{"id":307019,"date":"2025-07-31T01:37:09","date_gmt":"2025-07-31T01:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307019\/"},"modified":"2025-07-31T01:37:09","modified_gmt":"2025-07-31T01:37:09","slug":"grosse-versuchung-fed-chef-powell-warnt-vor-wahlbeeinflussung-durch-zinspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307019\/","title":{"rendered":"&#8222;Gro\u00dfe Versuchung&#8220;: Fed-Chef Powell warnt vor Wahlbeeinflussung durch Zinspolitik"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;Gro\u00dfe Versuchung&#8220;<br \/>\n                Fed-Chef Powell warnt vor Wahlbeeinflussung durch Zinspolitik<\/p>\n<p>\t\t\t\t              31.07.2025, 01:31 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Die US-Notenbank l\u00e4sst weiterhin die Finger vom Leitzins. Fed-Chef Powell sieht daf\u00fcr aktuell &#8222;viele Unsicherheiten&#8220; durch die Zollpolitik Washingtons. Doch erstmals seit Jahrzehnten zeigen sich Abweichler im entscheidenden Gremium der Institution. <\/strong><\/p>\n<p>Angesichts der Forderungen von US-Pr\u00e4sident Donald Trump nach einer Leitzinssenkung hat Notenbankchef Jerome Powell vor politischer Einflussnahme auf die Fed gewarnt. &#8222;Es w\u00e4re nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe Versuchung, die Zinss\u00e4tze zu nutzen, um Wahlen zu beeinflussen&#8220;, sagte Powell, ohne Trump namentlich zu nennen. &#8222;Politische Faktoren&#8220; d\u00fcrften aber keine Rolle f\u00fcr die Fed spielen. Er verteidigte zugleich die Entscheidung, den Leitzins nicht zu senken.<\/p>\n<p>Die Zentralbank Federal Reserve hatte nach zweit\u00e4gigen Beratungen entschieden, den Zinssatz das f\u00fcnfte Mal in Folge in der Spanne zwischen 4,25 und 4,5 Prozent zu belassen. Trump hatte dagegen einen Schnitt um drei Prozentpunkte verlangt und dies mit g\u00fcnstigeren Immobilienkrediten begr\u00fcndet. Er stellte damit erneut die Unabh\u00e4ngigkeit der Notenbank infrage.<\/p>\n<p>Powell begr\u00fcndete die Zur\u00fcckhaltung der Fed mit den &#8222;vielen Unsicherheiten&#8220; durch Trumps Zollpolitik. So sei etwa die Inflation immer noch \u00fcber der angestrebten Marke von zwei Prozent. Der Fed-Chef deutete zudem an, dass auch bei der n\u00e4chsten Fed-Sitzung Mitte September nicht unbedingt mit einem Zinsschnitt zu rechnen sei.<\/p>\n<p>Auf Anordnung Trumps treten an diesem Freitag h\u00f6here US-Z\u00f6lle f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union, Japan und andere Staaten in Kraft. Bei den von Trump verk\u00fcndeten &#8222;Deals&#8220;, etwa mit der EU, sind allerdings viele Details ungekl\u00e4rt. China und andere L\u00e4nder verhandeln zudem noch mit Washington.<\/p>\n<p>Trump-Nominierungen wollen Zinssenkung<\/p>\n<p>Der zw\u00f6lfk\u00f6pfige Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed hatte seit Dienstag unter Powells Leitung \u00fcber den Leitzins beraten. Erstmals seit Jahrzehnten gab es zwei Abweichler bei dem Leitzins-Votum. Die von Trump ernannten Mitglieder des Gouverneursrats, Michelle Bowman und Christopher Waller, stimmten f\u00fcr eine Absenkung des Zinsniveaus um 0,25 Prozentpunkte.<\/p>\n<\/p>\n<p>Waller gilt als ein m\u00f6glicher Nachfolger Powells, dessen Amtszeit im Mai des kommenden Jahres ausl\u00e4uft. Auch US-Finanzminister Scott Bessent und andere Gefolgsleute Trumps sind im Gespr\u00e4ch. Nach Angaben des &#8222;Wall Street Journal&#8220; war es das erste Mal seit 1993, dass sich mehr als ein f\u00fchrendes Fed-Mitglied gegen das Mehrheitsvotum aussprach.<\/p>\n<p>Trump \u00fcberzieht Powell seit Monaten mit Schm\u00e4hungen. Er nannte ihn einen &#8222;Trottel&#8220;, &#8222;Schwachkopf&#8220; und &#8222;Loser&#8220;. Mehrfach drohte der Rechtsau\u00dfenpolitiker Powell zudem mit Entlassung. Die Finanzm\u00e4rkte reagierten zwischenzeitlich mit einer Achterbahnfahrt.<\/p>\n<p>USA verzeichnen Wirtschaftswachstum<\/p>\n<p>Vor der Fed-Entscheidung hatte die US-Regierung neue Wachstumszahlen bekannt gegeben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg demnach im zweiten Quartal um 3,0 Prozent auf das Jahr hochgerechnet. Trump forderte daraufhin in seinem Onlinedienst Truth Social erneut einen Zinsschnitt von der Fed. &#8222;Lasst die Leute kaufen und ihre H\u00e4user refinanzieren&#8220;, schrieb er. Niedrigere Leitzinsen w\u00fcrden der US-Regierung zudem eine g\u00fcnstigere Tilgung der hohen Staatsschulden erlauben.<\/p>\n<p>Der zuletzt stark gesunkene Dollarkurs legte nach Powells \u00c4u\u00dferungen zu. Er stieg um gut 1,1 Prozent, zwischenzeitlich wurden 1,1421 Dollar f\u00fcr einen Euro bezahlt.<\/p>\n<p>An der Wall Street gaben viele Aktienkurse dagegen nach. Der Dow-Jones-Index schloss um 0,4 Prozent im Minus bei 44,461.28 Punkten. Powell habe zur\u00fcckhaltender geklungen als es viele B\u00f6rsenh\u00e4ndler erwartet hatten, sagte ein Analyst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Gro\u00dfe Versuchung&#8220; Fed-Chef Powell warnt vor Wahlbeeinflussung durch Zinspolitik 31.07.2025, 01:31 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":307020,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,106,11397,30,19654,171,174,173,172,64,6799,55,32499,26022],"class_list":{"0":"post-307019","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-donald-trump","13":"tag-fed","14":"tag-germany","15":"tag-jerome-powell","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte","20":"tag-usa","21":"tag-wahlkampf","22":"tag-wirtschaft","23":"tag-zinsentscheidungen","24":"tag-zinspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114945290779912641","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307019"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307019\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/307020"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}