{"id":308235,"date":"2025-07-31T13:03:12","date_gmt":"2025-07-31T13:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308235\/"},"modified":"2025-07-31T13:03:12","modified_gmt":"2025-07-31T13:03:12","slug":"bald-drei-millionen-arbeitslose-in-deutschland-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308235\/","title":{"rendered":"Bald drei Millionen Arbeitslose in Deutschland &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t<strong><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDie Arbeitslosigkeit steigt im Juli saisonbedingt an. Die Grenze von drei Millionen d\u00fcrfte im August \u00fcberschritten werden.<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/strong><br \/>\n\t\t\t\u00a0<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/454437038-w-640.jpg\" title=\"F\u00fcnf vor Zw\u00f6lf? Die Zahl der Arbeitslo...mauer von drei Millionen durchbrechen.  | Foto: Marcus Brandt (dpa)\" alt=\"F\u00fcnf vor Zw\u00f6lf? Die Zahl der Arbeitslo...mauer von drei Millionen durchbrechen.  | Foto: Marcus Brandt (dpa)\" aria-labelledby=\"imgLabel1\" width=\"980\" height=\"653\" fetchpriority=\"high\" class=\"artImg artImg-as32\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tF\u00fcnf vor Zw\u00f6lf? Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird in wenigen Wochen die Schallmauer von drei Millionen durchbrechen.\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tFoto: Marcus\u00a0Brandt\u00a0(dpa)\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/p>\n<p>Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wird in wenigen Wochen die Schallmauer von drei Millionen durchbrechen. Nach 2,979 Millionen und einem saisonbedingt \u00fcblichen Anstieg im Juli halten Arbeitsmarktexperten dies f\u00fcr unausweichlich. Drei Millionen Arbeitslose gab es zuletzt im Februar 2015. Doch wo steuert der Arbeitsmarkt hin? Da gehen die Meinungen der Fachleute auseinander.<\/p>\n<p>Der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber vom Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sieht die &#8222;Chance f\u00fcr eine Trendwende&#8220;. Das \u00dcberschreiten der Drei-Millionen-Marke d\u00fcrfte nur eine kurze Episode des Sommers 2025 darstellen, so seine Einsch\u00e4tzung vor wenigen Tagen. Die Vorstandschefin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, Andrea Nahles, zeigte sich bei der Vorstellung der Juli-Statistik am Donnerstag nicht ganz so optimistisch. Sie geht von einer signifikanten Erholung erst im Herbst 2026 aus. Zwar sei &#8222;die Talsohle des Pessimismus&#8220; wohl durchschritten, sagte sie. Doch m\u00fcssten die konjunkturst\u00fctzenden Ma\u00dfnahmen der Bundesregierung zun\u00e4chst einmal Wirkung entfalten, ehe sie mit zeitlichem Nachlauf auf dem Arbeitsmarkt ankommen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Vergleich zum Vormonat um 65.000 auf 2,979 Millionen Menschen gestiegen. Das sind 171.000 mehr als im Juli 2024, teilte die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit in N\u00fcrnberg mit. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent. Allein bei jungen Leuten bis 25 Jahre war im Juli ein Anstieg um mehr als 28.000 zu verzeichnen. Das liegt vor allem daran, dass in diesem Monat viele Ausbildungsverh\u00e4ltnisse enden und nicht alle gleich eine Anschlussbesch\u00e4ftigung finden. Die Quote ist in den Stadtstaaten Bremen (11,8 Prozent) und Berlin (10,3) am h\u00f6chsten, in Bayern (4,0) und Baden-W\u00fcrttemberg am niedrigsten. F\u00fcr ihre Statistik zog die Bundesagentur Datenmaterial heran, das bis zum 14. Juli vorlag.<\/p>\n<p class=\"ngZwiti\">Die Drei-Millionen-Grenze wurde zuletzt 2015 \u00fcberschritten<\/p>\n<p>&#8222;Der Arbeitsmarkt steht weiter unter Druck. Der Sommer bringt keine Entspannung \u2013 daf\u00fcr braucht es jetzt gezielte Impulse f\u00fcr Investitionen und Besch\u00e4ftigung&#8220;, sagte Arbeitsministerin B\u00e4rbel Bas (SPD). Dass der Besch\u00e4ftigungszuwachs im Vergleich zum Vorjahr allein auf ausl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fte zur\u00fcckgeht, wertete sie als Zeichen gelingender Integration.