{"id":307333,"date":"2025-07-31T04:32:13","date_gmt":"2025-07-31T04:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307333\/"},"modified":"2025-07-31T04:32:13","modified_gmt":"2025-07-31T04:32:13","slug":"salzbachtalbruecke-wiesbaden-verkehr-nach-havarie-frei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307333\/","title":{"rendered":"Salzbachtalbr\u00fccke Wiesbaden: Verkehr nach Havarie frei"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Gut vier Jahre nach der Havarie und exakt 1365 Tage nach der Sprengung im November 2021 wird der Neubau der <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Salzbachtalbr\u00fccke\" data-rtr-id=\"5d1aefebf73baa6b7498792a20ab97c7f68cc050\" data-rtr-score=\"153.56333173188628\" data-rtr-etype=\"keyword\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/salzbachtalbruecke\" title=\"Salzbachtalbr\u00fccke\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Salzbachtalbr\u00fccke<\/a> (A 66) am Freitagabend f\u00fcr den Verkehr freigegeben. Die schlimmsten Leiden der Autofahrer durch die vor vier Jahren abrupt gesperrte Autobahnbr\u00fccke waren aber schon kurz vor Weihnachten 2023 beendet worden. Damals hatte der damalige Bundesverkehrsminister Volker Wissing (damals noch FDP) das s\u00fcdliche Bauwerk der aus zwei Teilen bestehenden Salzbachtalbr\u00fccke pers\u00f6nlich f\u00fcr den Verkehr freigegeben.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Seither stehen den t\u00e4glich bis zu 80.000 Verkehrsteilnehmern zwischen den A-66-Anschlussstellen Biebrich und Mainzer Stra\u00dfe in jeder Fahrtrichtung zumindest zwei verengte Fahrspuren zur Verf\u00fcgung. Das gen\u00fcgt f\u00fcr einen einigerma\u00dfen fl\u00fcs\u00adsigen Verkehr. Der Zwang zu einem zeitraubenden Umweg durch die Wiesbadener Innenstadt war damit entfallen.<\/p>\n<p>Lange Umwege durch Wiesbaden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Wer aus dem Rheingau gen Frankfurt pendelte, musste zweieinhalb Jahre mit mindestens 15 Minuten zus\u00e4tzlicher Fahrzeit durch innerst\u00e4dtische Staus rechnen. Geblieben sind der Landeshauptstadt als Folge der havarierten Au\u00adtobahnbr\u00fccke teils gravierende Stra\u00dfensch\u00e4den auf den meistgenutzten innerst\u00e4dtischen Umfahrungsrouten. \u00dcber de\u00adren Beseitigung, vor allem \u00fcber die er\u00adwartet hohen Kosten, verhandelt Wies\u00adbaden noch immer mit der Autobahn GmbH des Bundes. Noch ist eine Einigung nicht verk\u00fcndet worden. \u00dcber die H\u00f6he der Forderungen schweigt sich Verkehrsdezernent <a class=\"rtr-entity\" data-rtr-entity=\"Andreas Kowol\" data-rtr-id=\"857e25d42f368e4bfb851edaa39ed808d9deb3ec\" data-rtr-score=\"43.286339329120075\" data-rtr-etype=\"person\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/thema\/andreas-kowol\" title=\"Andreas Kowol\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andreas Kowol<\/a> (Die Gr\u00fcnen) bislang aus.<\/p>\n<p>Als das Br\u00fcckenlager kollabierte<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Verkehrsalbtraum f\u00fcr Wiesbaden hatte am Nachmittag des 18. Juni 2021 begonnen. Gegen 17 Uhr waren die Br\u00fcckenlager des s\u00fcdlichen Bauwerks kol\u00adlabiert. Betonteile st\u00fcrzten auf die Bundesstra\u00dfe unterhalb der Autobahnbr\u00fccke, als diese auf den Pfeiler absackte und ihn um einen Meter verschob. H\u00e4tte die 1963 er\u00f6ffnete Br\u00fccke noch einige Monate l\u00e4nger durchgehalten, dann h\u00e4tte der ohnehin geplante Abriss schon begonnen. Denn die 300 Meter lange Br\u00fccke galt seit vielen Jahren als marode und war f\u00fcr einen Neubau vorgesehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Noch gesperrt: die neue Br\u00fccke auf der A66 bei Wiesbaden\" height=\"2000\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/noch-gesperrt-die-neue-bruecke.jpg\" width=\"3000\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Noch gesperrt: die neue Br\u00fccke auf der A66 bei WiesbadenPeter J\u00fclich<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Autobahnbr\u00fccke war seinerzeit nicht f\u00fcr ein derart hohes Verkehrsaufkommen gebaut worden. Hinzu kam, dass die Ursachenermittlung nach der Havarie einen \u201eGeburtsfehler\u201c der alten Br\u00fccke offenbarte: Sie habe wegen des \u201einhomogenen\u201c Baugrunds und anf\u00e4lliger Lager konstruktive Schw\u00e4chen aufgewiesen, hie\u00df es im Abschlussbericht der Gut\u00adachter. Die gro\u00dfen Temperaturschwan\u00adkungen auf der zur Sonne ausgerichteten S\u00fcdbr\u00fccke sollen ihr an jenem hei\u00dfen Juni-Freitag vor vier Jahren den Rest gegeben haben. