{"id":307659,"date":"2025-07-31T07:42:10","date_gmt":"2025-07-31T07:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307659\/"},"modified":"2025-07-31T07:42:10","modified_gmt":"2025-07-31T07:42:10","slug":"care-11-jahre-nach-dem-voelkermord-an-den-ezidinnen-ueberlebende-koennen-immer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/307659\/","title":{"rendered":"CARE: 11 Jahre nach dem V\u00f6lkermord an den Ezid:innen \/ \u00dcberlebende k\u00f6nnen immer &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">31.07.2025 \u2013 09:20<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von CARE Deutschland e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/6745\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">CARE Deutschland e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Bonn\" title=\"News aus Bonn \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bonn<\/a> (ots)<\/p>\n<p>Elf Jahre nach dem Beginn des V\u00f6lkermordes an den Ezid:innen am 3. August 2014 k\u00e4mpfen die \u00dcberlebenden immer noch darum, ihr Leben wieder aufzubauen. CARE ist zutiefst besorgt \u00fcber die anhaltende Vertreibungssituation ezidischer Familien im Nordirak, von denen viele seit Jahren in Vertriebenencamps leben. Einst als vor\u00fcbergehender Zufluchtsort gedacht, ist daraus ein perspektivloser Dauerzustand geworden.<\/p>\n<p>&#8222;Elf Jahre nach dem V\u00f6lkermord sind die Wunden, die durch Gewalt, Vertreibung und Verlust verursacht wurden, noch immer nicht verheilt und schmerzen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Zehntausenden ezidischen Familien, die weiterhin unter h\u00f6chst prek\u00e4ren Bedingungen in den \u00fcberf\u00fcllten Vertriebenencamps leben. Viele Ezid:innen sind traumatisiert, haben keine Chance zur Schule zu gehen oder eine Arbeit zu finden. Diese anhaltende Perspektivlosigkeit treibt zahlreiche Menschen in die Verzweiflung&#8220;, sagt <b>Cynthia <\/b><b>Natenzi, CARE-L\u00e4nderdirektorin f\u00fcr den Irak<\/b><b>. <\/b>&#8222;In unserer psychosozialen Arbeit mit den Vertriebenen begegnen wir h\u00e4ufig schwerer Depression, sozialer Isolation und sogar Suizidgedanken &#8211; selbst bei Kindern. Dazu kommt die unsichere Zukunft: Die Menschen haben Angst, dass die Camps geschlossen werden. Auch dies belastet ihre psychische Gesundheit. Viele wissen nicht, wohin sie dann gehen sollen.&#8220;<\/p>\n<p>Mehr als eine Million Iraker:innen leben weiterhin als Binnenvertriebene &#8211; viele davon ezidische Familien im Nordirak. Diese hoffen seit Jahren auf eine R\u00fcckkehr in ihre Heimatregion Sindschar. Doch laut der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) sind dort immer noch 80 Prozent der \u00f6ffentlichen Infrastruktur und 70 Prozent der Wohnh\u00e4user zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt keine funktionierenden Schulen, keine Arbeitsm\u00f6glichkeiten, keine Gesundheitseinrichtungen. Bewaffnete Gruppen und die damit verbundene Gewalt stellen immer noch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, vor allem f\u00fcr Frauen&#8220;, erkl\u00e4rt <b>Karl-Otto Zentel, Generalsekret\u00e4r von CARE Deutschland.<\/b> &#8222;Die Landwirtschaft, einst die wichtigste Einkommensquelle in der Region, ist zusammengebrochen. D\u00fcrre und der Klimawandel machen eine Bewirtschaftung nahezu unm\u00f6glich. F\u00fcr viele gibt es schlichtweg keinen Weg zur\u00fcck.&#8220;<\/p>\n<p>Eine  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.care.de\/media\/websitedateien\/care-allgemeines\/publikationen\/studien-reports\/care-iraq-disrupted-lives.pdf\">CARE-Klimastudie<\/a> zum Irak zeigt, dass sich die Lebensbedingungen durch ver\u00e4nderte Wettermuster drastisch verschlechtert haben. Viele Landwirt:innen k\u00f6nnen deswegen nicht mehr von ihren Ernten leben und verlieren dadurch dauerhaft ihre Existenzgrundlage.<\/p>\n<p>&#8222;Internationale Gelder versiegen, w\u00e4hrend sich die Krise weiter versch\u00e4rft. Wir fordern die internationale Gemeinschaft dringend auf, ihr Engagement zu erneuern. Die ezidische Gemeinschaft braucht unsere anhaltende Unterst\u00fctzung, damit sie heilen und leben kann&#8220;, so Cynthia Natenzi.<\/p>\n<p>CARE fordert deshalb eine Erneuerung des Engagements im Irak: Damit die Menschen neue Perspektiven entwickeln k\u00f6nnen, sind eine verst\u00e4rkte internationale Unterst\u00fctzung sowie ein ganzheitlicher Ansatz notwendig, der auch die bestehenden Herausforderungen um zerst\u00f6rten Lebensraum und \u00f6konomische Sicherheit in den Blick nimmt.<\/p>\n<p>CARE arbeitet im Irak mit der von Ezid:innen gef\u00fchrten Organisation The Lotus Flower zusammen, um sichere R\u00e4ume, psychosoziale Unterst\u00fctzung und Schutzangebote f\u00fcr Vertriebene bereitzustellen. Im Fokus der Arbeit stehen dabei insbesondere Frauen und M\u00e4dchen. CARE wurde 1945 gegr\u00fcndet, um Armut und Hunger in Europa mit \u00fcber 100 Millionen CARE-Paketen zu lindern. Heute setzt sich CARE in \u00fcber 100 L\u00e4ndern mit \u00fcberwiegend einheimischen Kr\u00e4ften f\u00fcr die \u00dcberwindung von Not, Armut und Ausgrenzung ein.<\/p>\n<p>* CARE w\u00e4hlt die Schreibweise Ezid:innen, da &#8222;Jesid:innen&#8220; als Fremdbezeichnung gilt und deshalb teilweise als nicht authentisch empfunden wird.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">R\u00fcckfragen bitte an:<br \/>CARE Deutschland e.V.<br \/>Corinna Henrich<br \/>Telefon: +49 (0) 228 975 63 &#8211; 46<br \/>Mobil: +49 (0) 1511 11 48 475<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6745\/mailto: henrich@care.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> henrich@care.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: CARE Deutschland e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"31.07.2025 \u2013 09:20 CARE Deutschland e.V. 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