{"id":306549,"date":"2025-07-30T21:17:14","date_gmt":"2025-07-30T21:17:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306549\/"},"modified":"2025-07-30T21:17:14","modified_gmt":"2025-07-30T21:17:14","slug":"hafenwirtschaft-jeroen-eijsink-wird-neuer-chef-der-hhla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/306549\/","title":{"rendered":"Hafenwirtschaft: Jeroen Eijsink wird neuer Chef der HHLA"},"content":{"rendered":"<p>Der Niederl\u00e4nder \u00fcbernimmt den Vorstandsvorsitz zum 1. Oktober von Angela Titzrath, die das Unternehmen vorzeitig verl\u00e4sst. Eijsink bringt intensive Erfahrung aus der Logistikbranche mit.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der Niederl\u00e4nder Jeroen Eijsink, 52, wird zum 1. Oktober neuer Vorstandsvorsitzender des Hamburger Hafenlogistik-Konzerns HHLA. Das teilt die HHLA am Mittwochabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrates mit. Eijsink folgt auf Angela Titzrath, 59, die das Unternehmen nach rund achteinhalb Jahren als Vorstandsvorsitzende vorzeitig verl\u00e4sst. Ihr Vertrag lief urspr\u00fcnglich bis Anfang 2029. Eijsink wird vom Aufsichtsrat f\u00fcr zun\u00e4chst drei Jahre bestellt.<\/p>\n<p>Der Aufsichtsrat der HHLA pr\u00e4sentierte damit, wie angek\u00fcndigt, recht schnell einen Nachfolger f\u00fcr Titzrath. Die Suche danach hatte bereits begonnen, bevor die HHLA-Spitze vor etwa einem Monat Titzraths vorzeitigen R\u00fcckzug bekanntgab. Grund f\u00fcr Titzraths Demission sind Differenzen mit den beiden Haupteignern der HHLA, der Stadt Hamburg und dem Maritimkonzern MSC. Die Managerin hatte die HHLA in den vergangenen Jahren erheblich internationaler aufgestellt und die Digitalisierung und Automatisierung der Anlagen vorangetrieben, vor allem auch des gr\u00f6\u00dften Hamburger Containerterminals Burchardkai. <\/p>\n<p>Mit dem Erwerb von bis zu 49,9 Prozent der Anteile an der Hafenlogistik-Sparte der HHLA durch die weltgr\u00f6\u00dfte Reederei MSC verschieben sich die Gewichte bei dem Hamburger Traditionsunternehmen nun deutlich. Haupteigner bleibt mit 50,1 Prozent allerdings die Stadt Hamburg. Erwartet wird f\u00fcr die kommenden Monate das Herauskaufen der noch verbliebenen Eigner im Streubesitz der HHLA, ein sogenannter Squeeze-out. In Verbindung damit soll die seit 2007 bestehende B\u00f6rsennotierung der HHLA beendet werden, hei\u00dft es aus Unternehmenskreisen.<\/p>\n<p>Eijsink verf\u00fcgt laut HHLA-Mitteilung \u201e\u00fcber mehr als 25 Jahre internationale Erfahrung in der Logistik- und Transportbranche\u201c. Unter anderem arbeitet er bei Siemens, bei der Deutschen Post DHL und bei C.H. Robinson, einem global agierenden Anbieter f\u00fcr Speditionsdienstleistungen. Im August 2023 wurde er Chef  der Girteka Group, eines f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Stra\u00dfentransportunternehmens.<\/p>\n<p>\u201eMit Jeroen Eijsink gewinnt die HHLA eine international erfahrene F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit mit einem tiefen Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Herausforderungen und Chancen globaler Logistik\u201c, sagte R\u00fcdiger Grube, Vorsitzender des HHLA-Aufsichtsrates. \u201eSeine ausgewiesene Erfolgsbilanz in der F\u00fchrung und Transformation komplexer Organisationen sowie sein klarer Blick f\u00fcr Effizienz und Innovation werden die HHLA in einer entscheidenden Phase der Weiterentwicklung st\u00e4rken. Wir sind \u00fcberzeugt, dass Jeroen Eijsink die richtigen Impulse setzen wird, um die HHLA weiterhin erfolgreich, zukunftsfest und wettbewerbsstark aufzustellen.\u201c Der fr\u00fchere Bahnchef Grube will den Vorsitz des Aufsichtsrates im Laufe des Jahres abgeben, die Bestellung des neuen Vorstandsvorsitzenden war seine letzte wichtige Amtshandlung. <\/p>\n<p>Eijsink sagte zu seiner Ernennung: \u201eIch freue mich darauf, meine bisherigen Erfahrungen in meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender bei der HHLA einzubringen und das Unternehmen in dem dynamischen Umfeld, in dem wir t\u00e4tig sind, weiter voranzubringen. Gemeinsam werden wir die Chancen der Transformation nutzen und die Position der HHLA als Schl\u00fcsselakteur in der europ\u00e4ischen Logistik im Sinne unserer Kunden weiter ausbauen.\u201c<\/p>\n<p>Die HHLA steht mit ihren drei Containerterminals f\u00fcr etwa drei Viertel des Containerumschlags in Hamburg. Das Unternehmen betreibt zudem den Mehrzweckterminal O\u2018Swaldkai und ist am Kohle- und Erzterminal Hansa Port des Salzgitter-Konzerns beteiligt. Wesentliche Teile der Immobilien in der Speicherstadt und am Fischmarkt Altona geh\u00f6ren ebenfalls zur HHLA. International agiert das Unternehmen mit seinem G\u00fcterbahn-Tochterunternehmen Metrans sowie mit Terminals in Triest, in Odessa und im estnischen Muuga bei Tallinn. Die HHLA besch\u00e4ftigt etwa 6900 Menschen, davon rund die H\u00e4lfte in Hamburg.<\/p>\n<p><b>Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland. Die maritime Wirtschaft z\u00e4hlt zu seinen Schwerpunktthemen.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Niederl\u00e4nder \u00fcbernimmt den Vorstandsvorsitz zum 1. Oktober von Angela Titzrath, die das Unternehmen vorzeitig verl\u00e4sst. 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