{"id":304802,"date":"2025-07-30T05:03:15","date_gmt":"2025-07-30T05:03:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304802\/"},"modified":"2025-07-30T05:03:15","modified_gmt":"2025-07-30T05:03:15","slug":"wo-farbe-wurzeln-schlaegt-der-westerwaelder-kunstmaler-franz-josef-magnus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/304802\/","title":{"rendered":"Wo Farbe Wurzeln schl\u00e4gt: Der Westerw\u00e4lder Kunstmaler Franz Josef Magnus"},"content":{"rendered":"<p class=\"rubric-datestamp\">Nachricht vom 29.07.2025 \u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/newsprint.php?nid=159258\" target=\"_new\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/print.gif\" border=\"0\" title=\"Artikel drucken\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"sdescript\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\tEin Blick in den K\u00fcchenschrank offenbart ihn meist \u0096 jenen deutschlandweit bekannten Schatz des Westerw\u00e4lder Kunsthandwerks: Den kobaltblau verzierten, salzglasierten Keramikkrug. Er wird in einer Vielzahl der Westerw\u00e4lder Haushalte zu finden sein, und doch \u0096 und das zur \u00dcberraschung \u0096 sind es eben nicht nur jene &#8222;Kannenb\u00e4cker&#8220;, die als Meister ihres Schaffens die kreative Identit\u00e4t der Region ma\u00dfgeblich formten.<\/p>\n<p>\t\t\t\t&#13;<br \/>\n                                    <a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/artikelbild\/159258-wo-farbe-wurzeln-schlaegt--der-westerwaelder-kunstmaler-franz-josef-magnus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" class=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/deqxmagnu0.jpg\" alt=\"\"\/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>&#13;<br \/>\n                                    (Alle Fotos: Phil Abendroth)&#13;<\/p>\n<p class=\"rubric-textblock\">Betzdorf. Was die Provence einst f\u00fcr Van Gogh war, was Monet in seinen Roseng\u00e4rten in Giverny fand, das mag vielleicht auch ein junger K\u00fcnstler in den Schatten der Basalts\u00e4ulen im Tal der Nister entdeckt haben. Doch wo finden sich ihre Werke, wenn der Geist der Malerei tats\u00e4chlich nicht ber\u00fchrungslos an dieser Region vor\u00fcbergezogen sein sollte? Direkt vor unserer Nase, an den W\u00e4nden zahlreicher Wohnungen, Reihenh\u00e4usern oder vielleicht sogar in mancher Scheune, lassen sie sich entdecken \u0096 zumeist unerkannt, namenlos und unbeachtet. <\/p>\n<p>Gleichsam kunsthistorische Spurensuche und ein Aufruf zur Schatzsuche in den eigenen vier W\u00e4nden m\u00f6chten wir Ihnen in dieser Reihe ausgew\u00e4hlte bildende K\u00fcnstler des Westerwaldes vorstellen.<\/p>\n<p><b>Franz Josef Magnus<\/b><br \/>&#13;<br \/>\nDen Westerwald als kulturellen Schmelztiegel zu bezeichnen, das ginge wohl zu weit. <br \/>&#13;<br \/>\nUnbestritten ist jedoch: Hier trifft gelebte Tradition auf verschiedenste Einzelschicksale und Biografien, die sich, vom l\u00e4ndlichen Idyll angelockt, aus den nahegelegenen Metropolregionen \u0096 nach \u00dcberquerung von Rhein und Lahn \u0096 h\u00e4ufig hierher &#8222;verirren&#8220;. <\/p>\n<p>Im vielstimmigen kulturellen Narrativ des Westerwalds nimmt so auch Franz Josef Magnus seinen Platz ein \u0096 ein Stra\u00dfburger Maler, der, obwohl kein geb\u00fcrtiger Westerw\u00e4lder, den Gro\u00dfteil seines Lebens in Betzdorf verbrachte und mit den hiesigen Landschaften in einen intensiven k\u00fcnstlerischen Dialog trat.<\/p>\n<p><b>46 Jahre an Heller und Sieg<\/b><br \/>&#13;<br \/>\nMagnus w\u00e4re am 6. Januar 125 Jahre alt geworden. Er verstarb 1989 in Betzdorf \u0096 jenem Ort, der seit 1943 sein Lebensmittelpunkt geworden war. Der Bombenkrieg hatte ihn aus D\u00fcsseldorf vertrieben, zur\u00fcck an jenen Ort, zu dem ihn seine Eltern bereits im Alter von sechs Jahren aus dem Elsass geschickt hatten. <\/p>\n<p>Damals wohnte dort seine Tante, und die Eltern hofften, dass ihm ein Aufenthalt bei seinen deutschen Sprachkenntnissen helfen k\u00f6nnte. Drei Jahre lang besuchte er die <br \/>&#13;<br \/>\n\u00f6rtliche Volksschule, bevor er zu seinen Eltern zur\u00fcckkehrte.<\/p>\n<p>Seine k\u00fcnstlerische Ausbildung absolvierte Magnus an privaten Kunstschulen und Ateliers in D\u00fcsseldorf, bevor er ein eigenes Werbeatelier gr\u00fcndete. Kam er als Kind nach Betzdorf, um sich dort intensiv der deutschen Sprache zu widmen, so konnte er sich nach dem Krieg vor Ort besonders durch seine Franz\u00f6sischkenntnisse auszeichnen. Aufgrund dieser sprachlichen Kompetenz erhielt er eine Anstellung beim Betzdorfer Arbeitsamt, das in den schwierigen Nachkriegsjahren h\u00e4nderingend nach franz\u00f6sischsprachigem Personal suchte. \t\t\t\t\t<\/p>\n<p class=\"rubric-textblock\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n<b>Zwischen Landschaft und Stadtbild<\/b><br \/>&#13;<br \/>\nStilistisch l\u00e4sst sich Magnus, der sich vor allem auf Landschaftsmalerei und Stadtansichten konzentrierte, nicht eindeutig verorten. In all seinen Schaffensphasen bewegte er sich versatzst\u00fcckartig zwischen Naturalismus, Impressionismus und Post-Impressionismus. Er arbeitete mit Kohle, Aquarell und \u00d6l. Bereits