{"id":304753,"date":"2025-07-30T04:36:11","date_gmt":"2025-07-30T04:36:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304753\/"},"modified":"2025-07-30T04:36:11","modified_gmt":"2025-07-30T04:36:11","slug":"niedersachsen-bremen-375-milliarden-euro-nordwest-kommunen-mit-rekorddefizit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304753\/","title":{"rendered":"Niedersachsen &#038; Bremen: 3,75 Milliarden Euro &#8211; Nordwest-Kommunen mit Rekorddefizit"},"content":{"rendered":"<p>                    Niedersachsen &amp; Bremen<br \/>\n                3,75 Milliarden Euro &#8211; Nordwest-Kommunen mit Rekorddefizit<\/p>\n<p>\t\t\t\t              30.07.2025, 05:04 Uhr<\/p>\n<p><strong>Niedersachsens Kommunen \u00e4chzen einer Analyse zufolge unter dem h\u00f6chsten Defizit ihrer Geschichte. Was sind die Gr\u00fcnde?<\/strong><\/p>\n<p>Hannover (dpa\/lni) &#8211; Niedersachsens St\u00e4dte und Gemeinden haben 2024 ein Rekordminus verbucht. Mit 3,75 Milliarden Euro sei das Defizit so hoch wie noch nie in der Geschichte ausgefallen, teilte die Bertelsmann Stiftung auf Basis ihres Kommunalen Finanzreports mit. Gegen\u00fcber dem bisherigen Rekordminus 2023 von damals 1,4 Milliarden Euro habe sich der Fehlbetrag mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p>Grund f\u00fcr das Loch im Haushalt sind den Angaben zufolge vor allem steigende Ausgaben bei stagnierenden oder sogar sinkenden Einnahmen. Die Ausgaben der Kommunen seien binnen Jahresfrist um neun Prozent gewachsen, die Steuereinnahmen h\u00e4tten aber angesichts der schwachen wirtschaftlichen Lage stagniert.<\/p>\n<p>Allein die Ausgaben f\u00fcr Personal h\u00e4tten sich binnen zehn Jahren nahezu verdoppelt, weil neue Mitarbeiter eingestellt worden und zudem die Tarifl\u00f6hne gestiegen seien. Die Sozialausgaben seien binnen zwei Jahren um ein Viertel auf rund zehn Milliarden Euro gestiegen. Viele soziale Ausgaben seien zwar gesetzlich vorgeschrieben, aber nicht vom Bund gegenfinanziert, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Autokrise l\u00e4sst Gewerbesteuer wegbrechen<\/p>\n<p>Bei den Einnahmen sei das Wachstum fr\u00fcherer Jahre dagegen zum Erliegen gekommen. Bei der wichtigen Gewerbesteuer gab es der Studie zufolge sogar einen R\u00fcckgang. &#8222;Niedersachsen ist mit der Automobilindustrie besonders anf\u00e4llig f\u00fcr geopolitische Verwerfungen&#8220;, sagte Studienmitautor Ren\u00e9 Gei\u00dfler von der Technischen Hochschule Wildau.\u00a0<\/p>\n<p>Deutlich bemerkbar machte sich das am VW-Sitz Wolfsburg: Um 40 Prozent brachen die Gewerbesteuereinnahmen dort den Angaben zufolge ein. Dennoch geh\u00f6re die Stadt am Mittellandkanal weiterhin zu den bundesweiten Spitzenreitern bei den Steuereinnahmen, der Landkreis L\u00fcchow-Dannenberg dagegen zu den Schlusslichtern in Westdeutschland.<\/p>\n<p>Zweith\u00f6chstes Defizit bundesweit<\/p>\n<p>Der Auswertung zufolge ist es bereits das f\u00fcnfte Jahr in Folge, in dem Niedersachsens Kommunen mit roten Zahlen abschlie\u00dfen. Pro Einwohner lag das kommunale Defizit 2024 bei 468 Euro. Damit verbuchten die St\u00e4dte und Gemeinden im Nordwesten das zweith\u00f6chste Defizit aller Fl\u00e4chenl\u00e4nder. Noch mehr war es nur in Hessen mit 499 Euro pro Einwohner. Die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin blieben in der Analyse au\u00dfen vor, weil sie mit Fl\u00e4chenl\u00e4ndern nicht vergleichbar sind.<\/p>\n<p>Auch der Ausblick der Bertelsmann Stiftung f\u00e4llt pessimistisch aus. Die strukturellen Probleme zum Beispiel bei den Sozialausgaben seien ungel\u00f6st und die Inflation habe die Ausgaben dauerhaft erh\u00f6ht. &#8222;Das Defizit des Jahres 2024 markiert eine Zeitenwende, welche die finanzielle Handlungsf\u00e4higkeit der Kommunen nachhaltig infrage stellt&#8220;, sagte die Vorst\u00e4ndin der Stiftung, Brigitte Mohn.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Niedersachsen &amp; Bremen 3,75 Milliarden Euro &#8211; Nordwest-Kommunen mit Rekorddefizit 30.07.2025, 05:04 Uhr Niedersachsens Kommunen \u00e4chzen einer Analyse&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304754,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,4788,30,11735,1411,88216,88217],"class_list":{"0":"post-304753","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-euro","12":"tag-germany","13":"tag-milliarden","14":"tag-niedersachsen","15":"tag-nordwest-kommunen","16":"tag-rekorddefizit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114940332332721102","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304753"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304753\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304754"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}