{"id":307553,"date":"2025-07-31T06:41:11","date_gmt":"2025-07-31T06:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307553\/"},"modified":"2025-07-31T06:41:11","modified_gmt":"2025-07-31T06:41:11","slug":"auch-in-frankfurt-ist-noch-einiges-zu-tun-bei-der-fahrradfoerderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307553\/","title":{"rendered":"\u201eAuch in Frankfurt ist noch einiges zu tun bei der Fahrradf\u00f6rderung\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt ist laut \u00bbADFC-Fahrradklima-Test\u00ab, an dem sich bundesweit \u00fcber 200 000 Radfahrende beteiligt haben, die \u201efahrradfreundlichste\u201c Stadt in Deutschland unter den St\u00e4dten mit mehr als 500 000 Einwohnern. Drei Fragen dazu an Prof. Martin Lanzendorf, Mobilit\u00e4tsforscher an der Goethe-Universit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"450\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/fahrradfoerdung-c-dirk-frank.jpg\" alt=\"Am stark frequentierten \u00dcbergang Hansaallee\/Holzhausenstra\u00dfe m\u00fcssen sich Autofahrer, Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger arrangieren. \u00a9 Dirk Frank\" class=\"wp-image-84974\" style=\"object-fit:cover\"  \/>Am stark frequentierten \u00dcbergang Hansaallee\/Holzhausenstra\u00dfe m\u00fcssen sich Autofahrer, Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger arrangieren. \u00a9 Dirk Frank<\/p>\n<p><strong>UniReport: Herr Lanzendorf, soll und kann man sich als Mobilit\u00e4tsforscher \u00fcber die Auszeichnung freuen? Sie sind selber passionierter Radfahrer, was gef\u00e4llt Ihnen pers\u00f6nlich beim Radeln in Frankfurt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Martin Lanzendorf:<\/strong> Sicher freue ich mich dar\u00fcber, in einer Stadt zu leben, die f\u00fcr ihre Mobilit\u00e4tspolitik ausgezeichnet wird. Aber es sind ja Schulnoten, die vergeben werden, und die Note 3,5 zeigt, dass auch in Frankfurt noch einiges zu tun ist bei der Fahrradf\u00f6rderung, wie eben auch in vielen anderen St\u00e4dten. Aber nat\u00fcrlich werden mit der Auszeichnung die Fortschritte der letzten Jahre seit circa 2019 belohnt und dar\u00fcber freue ich mich riesig. F\u00fcr mich ist die markanteste Ver\u00e4nderung die Farbe Rot auf dem Asphalt, wodurch an vielen Stellen Klarheit hergestellt wird, dass das Platz f\u00fcr Radfahrende ist. So werden die Ver\u00e4nderungen im Stra\u00dfenraum, die ver\u00e4nderte Raumaufteilung und mehr Fl\u00e4chengerechtigkeit auch deutlich kommuniziert.<\/p>\n<p><strong>Wo hapert es aber Ihrer Ansicht nach noch bei der Fahrrad-Mobilit\u00e4t in Frankfurt, was k\u00f6nnte kurz- und mittelfristig noch realisiert und verbessert werden? Der Anteil an Radfahrenden soll in den letzten Jahren kaum angestiegen sein.<\/strong><\/p>\n<p>Der Prozess zur Gestaltung von Fahrradfreundlichkeit dauert sicher noch weiter an. F\u00fcr mich ist der Systemgedanke sehr wichtig: Wenn ich also auf einer gesch\u00fctzten Fahrradspur unterwegs bin, dann komme ich darauf auch bis zu meinem Zielort hin und werde nicht pl\u00f6tzlich in gef\u00e4hrliche Situationen mit dem Autoverkehr geleitet. Letztlich geht es hier um mehr Sicherheit beim Fahrradfahren und wenn es f\u00fcr Kinder, \u00e4ltere Menschen und auch weniger ge\u00fcbte Radfahrende sicher ist, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, dann wird auch die Fahrradnutzung weiter ansteigen. Daf\u00fcr muss an vielen Stellen auch neuer Raum f\u00fcr sichere Fahrradwege geschaffen werden \u2013 und das bedeutet im Zweifel weniger Platz f\u00fcr parkende Pkw oder weniger breite Pkw-Spuren. Ein Thema, was ja gerne sehr kontrovers diskutiert wird.<\/p>\n<p><strong>Nicht alle Verkehrsteilnehmende k\u00f6nnen oder wollen sich mit dem Rad fortbewegen, zumindest nicht \u00fcber die ganze Strecke, die sie zur\u00fccklegen m\u00fcssen. Wie s\u00e4he ein guter Mobilit\u00e4ts-Mix aus, gerade in Frankfurt?<\/strong><\/p>\n<p>Es geht dabei ja nicht nur um Fahrradverkehr, sondern auch um Fu\u00df- und \u00f6ffentlichen Verkehr. Die neuesten Zahlen zeigen, dass von allen Wegen der Frankfurter*innen 2023 jeweils ein F\u00fcnftel mit dem Fahrrad, ein F\u00fcnftel mit Bus und Bahn, fast zwei F\u00fcnftel zu Fu\u00df und etwas mehr als ein F\u00fcnftel mit dem Pkw (23 %) zur\u00fcckgelegt wurden. Das finde ich insgesamt schon sehr erstaunlich, wie eindeutig der Pkw an Bedeutung verloren hat. Aber nat\u00fcrlich k\u00f6nnte sich das noch deutlich ver\u00e4ndern, wenn die Bedingungen f\u00fcr das Radfahren, Zufu\u00dfgehen oder auch f\u00fcr Bus und Bahn weiter verbessert werden. Vielleicht wird irgendwann nur noch jeder zehnte Weg der Frankfurter*innen mit dem Pkw zur\u00fcckgelegt werden. Dann werden wir uns noch mehr Gedanken dar\u00fcber machen m\u00fcssen, wie die Menschen autounabh\u00e4ngiger aus dem Umland nach Frankfurt kommen k\u00f6nnen, um hier zu arbeiten, sich zu versorgen oder soziale Kontakte zu pflegen.<\/p>\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#eeeeee\"><a href=\"https:\/\/fahrradklima-test.adfc.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mehr zum Fahrradklima-Test \u2192<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt ist laut \u00bbADFC-Fahrradklima-Test\u00ab, an dem sich bundesweit \u00fcber 200 000 Radfahrende beteiligt haben, die \u201efahrradfreundlichste\u201c Stadt in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":307554,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1829],"tags":[29,2050,2051,30,2052,2134,75260],"class_list":{"0":"post-307553","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankfurt-am-main","8":"tag-deutschland","9":"tag-frankfurt","10":"tag-frankfurt-am-main","11":"tag-germany","12":"tag-hessen","13":"tag-interview","14":"tag-unireport-4-25"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114946486210770495","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/307554"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}