{"id":306386,"date":"2025-07-30T19:42:20","date_gmt":"2025-07-30T19:42:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306386\/"},"modified":"2025-07-30T19:42:20","modified_gmt":"2025-07-30T19:42:20","slug":"die-stadt-macht-es-sich-zu-einfach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306386\/","title":{"rendered":"\u201eDie Stadt macht es sich zu einfach\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">D\u00fcsseldorf. Ein neues Online-Werkzeug soll Mietern in D\u00fcsseldorf schnell zeigen, ob sie zu viel bezahlen. Wie der Mieterverein die Stadt zum Handeln bringen will.<\/p>\n<p>In D\u00fcsseldorf zu Wohnen ist teuer \u2013 eine Neuigkeit ist das f\u00fcr niemanden. Auch das teure Mieten viele Menschen finanziell belasten, ist <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">in der Landeshauptstadt<\/a>, wo rund 80 Prozent der Menschen zur Miete wohnen, allgemein bekannt. Dass allerdings viele Menschen die rechtliche M\u00f6glichkeit haben, gegen \u00fcberh\u00f6hte Mieten vorzugehen, k\u00f6nnte ein kleiner Hoffnungsschimmer auf dem D\u00fcsseldorfer Mietmarkt sein. Um Betroffene zu unterst\u00fctzen hat der Mieterverein D\u00fcsseldorf nun ein neues Online-Werkzeug vorgestellt, mit dem er gleichzeitig auch die Stadt dazu bringen will, gegen Mietwucher vorzugehen.<\/p>\n<p>  Tausende potentielle F\u00e4lle von zu teuren Mieten in D\u00fcsseldorf  <\/p>\n<p>\u201eIn D\u00fcsseldorf geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres verf\u00fcgbaren Einkommens f\u00fcr die Miete aus\u201c, erkl\u00e4rt <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409245170\/dreist-kuendigung-fuer-eigenbedarf-dann-31-euro-pro-quadratmeter.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1749744300\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des D\u00fcsseldorfer Mietervereins<\/a>. Auswertungen des Vereins h\u00e4tten au\u00dferdem ergeben, dass die Mieten in der Landeshauptstadt in fast jedem siebten Fall mehr als 20 Prozent teurer sind als der orts\u00fcbliche Vergleich. Bei rund 2,6 Prozent sind die Mieten fast um die H\u00e4lfte teurer als der Vergleichswert. Im ersten Fall bedeutet dies eine strafbare Mietpreis\u00fcberh\u00f6hung, im zweiten sogar Mietwucher.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409638366_1753891132_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender, und Claus Nesemann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mietervereins D\u00fcsseldorf. (v.l.)\" title=\"Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender, und Claus Nesemann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mietervereins D\u00fcsseldorf. (v.l.)\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender, und Claus Nesemann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mietervereins D\u00fcsseldorf. (v.l.)<br \/>\n      \u00a9 NRZ | Lucas Gangluff\n    <\/p>\n<p>Bei rund 368.000 Mietwohnungen in der Landeshauptstadt geht der Verein von tausenden F\u00e4llen aus. H\u00e4ufig jedoch w\u00fcssten die Menschen gar nichts von ihrer Lage, so Witzke. Oder selbst wenn, w\u00fcssten sie nicht, wie sie handeln sollten oder h\u00e4tten <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409443965\/entmietung-in-golzheim-jeder-macht-hier-einfach-was-er-will.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1751817600\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Angst vor der Konfrontation mit dem Vermieter<\/a>. Von der Stadt selbst w\u00fcrden die Betroffenen hier leider zu oft alleine gelassen, kritisiert der Mieterverein. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Claus Nesemann sagt dazu: \u201eInformationen zu \u00fcberh\u00f6hten Mieten gibt es auf der Webseite der Stadt nur ganz versch\u00e4mt in der kleinen Ecke.\u201c <\/p>\n<p>Anstatt hier auf die Betroffenen zuzugehen oder gar Proaktiv auf Vermieter, wie es in anderen St\u00e4dten bereits der Fall ist, mache es sich die Stadt \u201ezu einfach\u201c. Anstatt selbst t\u00e4tig zu werden, beriefe man sich darauf, dass es sich bei Mietvertr\u00e4gen um \u201eprivatrechtliche\u201c Angelegenheiten handele \u2013 sprich: wer gegen ungerechte Mietverh\u00e4ltnisse vorgehen will, muss den Stein selbst ins Rollen bringen. Um die Stadt zuk\u00fcnftig zum Handeln zu bewegen, vereinfacht der Mieterverein nun den Weg, auf dem Mieter Missst\u00e4nde anzeigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>   Mietwucher: Neues Online-Tool soll D\u00fcsseldorfer Mietern helfen  <\/p>\n<p>So finden D\u00fcsseldorfer Mieterinnen und Mieter seit dem 30. Juli nun das Online-Tool <a href=\"https:\/\/www.mieterverein-duesseldorf.de\/mieterservice\/tool-mietwucher\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u201eMietwucher melden!