{"id":305843,"date":"2025-07-30T14:45:11","date_gmt":"2025-07-30T14:45:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/305843\/"},"modified":"2025-07-30T14:45:11","modified_gmt":"2025-07-30T14:45:11","slug":"revidierte-bip-daten-rezession-schwerer-als-bislang-angenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/305843\/","title":{"rendered":"Revidierte BIP-Daten: Rezession schwerer als bislang angenommen"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.07.2025 15:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das BIP ist in den vergangenen beiden Jahren st\u00e4rker geschrumpft als gedacht. Im Zuge der Sch\u00e4tzung f\u00fcr das zweite Quartal hat das Statistische Bundesamt seine Daten seit 2021 revidiert &#8211; mit Folgen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Rezession in Deutschland ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich st\u00e4rker ausgefallen als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2023 gegen\u00fcber dem Vorjahr um 0,9 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zu seinen revidierten Daten mitteilte. Bislang war nur von einem Minus von 0,3 Prozent die Rede. 2024 schrumpfte Europas gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft ebenfalls st\u00e4rker als bislang angenommen, und zwar um 0,5 und nicht um 0,2 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Das Statistische Bundesamt hat, wie zu diesem Termin \u00fcblich, die bisher ver\u00f6ffentlichten Ergebnisse ab 2021 \u00fcberarbeitet und neu verf\u00fcgbare statistische Informationen in die Berechnungen der Ergebnisse einbezogen&#8220;, erl\u00e4uterte die Beh\u00f6rde. Dabei h\u00e4tten sich f\u00fcr das preisbereinigte BIP in den jeweiligen Quartalen \u00c4nderungen der bisherigen Ergebnisse von minus 0,7 bis plus 0,6 Prozentpunkten ergeben.<\/p>\n<p>    Folgen f\u00fcr die Konjunkturprognosen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn den Jahren 2021 und 2022 wuchs das BIP indes kr\u00e4ftiger als bislang angenommen, hie\u00df es von Destatis weiter. F\u00fcr das stark von Aufholeffekten durch die Corona-Krise gepr\u00e4gte Jahr 2021 wurde das Ergebnis von 3,7 auf 3,9 Prozent angehoben, f\u00fcr 2022 von 1,4 auf 1,8 Prozent. &#8222;Die Statistiker haben die zur\u00fcckliegenden Daten deutlich revidiert&#8220;, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Erstaunlich sind weiterhin die massiven Revisionen der Vorquartale&#8220;, f\u00fcgte \u00d6konom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-W\u00fcrttemberg (LBBW) hinzu. Die deutliche Revision hat auch Folgen f\u00fcr die Konjunkturprognosen f\u00fcr das laufende Jahr. So weisen die revidierten Daten f\u00fcr das vierte Quartal 2024 nicht mehr ein Minus von 0,2 Prozent aus, sondern ein Plus von 0,2 Prozent. F\u00fcr das erste Quartal 2025 wurde das bisherige Wachstum von 0,4 auf 0,3 Prozent nach unten revidiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;In der Summe verbessert sich die Ausgangsbasis f\u00fcr die 2025er-Prognose leicht, und zwar um 0,1 Prozentpunkte&#8220;, sagte Kr\u00e4mer zu dem von Fachleuten sogenannten statistischen \u00dcberhang. &#8222;Nach den umfangreichen Revisionen zeigt das Bruttoinlandsprodukt seit dem letzten Herbst in der Grundtendenz nach oben.&#8220; Nach einem leichten Wachstum zu Jahresbeginn von 0,3 Prozent <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/konjunktur\/deutsche-wirtschaft-geschrumpft-100.html\" title=\"Deutsche Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal um 0,1 Prozent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sank das BIP im zweiten Quartal um 0,1 Prozent.<\/a><\/p>\n<p>    Deutschland droht dritte Rezession in Folge<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch deshalb rechnen die meisten Experten f\u00fcr 2025 bestenfalls mit einem leichten Wachstum. Einige Fachleute prognostizieren im Zuge des Zollabkommens zwischen der Europ\u00e4ischen Union (EU) und den USA sogar ein drittes Rezessionsjahr in Folge. &#8222;Ein Deal mag die Unsicherheit f\u00fcr Unternehmen leicht senken &#8211; doch US-Z\u00f6lle von 15 Prozent schaden der deutschen Wirtschaft&#8220;, mahnte etwa die Leiterin des Ifo Zentrums f\u00fcr Au\u00dfenwirtschaft in M\u00fcnchen, Lisandra Flach.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Die deutsche Wirtschaft hat nach starkem Jahresauftakt leicht an Tempo verloren, der Aufschwung ist damit aber nicht abgeblasen&#8220;, zeigte sich dagegen die Konjunkturchefin des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung, Geraldine Dany-Knedlik, optimistisch. Produktion und Gesch\u00e4ftsklima im Verarbeitenden Gewerbe entwickelten sich positiv. Die Einigung im Zollstreit sorge f\u00fcr mehr Planungssicherheit. Einen &#8222;entscheidenden Beitrag&#8220; zu einem st\u00e4rkeren Aufschwung w\u00fcrden die geplanten staatlichen Investitionen leisten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch der Chefvolkswirt der F\u00f6rderbank KfW, Dirk Schumacher, verwies auf das &#8222;stetige Aufhellen der Unternehmensstimmung&#8220;. Das spreche f\u00fcr ein moderates Wachstum in der zweiten Jahresh\u00e4lfte. Das Ergebnis der j\u00fcngsten Zollverhandlungen werde die Konjunkturerholung in Deutschland nicht abw\u00fcrgen, meinte auch der Konjunkturexperte des Instituts f\u00fcr Makro\u00f6konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung, Thomas Theobald.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.07.2025 15:33 Uhr Das BIP ist in den vergangenen beiden Jahren st\u00e4rker geschrumpft als gedacht. 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