<\/p>\n<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte ein Gegensteuern der Bundesregierung. &#8222;Fast drei Millionen Arbeitslose sind zu viel&#8220;, sagte Vorstandsmitglied Anja Piel. Arbeitsagenturen und Jobcenter d\u00fcrften nicht kaputtgespart werden. N\u00f6tig seien vielmehr durchfinanzierte Konzepte f\u00fcr Arbeitsmarktpolitik und Weiterbildung. Auch der Sozialverband Deutschland forderte, es d\u00fcrfe keine weiteren Einsparungen, etwa beim B\u00fcrgergeld geben, dies f\u00fchre nur zur Verunsicherung, sagte Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier.<\/p>\n<p class=\"ngZwiti\">Zahl der offenen Stellen sinkt weiter<\/p>\n<p>Nahles betonte jedoch, die Jobcenter seien gut finanziert. Ziel sei es, eine st\u00e4rkere Aktivierung von Arbeitslosen zu erreichen. Dies k\u00f6nne dann zu Einsparungen beim B\u00fcrgergeld f\u00fchren. Wenn die Investitionspakete Wirkung zeigten, k\u00f6nne es zu einer Belebung kommen. &#8222;Dann kann diese Logik im Zweifel aufgehen.&#8220;<\/p>\n<p>Arbeitgeberpr\u00e4sident Rainer Dulger verlangte eine Neuausrichtung am Arbeitsmarkt. &#8222;Fast drei Millionen Arbeitslose sind eine klare Botschaft: Wir brauchen einen Neustart in der Arbeitsmarktpolitik&#8220;, betonte er. Die Politik der Ampel-Regierung mit einigen Sch\u00f6nheitskorrekturen weiterzuf\u00fchren, reiche nicht aus. &#8222;Vermittlung muss ganz oben auf der Agenda der Arbeitsmarktpolitik stehen&#8220;, sagte Dulger. Die Arbeit der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit und die zentralen arbeitsmarktpolitischen Instrumente m\u00fcssten wieder konsequent auf dieses Ziel ausgerichtet werden.<\/p>\n<p>Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen gab die Bundesagentur mit 628.000 an. Das sind 75.000 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt erhielten im Juli 991.000 Menschen Arbeitslosengeld. 3,877 Millionen Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter waren berechtigt, B\u00fcrgergeld zu erhalten. Darin sind auch Menschen enthalten, die Arbeit haben, deren Verdienst aber nicht zum Lebensunterhalt ausreicht.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<strong>Schlagworte:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Rainer+Dulger\" title=\"Rainer Dulger\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rainer Dulger<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Andrea+Nahles\" title=\"Andrea Nahles\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Andrea Nahles<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/person\/Michaela+Engelmeier\" title=\"Michaela Engelmeier\" style=\"white-space: nowrap;\" itemscope=\"\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/Person\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Michaela Engelmeier<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Arbeitslosigkeit steigt im Juli saisonbedingt an. Die Grenze von drei Millionen d\u00fcrfte im August \u00fcberschritten werden. \u00a0&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":308236,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[88879,331,3924,332,3922,5403,620,3364,29,8699,30,13,1111,14,3923,15,3921,88880,12],"class_list":{"0":"post-308235","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-88879","9":"tag-aktuelle-nachrichten","10":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","11":"tag-aktuelle-news","12":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","13":"tag-arbeitslosen","14":"tag-arbeitsmarkt","15":"tag-de","16":"tag-deutschland","17":"tag-drei","18":"tag-germany","19":"tag-headlines","20":"tag-millionen","21":"tag-nachrichten","22":"tag-nachrichten-aus-deutschland","23":"tag-news","24":"tag-news-aus-deutschland","25":"tag-saisonbedingt","26":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114947988201080729","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308235","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=308235"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308235\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/308236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=308235"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=308235"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=308235"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}