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Verkehr schon seit Wochen provi\u00adsorisch \u00fcber die drei Fahrspuren der Nordbr\u00fccke abgewickelt, die daf\u00fcr eigens verst\u00e4rkt worden war.<\/p>\n<p>Hauptbahnhof wurde Geisterbahnhof<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Nach der Havarie der Nachbarbr\u00fccke aber schien f\u00fcr ihre Weiternutzung das Risiko nicht mehr verantwortbar. Sie wurde unmittelbar gesperrt. Wiesbaden erlebte in den Tagen danach ein Verkehrschaos ohnegleichen. Nicht nur weil die Pendler sich neue Wege durch die Stadt suchten. F\u00fcr einige Monate waren auch die Bundesstra\u00dfe unter der Br\u00fccke und die Bahntrasse zum Hauptbahnhof unterbrochen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Wiesbaden fehlte damit eine wichtige s\u00fcdliche Einfallsroute, und der Wiesba\u00addener Hauptbahnhof wurde zum Geisterbahnhof. Ein Zustand, der rund f\u00fcnf Monate andauern sollte. Erst dann wurden die acht Pfeiler der beiden maroden Br\u00fcckenbauwerke mit 221 Kilogramm Semtex-Sprengstoff umgelegt. Das ergab gen\u00fcgend Schutt f\u00fcr 5000 Lastwagenfahrten, ehe mit dem Neubau \u2013 zun\u00e4chst der S\u00fcdbr\u00fccke \u2013 begonnen werden konnte. Sechs neue Pfeiler \u2013 je drei f\u00fcr jede Br\u00fccke \u2013 wurden bis in 46 Meter Tiefe ge\u00adtrieben. Rund 15.000 Kubikmeter Stahlbeton wurden verbaut.<\/p>\n<p>Kosten stiegen auf 225 Millionen Euro<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die zun\u00e4chst genannte Zeit bis zur Fertigstellung der neuen S\u00fcdbr\u00fccke lie\u00df sich aber so wenig halten wie der Kosten\u00adrahmen. Aus den zun\u00e4chst genannten 150 Millionen Euro wurden schlie\u00dflich 225 Millionen Euro. Die S\u00fcdbr\u00fccke hat bei einer L\u00e4nge von 314 Metern eine Spannweite von 85 Metern. Die jetzt fer\u00adtige Nordbr\u00fccke ist mit 324 Metern geringf\u00fcgig l\u00e4nger bei einer maximalen Spannweite von 90 Metern. Zun\u00e4chst war erwartet worden, dass sie schon Ende Juni und damit vor dem hessischen Ferienbeginn h\u00e4tte fertiggestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Dann wurde bekannt, dass M\u00e4ngel an der Abdichtung der Br\u00fcckenfahrbahnplatte entdeckt worden waren, die langfristig zu Sch\u00e4den durch eindringendes Wasser h\u00e4tten f\u00fchren k\u00f6nnen. Schon vor der Fertigstellung war damit die erste Reparatur f\u00e4llig. Die Autobahn GmbH hatte aber stets vage von \u201eSommer 2025\u201c als Termin f\u00fcr die Freigabe gesprochen und musste sich daher auch nicht \u00f6ffentlich korrigieren.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Anders als bei der S\u00fcdbr\u00fcckenfreigabe 2023 hat sich diesmal kein hochrangiger Vertreter der Bundesregierung ange\u00adk\u00fcndigt. Der neue Bundesverkehrsmi\u00adnister unterbricht die Sommerpause daf\u00fcr nicht. Stattdessen werden Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori und Oberb\u00fcrgermeister Gert-Uwe Mende (beide SPD) ihrer Erleichterung Ausdruck geben. Die Autobahngro\u00dfbaustelle im Westen der Rhein-Main-Region geh\u00f6rt endlich der Vergangenheit an. Verkehrsdezernent Kowol sieht die A 66 auch als \u201eStadtautobahn\u201c f\u00fcr Wiesbaden mit entsprechender Bedeutung f\u00fcr das innerst\u00e4dtische Verkehrsnetz.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-af81c750=\"\" data-v-439309db=\"\">Die Autobahn GmbH h\u00e4lt die A 66 f\u00fcr eine der zentralen Verkehrsadern im Rhein-Main-Gebiet, weil sie die Landeshauptstadt mit der Metropolregion Frankfurt verbindet. Mit jeweils drei Fahrspuren und einer Standspur sind die beiden Br\u00fcckenbauwerke auf den vorgesehenen sechsstreifigen Ausbau der A 66 zwischen Schiersteiner und Wiesbadener Kreuz vorbereitet. Bis dahin wird aber noch viel Zeit vergehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gut vier Jahre nach der Havarie und exakt 1365 Tage nach der Sprengung im November 2021 wird der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":306311,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,14,15,12,4544],"class_list":{"0":"post-307333","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114945978866365425","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307333","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307333"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307333\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/306311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307333"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307333"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307333"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}