-semantic=\"p\">\u201eEin einfaches und nahezu kostenfreies Instrument zur F\u00f6rderung des Radverkehrs ist Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit.\u201c (Godehard Franzen, Verkehrsexperte)<\/p>\n<p id=\"absatz24\" class=\"em_text\">Eine L\u00f6sung f\u00fcr die Verkehrsprobleme aus Sicht des Verkehrsexperten? \u201eEin einfaches und nahezu kostenfreies Instrument zur F\u00f6rderung des Radverkehrs ist die fl\u00e4chenhafte Absenkung der H\u00f6chstgeschwindigkeit, also Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit. Allein dadurch kann man die Fahrradnutzung um mindestens 20 Prozent steigern, entsprechend w\u00fcrde der Autoverkehr reduziert. In vielen Nachbarl\u00e4ndern k\u00f6nnen die Kommunen Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einf\u00fchren. Viele tun das auch, mit gutem Erfolg und zunehmender Akzeptanz. In Deutschland geht das (noch) nicht. Aber die neue Stra\u00dfenverkehrsordnung schafft neue Spielr\u00e4ume. Wann endlich werden sie genutzt?\u201c<\/p>\n<p id=\"absatz25\"><b class=\"bold\">Radikales Konzept: <\/b><a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/23028595_Radikaler-Plan-Stadt-will-Tempo-30-in-der-kompletten-Innenstadt.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadt will jetzt Tempo 30 in der kompletten Bielefelder City <\/a><\/p>\n<p>Autoanteil in Bielefeld im St\u00e4dtevergleich hoch<\/p>\n<p id=\"absatz26\" class=\"em_text\">Gleichzeitig betont Franzen, es gehe nicht darum, das Auto zu verteufeln. \u201eEs geht auch nicht um Verbote oder Bevormundung. Sondern es geht darum, vermeidbare, nicht notwendige Autofahrten auf andere Verkehrsmittel zu verlagern, durch Abbau von Anreizen zur Autonutzung und durch Verbesserungen bei den Alternativen. Bielefeld hat einen Autoanteil an den t\u00e4glichen Wegen von aktuell 49 Prozent. Es gibt viele vergleichbar gro\u00dfe St\u00e4dte, die deutlich unter 30 Prozent liegen. Wenn wir den Autoanteil deutlich senken, werden die Staus entsch\u00e4rft und die Lebens- und Aufenthaltsqualit\u00e4t deutlich verbessert. Das k\u00e4me nicht zuletzt den notwendigen Wirtschaftsverkehren zugute.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld. 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