\u201c<\/a> auf der Internetseite des Mietervereins. Dieses richtet sich ausdr\u00fccklich nicht nur an Mitglieder des Vereins, sondern an alle Interessierten und Betroffenen im Gro\u00dfraum der Landeshauptstadt. \u201eDas Tool stellt den Nutzern Fragen rund um ihre Mietsituation und wertet diese dann anhand der Mietpreisspiegel der Jahre 2019, 2021 und 2024 aus\u201c, erkl\u00e4rt Claus Nesemann bei einer Pr\u00e4sentation des neuen Werkzeugs. Zus\u00e4tzlich sind auch 20 Gutachten zum D\u00fcsseldorfer Wohnungsmarkt Teil der Datengrundlage.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/409638363_1753891132_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full object-cover relative z-10 aspect-[16\/9] \" alt=\"Screenshot des neuen Online-Tools \" mietwucher=\"\" melden=\"\" des=\"\" d=\"\" mietervereins.=\"\" title=\"Screenshot des neuen Online-Tools \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      Screenshot des neuen Online-Tools &#8222;Mietwucher melden!&#8220; des D\u00fcsseldorfer Mietervereins.<br \/>\n      \u00a9 NRZ | Lucas Gangluff\n    <\/p>\n<p>Generell funktioniert das Werkzeug fast wie ein automatisierter Chat. Nacheinander werden Fragen gestellt. Je nach Antwort stellt das Programm mehrere Nachfragen, etwa zum Stadtviertel, in dem man wohnt oder zum Zeitraum der zuletzt erfolgten Mieterh\u00f6hung. Zum Schluss erh\u00e4lt man eine detaillierte Aufschl\u00fcsslung, ob und inwieweit die eigene Miete vom ortstypischen Vergleichswert abweicht. Dazu gibt es an, inwiefern eine Mietpreis\u00fcberh\u00f6hung \u2013 eine Ordnungswidrigkeit \u2013 oder gar <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article409443965\/entmietung-in-golzheim-jeder-macht-hier-einfach-was-er-will.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1751817600\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mietwucher<\/a> vorliegt \u2013 was eine Straftat w\u00e4re.<\/p>\n<p>Zugegeben: Ganz neu ist das Tool dabei nicht. An den Start ging es im M\u00e4rz 2024. Bisher war es jedoch ein reines Informations- und Vergleichs-Tool. Doch nun es gibt einige kleinere und eine zentrale Neuerung. So ist es nun etwa um einige Fragen rund um Wohngemeinschaften reicher. Die wichtigste Neuerung ist jedoch, dass Verdachtsf\u00e4lle von Mietwucher und \u00fcberh\u00f6hten Preisen direkt an die Stadt gemeldet werden k\u00f6nnen. \u201eDann muss die Stadt in der Sache zumindest ermitteln\u201c, so Nesemann. <\/p>\n<p><strong>Lesen Sie auch diese Nachrichten aus D\u00fcsseldorf<\/strong><\/p>\n<p>  Druck auf Stadt: Verein will Verwaltung durch Anzeigen zum Handeln bewegen  <\/p>\n<p>Das ist zumindest die Hoffnung des D\u00fcsseldorfer Mietervereins. \u201eDie Verdachtsf\u00e4lle im Tool landen auf Wunsch direkt als Anzeige bei der <a href=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/article407540340\/duesseldorfer-wie-airbnb-und-co-den-wohnungsmarkt-verschaerfen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.nrz.de\/lokales\/duesseldorf\/\" data-paid-status=\"default\" data-article-publish-date=\"1729861200\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00fcsseldorfer Wohnungsaufsicht<\/a>\u201c, erkl\u00e4rt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Mietervereins. Diese st\u00e4nde dann in der Pflicht zu ermitteln. Wie gr\u00fcndlich dies dann geschehe, das m\u00fcsse sich zeigen. \u201eWir hoffen aber nat\u00fcrlich, dass viele Anzeigen daf\u00fcr sorgen, dass da Bewegung reinkommt\u201c, so Nesemann weiter. Man habe die Verantwortlichen zur Sicherheit schon mal vorgewarnt, dass da bald wohl einige Mails kommen sollten.<\/p>\n<p>        Weitere Hilfen f\u00fcr Mieter<\/p>\n<p>Auf der Internetseite des Mietervereins D\u00fcsseldorf k\u00f6nnen Betroffene nicht nur Gespr\u00e4che mit Experten vereinbaren und Mietglieder des Vereins werden. Sie haben neben dem Tool zum Mietwucher auch weitere Werkzeuge zu Verf\u00fcgung. Diese behandeln etwa Verst\u00f6\u00dfe gegen die Mietpreisbremse, die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit von Mieterh\u00f6hungen, sowie Gr\u00fcnde zur Mietminderungen und einen Energie-Check. Weiter Infos gibt es unter <a href=\"https:\/\/www.mieterverein-duesseldorf.de\/mieterservice\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">mieterverein-duesseldorf.de\/mieterservice<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf. Ein neues Online-Werkzeug soll Mietern in D\u00fcsseldorf schnell zeigen, ob sie zu viel bezahlen. 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