{"id":306295,"date":"2025-07-30T18:50:11","date_gmt":"2025-07-30T18:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306295\/"},"modified":"2025-07-30T18:50:11","modified_gmt":"2025-07-30T18:50:11","slug":"israelpolitik-israels-letzte-freunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306295\/","title":{"rendered":"Israelpolitik : Israels letzte Freunde"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/32\/israelpolitik-gazastreifen-humanitaere-katastrophe-hilfslieferungen-friedrich-merz\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>            Inhalt        <\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Israels letzte Freunde<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/32\/israelpolitik-gazastreifen-humanitaere-katastrophe-hilfslieferungen-friedrich-merz\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2Merz h\u00e4lt an der Unterst\u00fctzung Israels fest \u2013 aber nicht bedingungslos<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Seit einiger Zeit klingt Friedrich Merz deutlich k\u00fchler, wenn er \u00fcber seinen israelischen Amtskollegen spricht \u2013 und erheblich hitziger als fr\u00fcher, wenn er mit Benjamin Netanjahu selbst redet. Beim letzten Telefonat der beiden am vergangenen Sonntag soll Merz nicht nur &#8222;gro\u00dfe Sorge&#8220; \u00fcber die Situation der Zivilbev\u00f6lkerung in Gaza ge\u00e4u\u00dfert haben, sondern auch recht unverhohlenen Unmut dar\u00fcber, dass die israelische Regierung ihre Versprechen nicht einhalte, die Situation der Menschen in Gaza zu verbessern. Merz hatte sich mit den Regierungschefs Frankreichs und Gro\u00dfbritanniens abgestimmt. Dass <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Israel<\/a> danach zum ersten Mal wieder Hilfskonvois passieren lie\u00df, h\u00e4lt man im Kanzleramt f\u00fcr einen deutsch-europ\u00e4ischen Erfolg. <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwei Jahre zuvor hatte <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/friedrich-merz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Merz<\/a> noch anders geklungen. &#8222;Die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland ist etwas Besonderes&#8220;, versicherte der damalige deutsche Oppositionsf\u00fchrer Anfang M\u00e4rz 2023 dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu in Israel. Wenige Monate sp\u00e4ter lud er Netanjahu nach Deutschland ein, trotz eines inzwischen bestehenden Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs. &#8222;Abwegig&#8220; sei die Vorstellung, ein israelischer Regierungschef k\u00f6nne nicht nach Deutschland reisen, sagte Merz, man werde &#8222;Mittel und Wege&#8220; finden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Heute muss er Mittel und Wege finden, dem deutschen Dilemma zu entgehen, das nun auch sein eigenes als Bundeskanzler ist: Wie kann man das Versprechen halten, an der Seite Israels zu stehen und nicht gleichzeitig international ins Abseits zu geraten? Wie kann man dem Existenzrecht Israels gerecht werden, aber auch dem Recht auf Leben der Pal\u00e4stinenser? Fast zwei Jahre nach dem Massaker des 7. Oktober, Zehntausende Tote sp\u00e4ter, darunter auch vergewaltigte und get\u00f6tete israelische Geiseln, stellt sich die Frage mit nie gekannter H\u00e4rte.\n<\/p>\n<p>    <a class=\"volume-teaser__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/32\/index\" title=\"Zur Ausgabe DIE ZEIT Nr.\u00a032\/2025\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"volume-teaser__media-item volume-teaser__media-item--landscape\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1753901411_924_original__120x85.jpeg\" alt=\"\" width=\"120\" height=\"86\"\/><\/p>\n<p>        Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 32\/2025. Hier k\u00f6nnen Sie die gesamte Ausgabe lesen.<\/p>\n<p>            Ausgabe entdecken<\/p>\n<p>    <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Am vergangenen Montag tagte das Bundessicherheitskabinett, eine Runde der Minister, die mit sicherheitsrelevanten Themen befasst ist, Merz hatte es einberufen, um \u00fcber die Lage in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/gazastreifen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gaza<\/a> und die deutsche Position zu beraten. Am Abend k\u00fcndigte er an, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/luftbruecke-gaza-hungersnot-hilfslieferungen-bundesregierung-symbolpolitik\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland werde sich in Kooperation mit Jordanien, Frankreich und Gro\u00dfbritannien an einer Luftbr\u00fccke nach Gaza beteiligen<\/a>. Merz schaute ernst drein: &#8222;Israel muss die katastrophale humanit\u00e4re Situation in Gaza sofort umfassend und nachhaltig verbessern. Israel muss der leidenden Zivilbev\u00f6lkerung schnell, sicher und ausreichend humanit\u00e4re und medizinische Hilfe zukommen lassen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Deutschland erh\u00f6ht den Druck auf Israel, das sollte die Botschaft sein. Die Wende in der Gaza- und Israelpolitik, die sich viele von der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/bundesregierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bundesregierung<\/a> erhofft hatten, war es nicht.\n<\/p>\n<p>        Gaza ist ein Thema, das die Gesellschaft spaltet        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Weder zu einem Stopp von Waffenlieferungen entschied sich die Bundesregierung noch zu einer Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens oder gar zu Sanktionen gegen einzelne israelische Regierungsmitglieder. \u00dcber all das war nachgedacht worden. Merz erkl\u00e4rte, man behalte sich entsprechende Ma\u00dfnahmen vor.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags den US-Sonderletter &#8222;Was jetzt, America?&#8220; sowie das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Erwartungen auf einen deutlicheren Kurswechsel hatte der Kanzler selbst geweckt, als er im Mai bei der Digitalkonferenz re:publica zum ersten Mal andere T\u00f6ne gegen\u00fcber Israel angeschlagen hatte. &#8222;Die Zivilbev\u00f6lkerung derart in Mitleidenschaft zu nehmen, wie das in den letzten Tagen immer mehr der Fall gewesen ist, l\u00e4sst sich nicht mehr mit einem Kampf gegen den Terrorismus der Hamas begr\u00fcnden&#8220;, hatte er da gesagt. Und: &#8222;Wenn Grenzen \u00fcberschritten werden, wo einfach das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht jetzt wirklich verletzt wird, dann muss auch Deutschland, dann muss auch der deutsche Bundeskanzler dazu etwas sagen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Israels letzte Freunde Seite 2Merz h\u00e4lt an der Unterst\u00fctzung Israels fest&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":306296,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[499,1173,775,738,551,13,1166,411,88492,502,22814,14,6000,15,16,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-306295","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-benjamin-netanjahu","9":"tag-bundesregierung","10":"tag-friedrich-merz","11":"tag-gazastreifen","12":"tag-grossbritannien","13":"tag-headlines","14":"tag-hungersnot","15":"tag-israel","16":"tag-israelpolitik","17":"tag-istgh","18":"tag-jordanien","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nahost","21":"tag-news","22":"tag-politik","23":"tag-schlagzeilen","24":"tag-top-news","25":"tag-top-meldungen","26":"tag-topmeldungen","27":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114943690448294442","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/306295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=306295"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/306295\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/306296"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=306295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=306295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=306295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}