{"id":307205,"date":"2025-07-31T03:21:34","date_gmt":"2025-07-31T03:21:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307205\/"},"modified":"2025-07-31T03:21:34","modified_gmt":"2025-07-31T03:21:34","slug":"wetterbilanz-des-dwd-der-juli-fiel-buchstaeblich-ins-wasser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307205\/","title":{"rendered":"Wetterbilanz des DWD: Der Juli fiel buchst\u00e4blich ins Wasser"},"content":{"rendered":"<p>Offenbach (dpa) &#8211; Der Juli in Deutschland war deutlich zu nass und etwas zu warm. Zudem schien weniger Sonne als im M\u00e4rz. \u00abNachdem die heftige Hitzewelle zu Beginn des Monats durch teilweise unwetterartige Gewitter beendet wurde, stellte sich in der Folge sehr unbest\u00e4ndiges und zu Schauern und teilweise unwetterartigen Gewittern neigendes Wetter ein\u00bb, erkl\u00e4rte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Bilanz. \u00abDaran \u00e4nderte sich bis Monatsende auch nicht mehr viel.\u00bb<\/p>\n<p>Gleich zum Monatsbeginn wurde am 2. Juli in Andernach in Rheinland-Pfalz mit 39,3 Grad die bisherige H\u00f6chsttemperatur des Jahres gemessen. Doch dann folgte ein j\u00e4her Temperaturabsturz. Besonders kalt war es laut DWD am 10. Juli in Me\u00dfstetten (Baden-W\u00fcrttemberg) mit 3,5 Grad.\u00a0<\/p>\n<p>In der Folge habe es zwar schwerpunktm\u00e4\u00dfig in der S\u00fcdh\u00e4lfte vermehrt Sommertage gegeben, aber keine Hitzewelle. \u00abGanz im Gegenteil, zum Monatsende hin sorgte eine nordwestliche Anstr\u00f6mung f\u00fcr wenig sommerliche Gef\u00fchle im Land, sodass eher die leichte Jacke als die Badehose zur Auswahl stand\u00bb, so die Meteorologen. Das Temperaturmittel betrug 18,4 Grad &#8211; 1,5 Grad mehr als das Juli-Mittel der Referenzperiode 1961 bis 1990.<\/p>\n<p>Regen, Regen, Regen &#8211; und weniger Sonne<\/p>\n<p>Am Monatsende z\u00e4hlten die Meteorologen nur 189 Sonnenstunden, da gab es sogar im M\u00e4rz mehr mit 199 Stunden. Zum Vergleich: In der Periode 1961 bis 1990 betr\u00e4gt das Juli-Mittel 211 Stunden, in der j\u00fcngeren Referenzperiode 1991 bis 2020 sind es ganze 226 Stunden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDer Ferienmonat fiel buchst\u00e4blich ins Wasser\u00bb, hie\u00df es vom DWD. Konkret fielen im Schnitt 114 Liter pro Quadratmeter. \u00abDas war seit Januar der erste Monat, in dem fl\u00e4chendeckend mehr Niederschlag fiel, als in der jeweiligen Vergleichsperiode.\u00bb Gegen\u00fcber der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78 Liter pro Quadratmeter) habe es einen \u00dcberschuss von 47 Prozent gegeben. Auch im Vergleich mit der aktuelleren und feuchteren Referenzperiode 1991 bis 2020 sei das Soll um mehr als 30 Prozent \u00fcberschritten worden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abVor allem im Nordosten und in Teilen Bayerns hatten wir viel Niederschlag und Starkregen\u00bb, erkl\u00e4rt Meteorologe Andreas Walter. Dort fielen verbreitet 100 bis 150, \u00f6rtlich sogar um 200 Liter pro Quadratmeter. Am Alpenrand habe es dann im Laufe der dritten Dekade viel Regen gegeben. Die h\u00f6chste Niederschlagssumme an einem Tag fiel laut den Angaben am 28. Juli mit 99 Litern pro Quadratmeter im bayerischen Aschau-Stein. \u00abAm Alpenrand landeten \u00fcber den ganzen Monat hinweg 300 bis 400 und lokal \u00fcber 450 Liter pro Quadratmeter in den Messt\u00f6pfen\u00bb, hei\u00dft es beim DWD.<\/p>\n<p>Kann das nasse Wetter mit der Erderw\u00e4rmung zu tun haben?\u00a0<\/p>\n<p>Aus einzelnen Monaten Ableitungen zu ziehen, sei schwierig, erkl\u00e4rt Fred Hattermann vom Potsdam-Institut f\u00fcr Klimafolgenforschung bereits vor Bekanntgabe der konkreten Zahlen. \u00abGenerell kann man aber sagen, dass nicht nur l\u00e4ngere Trockenheitsphasen, sondern auch mehr Starkregen Folgen des Klimawandels sind.\u00bb<\/p>\n<p>Warum das so ist? Durch die Erderw\u00e4rmung und vor allem die w\u00e4rmeren Meeresoberfl\u00e4chen steigt die Verdunstung von Wasser und die Atmosph\u00e4re nimmt mehr Feuchtigkeit auf, so der Experte. \u00abZugleich kann die w\u00e4rmere Atmosph\u00e4re diese auch halten.\u00bb Wenn dann aber diese warme, wasserdampfreiche Luft zum Beispiel durch Aufstieg in Gewitterzellen oder an Gebirgen abk\u00fchle, komme es dann oft zu heftigen Regenf\u00e4llen und Starkregen.<\/p>\n<p>\u00abUnd das Zweite ist, dass wir l\u00e4nger anhaltende Wetterlagen beobachten, welche dann durch ihre Andauer zu einer D\u00fcrrephase oder ausgiebigen Niederschl\u00e4gen f\u00fchren k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rte Hattermann.<\/p>\n<p>Was sagen Hoteliers und Gastronomen?<\/p>\n<p>\u00abDie wirtschaftliche Situation der Hotels und Restaurants h\u00e4ngt stark von der Lage vor Ort und insbesondere vom Wetter ab\u00bb, sagte Ingrid Hartges, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Hotel- und Gastst\u00e4ttenverbands Dehoga. \u00abIn vielen Gegenden haben wechselhaftes Wetter, Starkregen und Unwetter deutliche Spuren hinterlassen.\u00bb Regenwetter treffe nicht nur die Au\u00dfengastronomie, auch Tagesausfl\u00fcge und kurzfristige Hotelbuchungen f\u00e4nden nicht statt.\u00a0<\/p>\n<p>W\u00fcrde ein Wetter-Hoch im August helfen? \u00abDie bisherigen Umsatzverluste lassen sich kaum noch aufholen\u00bb, sagte Hartges. Sonniges Wetter im August k\u00f6nne aber die Lage \u00abzumindest etwas entspannen\u00bb. \u00abGutes Wetter macht Lust auf Tagesausfl\u00fcge und spontane Hotelbuchungen\u00bb, so Hartges.<\/p>\n<p>Verspricht der August Besserung?<\/p>\n<p>\u00abIm Moment deutet nichts darauf hin. Da m\u00fcssten wir eine Umstellung der Wetterlage bekommen &#8211; mit einem stabilen Hochdruckgebiet, das ist derzeit nicht in Sicht\u00bb, sagte Meteorologe Walter. Aber die Lage k\u00f6nnte sich in den n\u00e4chsten zwei Wochen auch noch einmal \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Offenbach (dpa) &#8211; Der Juli in Deutschland war deutlich zu nass und etwas zu warm. 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