{"id":308477,"date":"2025-07-31T15:11:13","date_gmt":"2025-07-31T15:11:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308477\/"},"modified":"2025-07-31T15:11:13","modified_gmt":"2025-07-31T15:11:13","slug":"fakes-und-falschinformationen-begleiten-tsunami","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308477\/","title":{"rendered":"Fakes und Falschinformationen begleiten Tsunami"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faktenfinder<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 31.07.2025 14:55 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Nach dem Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka im Pazifik kam es an mehreren K\u00fcsten zu gro\u00dfen Wellen. Doch nicht alle Bilder und Videos im Netz sind authentisch, es kursieren viele Fakes.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/carla-reveland-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Carla Reveland\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1753974672_207_carla-reveland-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/pascal-siggelkow-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Pascal Siggelkow, SWR\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1753974673_632_siggelkow-pascal-101.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKeine Naturkatastrophe ohne Falschbehauptungen im Netz: Auch das <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/erdbeben-russland-tsunami-100.html\" title=\"Nach Erdbeben: Tsunami trifft russische Halbinsel Kamtschatka\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schwere Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka<\/a> an der Pazifikk\u00fcste ist dabei keine Ausnahme. Mit einer gemessenen St\u00e4rke von 8,8 war das Beben laut der US-Erdbebenwarte USGS das weltweit st\u00e4rkste seit der Katastrophe von Fukushima im M\u00e4rz 2011. Das Zentrum des Bebens lag den Angaben zufolge in der offenen See, etwa 130 Kilometer vor der nur d\u00fcnn besiedelten K\u00fcste Kamtschatkas und relativ tief unter dem Meeresboden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/tsunami-erdbeben-pazifik-102.html\" title=\"Pazifik: Viele Tsunami-Warnungen aufgehoben - Erde bebt aber noch\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F\u00fcr mehrere L\u00e4nder gab es Tsunami-Warnungen<\/a>, Bilder und Videos von den Folgen wurden im Netz geteilt. Doch viele von ihnen sind in einem anderen Zusammenhang entstanden, andere sind mithilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI) erstellt worden. Dennoch wurden sie im Netz mit falschen Angaben zur aktuellen Situation geteilt.<\/p>\n<p>    Simulation der Tsunami-Welle schon alt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Video, das sehr oft im Zusammenhang mit dem Erdbeben vor Kamtschatka geteilt wurde, zeigt eine Simulation des Bebens auf einem Modell der Erde wann und nach wie vielen Stunden mit Tsunamiwellen zu rechnen ist. Doch dieses Video ist nicht aktuell, sondern stammt aus dem Jahr 2012. Es zeigt die Auswirkungen des Erdbebens und Tsunamis vor der japanischen K\u00fcste im M\u00e4rz 2011, infolgedessen mehr als 20.000 Menschen starben. \u00a0<\/p>\n<p>    Alte Aufnahmen aus Myanmar<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin weiteres Video zeigt die \u00dcberwachungskameraaufnahmen in einem kleinen Laden. Eine Frau sitzt hinter der Ladentheke und arbeitet am Computer, als pl\u00f6tzlich durch ein Erdbeben s\u00e4mtliches Mobiliar im Laden wackelt und in Richtung der Frau f\u00e4llt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch auch dieses Video ist nicht im Zusammenhang mit dem aktuellen Erdbeben entstanden. Wie eine Bilderr\u00fcckw\u00e4rtssuche zeigt, stammt das Video aus Myanmar, als sich dort Ende M\u00e4rz ein Erdbeben der St\u00e4rke 7,7 ereignete.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNoch ein weiteres Video stammt von einem fr\u00fcheren Erdbeben, wird jedoch mit den aktuellen Ereignissen in Verbindung gebracht. Zu sehen sind Menschen an einer K\u00fcste, die nach einem Erdbeben vor den Wellen fliehen. In einem Post hei\u00dft es dazu: &#8222;Eilmeldung: Ein Erdbeben der St\u00e4rke 8,7 ersch\u00fcttert Russland und l\u00f6st einen Tsunami aus. Be\u00e4ngstigende Bilder, wie in diesem Video zu sehen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Clip zeigt tats\u00e4chlich die Folgen eines Tsunamis, der sich 2017 in Gr\u00f6nland ereignete. Er zeigt jedoch nicht, wie behauptet, den sich j\u00fcngst ereignenden Tsunami. Die Aufnahmen wurden bereits im September 2017 hochgeladen, wobei es keine Angaben dazu gibt, wer der Urheber ist. Das Material scheint authentisch und nicht mit Hilfe von k\u00fcnstlicher Intelligenz erstellt worden zu sein.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Das Video zeigt die Folgen eines Tsunamis, der sich 2017 in Gr\u00f6nland ereignete und steht in keinem Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen.\n                    <\/p>\n<p>    Stra\u00dfe von Oprah Winfrey nicht gesperrt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch kursiert in den sozialen Netzwerken die Behauptung, US-Moderatorin Oprah Winfrey habe Anwohnern zum Zeitpunkt der Tsunami-Warnung den Zugang zu h\u00f6her gelegenen Gebieten \u00fcber ihre Privatstra\u00dfe verweigert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo hei\u00dft es in einem \u00fcber vier Millionen Mal angezeigtem Post auf X: Die Menschen auf Maui, Hawaii, w\u00fcrden versuchen, dem Tsunami zu entkommen und flehen Oprah an, die Privatstra\u00dfe auf ihrem Grundst\u00fcck zu \u00f6ffnen. &#8222;Berichten zufolge weigert sie sich immer noch. In einer Krise einen Fluchtweg zu blockieren ist unmenschlich.