{"id":307455,"date":"2025-07-31T05:42:12","date_gmt":"2025-07-31T05:42:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307455\/"},"modified":"2025-07-31T05:42:12","modified_gmt":"2025-07-31T05:42:12","slug":"e-autos-die-ueberraschende-trendwende-bei-privaten-e-autos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307455\/","title":{"rendered":"E-Autos: Die \u00fcberraschende Trendwende bei privaten E-Autos"},"content":{"rendered":"<p>Die Neuzulassungen f\u00fcr E-Autos steigen wieder. Viele dieser Fahrzeuge sind Dienstwagen. Ob der Umstieg zur E-Mobilit\u00e4t gelingt, entscheidet sich jedoch im privaten Automarkt. Hier gibt es eine Trendwende \u2013 was offenbar auch mit dem Verschwinden eines Vorurteils beim E-Auto zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Im ersten Halbjahr sind knapp 249.000 batterieelektrische Fahrzeuge neu auf die deutschen Stra\u00dfen gerollt. Das ist mehr als im bisherigen Rekordjahr 2023, als es f\u00fcr den Kauf noch Subventionen gab \u2013\u00a0und entspricht 17,7 Prozent aller Neuzulassungen. F\u00fcr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elektroautos\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/elektroautos\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">E-Auto<\/a>-Bef\u00fcrworter ist das eine erfreuliche Entwicklung. Auch wenn es deutlich l\u00e4nger dauert, als urspr\u00fcnglich erwartet, kommt das Segment wieder in Gang, was nicht zuletzt an fallenden Preisen liegt. Und dieser Trend kommt nach langer Zur\u00fcckhaltung auch wieder bei den privaten Nutzern an. Das zeigt eine Erhebung der Huk-Coburg, die WELT vorab vorliegt.<\/p>\n<p>\u201eDie Anzahl von E-Autos unter den Neuzulassungen sagt wenig \u00fcber die Verbreitung von E-Autos in Deutschland aus\u201c, erkl\u00e4rt Dr. J\u00f6rg Rheinl\u00e4nder, Vorstandsmitglied der Huk-Coburg. Der Gro\u00dfteil der Neuzulassungen sind Dienst-, Firmen- oder Flottenwagen. Fast 90 Prozent der 50 Millionen Autos in Deutschland sind Privatwagen, die vielfach gebraucht gekauft wurden. \u201eOb der Umstieg zur E-Mobilit\u00e4t in Deutschland gelingt, entscheidet sich daher im privaten Automarkt\u201c, mahnt Rheinl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Um die Marktdurchdringung dabei zu erfassen, schaut sich die Huk regelm\u00e4\u00dfig den Bestand der von ihr versicherten Fahrzeuge an. Sie ist der gr\u00f6\u00dfte deutsche Autoversicherer und kommt auf fast 25 Prozent Marktanteil \u2013 die Daten sind daher repr\u00e4sentativ.<\/p>\n<p>Und sie zeigen: Im zweiten Quartal gingen 5,5 Prozent aller Fahrzeugwechsler vom Verbrenner zum E-Auto \u00fcber. Das ist deutlich mehr als in den vergangenen Quartalen \u2013 und wurde bisher nur in den Jahren 2022 und 2023 \u00fcbertroffen. Zur Wahrheit geh\u00f6rt allerdings auch, dass damals die staatliche Umweltpr\u00e4mie f\u00fcr den Umstieg auf E-Auto und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/hybridautos\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/hybridautos\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hybridautos<\/a> auslief. Das absehbare Ende d\u00fcrfte zus\u00e4tzlich zum Weihnachtsgesch\u00e4ft die Quote in die H\u00f6he getrieben und die Auswertung damals verzerrt haben. <\/p>\n<p>\u201eEine Trendwende bei der Akzeptanz von Elektroautos in der privaten Bev\u00f6lkerung scheint sich anzudeuten\u201c, bewertet Rheinl\u00e4nder die Ergebnisse bewusst vorsichtig. \u201eAbzuwarten ist noch, ob die Ergebnisse der n\u00e4chsten Quartalsauswertungen das best\u00e4tigen. Aber es sieht danach aus.