die Aquarelle, die er vor Vollendung seines 30. Lebensjahres anfertigte, zeugen von einer beeindruckenden technischen Fertigkeit. Sie erz\u00e4hlen auch von den zahllosen Besuchen im Westerwald w\u00e4hrend seiner Jugendzeit, in denen der junge Mann wohl h\u00e4ufig mit Pinsel und Aquarellkasten auf den Betzdorfer Stra\u00dfen angetroffen werden konnte. <\/p>\n<p>Nur selten findet sich in Magnus Werken ein Portr\u00e4t \u0096 den Menschen sparte er meist aus, als w\u00e4re dieser ohnehin nur Staffage, die als Ballast den Landschaften das Atmen erschwert. Bei seinen \u00d6lgem\u00e4lden variiert der Farbauftrag stark: Mal ist er so reduziert und flach, dass die Leinwand durchscheint, mal t\u00fcrmen sich, vor allem in seinen Stillleben, pastose Schichten reliefartig nadelspitz auf.<\/p>\n<p>Die meisten seiner Werke sind im Bild signiert und mit Jahreszahl versehen. Sollten Sie den Verdacht haben, m\u00f6glicherweise ein Bild des K\u00fcnstlers entdeckt zu haben, so empfiehlt sich auch ein Blick auf die R\u00fcckseite der Leinwand oder des Rahmens \u0096 hier findet sich im Regelfall ein pers\u00f6nlich von Magnus angefertigtes Etikett mit n\u00e4heren Details zum Herstellungszeitpunkt und manchmal auch einem Werkstitel. <\/p>\n<p>H\u00e4ufig lassen sich die Landschaften seiner Bilder direkt in der Betzdorfer Umgebung wiederentdecken. Wer ein Werk von Magnus besitzt, dem sei ein Spaziergang durch die <br \/>&#13;<br \/>\nRegion w\u00e4rmstens empfohlen.<\/p>\n<p><b>Ein Westerw\u00e4lder Maler malt den Westerwald<\/b><br \/>&#13;<br \/>\nDie Betzdorfer sind stolz auf ihren K\u00fcnstler. Magnus Grabstein wurde nach Ablauf der Ruhefrist bewahrt und auf Initiative des Vereins Betzdorfer Geschichte e.V. auf ein neu angelegtes Erinnerungsfeld \u00fcberf\u00fchrt. <\/p>\n<p>Auch eine Stra\u00dfe im S\u00fcden der Stadt tr\u00e4gt heute den Namen des K\u00fcnstlers. Im &#8222;Haus der Geschichte&#8220;, das ebenfalls vom Betzdorfer Geschichte e.V. betrieben wird, werden zahlreiche seiner Werke ausgestellt und man setzt sich aktiv daf\u00fcr ein, Leben, Werk und Verm\u00e4chtnis im kollektiven Ged\u00e4chtnis der Region zu bewahren. (Phil Abendroth)<\/p>\n<p class=\"rubric-textblock\">&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t Mehr dazu:\u00a0\u00a0 &#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t <a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/thema\/kultur-freizeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kultur &amp; Freizeit<\/a>\u00a0\u00a0&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\tLokales:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/lokalausgabe\/7-betzdorf-gebhardshain\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Betzdorf &amp; Umgebung<\/a><br \/>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t   Feedback:\u00a0<a href=\"https:\/\/easy-feedback.de\/mitteilung\/1781508\/U2n2Hq\/?CMSID=159258\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hinweise an die Redaktion<\/a>&#13;\n\t\t\t   \t\t\t   <\/p>\n<p>\t\t\t\t\t&#13;<\/p>\n<tr>&#13;<\/p>\n<td width=\"100%\" class=\"copy\"><b>Weitere Bilder<\/b> (f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):<\/td>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/tr>\n<p>&#13;<\/p>\n<tr>\n<td width=\"100%\" class=\"copy\" align=\"center\">\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/javascript:newWindow(\" https:=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" class=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/deqxmagnu1.jpg\" width=\"150\" border=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/1\" alt=\"\"\/>&#13;<br \/>\n                                    \t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\u00a0&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/javascript:newWindow(\" https:=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" class=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/deqxmagnu2.jpg\" width=\"150\" border=\"https:\/\/www.ak-kurier.de\/akkurier\/www\/1\" alt=\"\"\/>&#13;<br \/>\n                                    \t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/a>\u00a0&#13;\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t&#13;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nachricht vom 29.07.2025 \u00a0\u00a0\u00a0 &#13; Ein Blick in den K\u00fcchenschrank offenbart ihn meist \u0096 jenen deutschlandweit bekannten Schatz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304803,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[9193,590,1793,29,214,30,9194,9192,1794,14,15,5399,215,591],"class_list":{"0":"post-304802","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-ak-kurier","9":"tag-aktuell","10":"tag-art-and-design","11":"tag-deutschland","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-internetzeitung","15":"tag-kreis-altenkirchen","16":"tag-kunst-und-design","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-region","20":"tag-unterhaltung","21":"tag-wissen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114940438417661605","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304802\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}