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        F\u00e4lschlicherweise wird in den sozialen Netzwerken behauptet, dass Oprah Winfreys Privatstra\u00dfe gesperrt sei und Anwohner somit an der Flucht in sicherere Gebiete gehindert w\u00fcrden.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist falsch. Winfrey besitzt tats\u00e4chlich ein Anwesen auf Maui, zu dem eine private Stra\u00dfe f\u00fchrt. Doch war diese Stra\u00dfe bereits f\u00fcr den Verkehr freigegeben, als die Behauptungen in den sozialen Netzwerken verbreitet wurden. Die Polizei von Maui stellte in einem Statement klar: &#8222;Oprahs Stra\u00dfe ist offen, um ins Upcountry zu gelangen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch ein Sprecher der Moderatorin wies die Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck. Man habe unmittelbar nach den Tsunami-Warnungen Kontakt zur Polizei und zur US-Katastrophenschutzbeh\u00f6rde FEMA aufgenommen, um sicherzustellen, dass die Stra\u00dfe ge\u00f6ffnet werde. &#8222;Alle anderslautenden Berichte sind falsch&#8220;, hei\u00dft es in einer Stellungnahme gegen\u00fcber dem US-Magazin Newsweek. Dennoch verbreiten sich Posts mit der Falschbehauptung weiterhin millionenfach im Netz.<\/p>\n<p>    Gestrandete Belugawale aus dem Kontext gerissen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Video, auf dem f\u00fcnf gestrandete Belugawale zu sehen sind, wird f\u00e4lschlicherweise in Verbindung mit dem Tsunami gebracht. Angeblich sollen die Wale an einen russischen Strand in Kamtschatka gesp\u00fclt worden sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDabei kursieren unterschiedliche Versionen der Behauptung. In einigen Posts wird behauptet, die Tiere seien durch die Flutwellen des Bebens an Land gesp\u00fclt worden, andere sprechen von &#8222;unheilvollen Zeichen&#8220; oder einer &#8222;Fr\u00fchwarnung&#8220; f\u00fcr das Erdbeben und den Tsunami.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Die Belugawale sind zwar am Strand von Kamtschatka in Russland gestrandet, jedoch bereits im August 2023.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Bilderr\u00fcckw\u00e4rtssuche zeigt: Tats\u00e4chlich stammen die Aufnahmen von der K\u00fcste Kamtschatkas in Russland. Sie wurden jedoch bereits am 14. August 2023 von der lokalen Nachrichtenagentur &#8222;Kamchatka-Inform&#8220; mit dem Titel &#8222;Einwohner von Kamtschatka retten Beluga-Wal-Familie vor dem Tod&#8220; ins Netz gestellt. Mehrere Medien berichteten \u00fcber das Ereignis.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Screenshots aus einem Bericht von TBS News DIG werden als Beleg f\u00fcr gestrandete Wale geteilt &#8211; diese sollen allerdings an einen japanischen Strand gesp\u00fclt worden sein. Ein Post dazu auf dem Kurznachrichtendienst X hat allein mehr als 6,4 Millionen Aufrufe verzeichnet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/en\/fact-check-tsunami-unleashes-fake-films-and-misinformation\/a-73466334\" title=\"Tsunami fakes and Oprah road rumor debunked\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Ein Faktencheck der Deutschen Welle <\/a>kommt zu dem Schluss, dass die Tiere bereits einen Tag vor dem Tsunami gesichtet wurden und ein direkter Zusammenhang daher unwahrscheinlich sei.<\/p>\n<p>    Video von Tsunami-Welle KI-generiert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin Video, das alleine auf TikTok mehr als drei Millionen Mal angesehen wurde, soll die Ausma\u00dfe des Tsunamis auf der russischen Halbinsel Kamtschatka zeigen. Es zeigt eine riesige Flutwelle, die auf einen Strand trifft. Im Anschluss ist ein Hochhaus zu sehen, das aufgrund des Erdbebens einst\u00fcrzt. Allerdings sind die Bilder nicht echt, sondern von einer KI generiert. Der Kanal, der das Video verbreitet, hat viele weitere KI-generierte Videos von vermeintlichen Naturkatastrophen hochgeladen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hinweis: Dieser Artikel ist im Rahmen einer Kooperation von ARD-faktenfinder und DW Fact check entstanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faktenfinder Stand: 31.07.2025 14:55 Uhr Nach dem Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka im Pazifik kam es an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":305900,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[22,29390,13,14,15,12,10,8,9,11,42837,103,104],"class_list":{"0":"post-308477","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-erdbeben","9":"tag-fakes","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-tsunami","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114948491974408327","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=308477"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308477\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/305900"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=308477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=308477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=308477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}