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts der schwierigen Lage in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Automobilindustrie<\/a> zwischen Z\u00f6llen, Stagnation und allgemeinen Absatzschwierigkeiten sind Prognosen schwierig. Zum Anstieg beigetragen haben d\u00fcrfte aber das deutlich breitere Angebot \u2013 sowohl an Marken als auch an Modellen. F\u00fcr quasi alle Gr\u00f6\u00dfen und Bed\u00fcrfnisse ist mittlerweile ein E-Auto mit schnellerer Ladetechnik im Angebot, die Zahl der \u00f6ffentlichen Lades\u00e4ulen hat sich seit Januar 2023 mehr als verdoppelt. Und nicht zuletzt die Preise sind drastisch gefallen: Der Abstand zum Verbrenner lag im Mai etwa bei nur noch 3655 Euro, wie eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256206876\/Preisschlacht-ums-Auto-Warum-E-Autos-immer-guenstiger-werden.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256206876\/Preisschlacht-ums-Auto-Warum-E-Autos-immer-guenstiger-werden.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auswertung des Center Automotive Research Bochum ergab<\/a>. <\/p>\n<p>Damit schwindet langsam ein Ph\u00e4nomen, das in den vergangenen Jahren die Debatten um einen E-Umstieg beherrscht hatte: die Reichweitenangst. Den Huk-Daten zufolge verabschiedeten sich Vielfahrer, die mehr als 12.000 Kilometer im Jahr fahren, prozentual am h\u00e4ufigsten vom Verbrenner \u2013\u00a0und bleiben dann dabei. \u201e80 Prozent derjenigen, die bislang schon ein E-Auto haben und mehr als 12.000 Kilometer im Jahr fahren, w\u00e4hlen beim Fahrzeugwechsel erneut ein reines E-Auto\u201c, sagt Rheinl\u00e4nder. \u201eIhre Erfahrungen auf l\u00e4ngeren Strecken mit Reichweite und Ladem\u00f6glichkeiten sind also offenbar nicht so schlecht.\u201c<\/p>\n<p>Trotz Trendwende bleiben E-Autos bislang ein Nischenprodukt. Im Bundesdurchschnitt sind 3,21 Prozent des Autobestandes bei der Huk bisher batterieelektrische Fahrzeuge. Spitzenreiter sind wenig \u00fcberraschend die Auto-L\u00e4nder Bayern und Niedersachsen, Schlusslichter hingegen sind die ostdeutschen Bundesl\u00e4nder Sachsen und Sachsen-Anhalt. <\/p>\n<p>Doch auch diese Zahlen d\u00fcrften wachsen. Zus\u00e4tzlich zur Auswertung der Versicherungsdaten f\u00fchrt die Huk bundesweit eine repr\u00e4sentative Online-Befragung zur Einstellung gegen\u00fcber Elektroautos durch. Mit 48 Prozent erkl\u00e4rte darin erstmals eine relative Mehrheit der \u00fcber 16-J\u00e4hrigen, dass sie E-Autos \u201egut\u201c oder \u201esehr gut\u201c finden \u2013 nur noch 45 Prozent sind hingegen keine Fans. Gerade bei Vielfahrern, die jedes Jahr mehr als 20.000 Kilometer zur\u00fccklegen, hat sich die Einstellung zum elektrischen Untersatz deutlich aufgehellt: Hier finden 54 Prozent E-Autos mittlerweile gut oder sehr gut \u2013 fast doppelt so viele wie noch vor einem Jahr.<\/p>\n<p><b>Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Neuzulassungen f\u00fcr E-Autos steigen wieder. Viele dieser Fahrzeuge sind Dienstwagen. 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