{"id":308532,"date":"2025-07-31T15:40:18","date_gmt":"2025-07-31T15:40:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308532\/"},"modified":"2025-07-31T15:40:18","modified_gmt":"2025-07-31T15:40:18","slug":"aufruestung-in-europa-europa-geht-in-sachen-verteidigung-auf-einkaufstour","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308532\/","title":{"rendered":"Aufr\u00fcstung in Europa: Europa geht in Sachen Verteidigung auf Einkaufstour"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t      \t\t            \t\t             \t\t\t\t   \t\t\t\t\t   <img decoding=\"async\" id=\"article-image\" fetchpriority=\"high\" alt=\"Aufr\u00fcstung in Europa: Europa geht in Sachen Verteidigung auf Einkaufstour\" title=\"Aufr\u00fcstung in Europa: Europa geht in Sachen Verteidigung auf Einkaufstour\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/media.media.9d740806-19f5-4f87-8d73-bbc64d901b77.16x9_700.jpg\" data-linkto=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/javascript:void(0);\"\/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\tDer Eurofighter ist ein R\u00fcstungsprojekt mehrerer europ\u00e4ischer Staaten.\u00a0Foto: Hauke-Christian Dittrich\/dpa\t\t\t<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union legt ein Kreditprogramm zur Beschaffung von Verteidigungsg\u00fctern auf. Das Interesse bei den Mitgliedsstaaten ist gro\u00df.<\/p>\n<p>Europa r\u00fcstet auf. 18 <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EU\" title=\"EU\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU<\/a>-L\u00e4nder haben inzwischen im Rahmen eines Kreditprogramms der Europ\u00e4ischen Union Geld f\u00fcr Investitionen in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Verteidigung\" title=\"Verteidigung\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verteidigung<\/a>, Infrastruktur und Cyberf\u00e4higkeiten beantragt. In diesen Tagen lief die erste Frist f\u00fcr diesen Teil des sogenannten Safe-Programms aus. Nach Angaben der EU-Kommission gingen bisher Anfragen \u00fcber mindestens 127 Milliarden Euro ein. Die EU-Kommission werde die Mittelbeschaffung auf den Kapitalm\u00e4rkten vorbereiten, teilte die Kommission mit. \u201eWir sind weiterhin entschlossen, die EU-L\u00e4nder bei ihren Bem\u00fchungen um die Verbesserung der europ\u00e4ischen Sicherheit zu unterst\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rte EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius. <\/p>\n<p>Die USA sind inzwischen ein Unsicherheitsfaktor <\/p>\n<p>Die verst\u00e4rkten R\u00fcstungsanstrengungen haben zwei Gr\u00fcnde: zum einen wird durch den \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine direkt der Frieden im Rest von Europa bedroht. Zum anderen sind die USA inzwischen zu einem Unsicherheitsfaktor in der Nato geworden. In den Hauptst\u00e4dten der EU ist die \u00dcberzeugung gereift, dass Europa so weit wie m\u00f6glich selbst f\u00fcr die eigene Sicherheit sorgen muss. <\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte F\u00f6rdersumme aus dem EU-Programm hat mit 45 Milliarden Euro bis zu diesem Zeitpunkt Polen beantragt. Auf der Nachrichtenplattform \u201eX\u201c schreibt Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz: \u201eWir wollen die Mittel aus diesem Programm zur St\u00e4rkung der Schl\u00fcsself\u00e4higkeiten der polnischen Streitkr\u00e4fte und unserer Sicherheitsprogramme verwenden, darunter auch das Programm \u201a\u00d6stlicher Schutzschild\u2018.\u201c Polen ist eines der L\u00e4nder, die nach dem \u00dcberfall Russlands auf die Ukraine die Ausgaben f\u00fcr die Verteidigung drastisch in die H\u00f6he geschraubt haben. Betrugen die Investitionen Warschaus im Jahr 2022 noch 2,7 Prozent des BIP, stiegen sie 2024 auf 4,2 Prozent und werden in diesem Jahr wahrscheinlich fast 5 Prozent erreichen. Das ist der h\u00f6chste Wert aller Nato-Staaten \u2013 weit vor den USA.<\/p>\n<p>Als Orientierung dient ein Wei\u00dfbuch <\/p>\n<p>Im Rahmen des Safe-Programmes sollen in den kommenden Jahren bis zu 800 Milliarden Euro f\u00fcr die europ\u00e4ische Verteidigung mobilisiert werden. Als Orientierung dient bei der Beschaffung ein sogenanntes Wei\u00dfbuch, das in diesem Fr\u00fchjahr vorgestellt wurde. Darin wird betont, dass vor allem die milit\u00e4rischen F\u00e4higkeitsl\u00fccken in sieben zentralen Bereichen geschlossen werden. Dazu z\u00e4hlen etwa Luftverteidigung und Raketenabwehr, aber auch Artilleriesysteme, Drohnen und milit\u00e4rische Transportkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Bisher ist der Verteidigungsbereich in Europa \u00fcberaus fragmentiert, weshalb in Br\u00fcssel darauf gedr\u00e4ngt wird, bei der Beschaffung der Milit\u00e4rg\u00fcter eng zusammenzuarbeiten. Mindestens 40 Prozent der \u201eVerbrauchsg\u00fcter\u201c wie Munition, Raketen und Drohnen sollen gemeinsam eingekauft werden, hei\u00dft es in dem Strategiepapier. Auch wird Ger\u00e4t aus europ\u00e4ischer Produktion deutlich bevorzugt. <\/p>\n<p>G\u00fcnstige Kredite f\u00fcr klamme L\u00e4nder <\/p>\n<p>Die im Safe-Programm vorgesehenen zinsg\u00fcnstigen Kredite sind vor allem f\u00fcr finanziell klamme L\u00e4nder wie Frankreich interessant. Insgesamt sollen auf diese Weise 150 Milliarden Euro zusammenkommen. Zwar ist die erste Bewerbungsfrist nun verstrichen, formal k\u00f6nnen aber noch bis zum 30. November 2025 Antr\u00e4ge eingereicht werden. EU-Kommissar Andrius Kubilius hat deshalb in Aussicht gestellt, dass der Betrag noch einmal erh\u00f6ht werden k\u00f6nnte. Deutschland hat bereits zugesagt, sich an den Safe-Beschaffungsprojekten zu beteiligen, diese aber aus dem eigenen Haushalt finanzieren zu wollen.<\/p>\n<p>Berlin hat in diesem Fall ganz andere finanzielle Spielr\u00e4ume als die meisten anderen EU-L\u00e4nder. Deutschlands Schuldenstand im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im ersten Quartal des Jahres bei 62,3 Prozent. Frankreichs Quote erreichte 114,1 Prozent und lag damit weit \u00fcber dem in den EU-Vorschriften festgelegten Wert von 60 Prozent. Angesichts dieser Ausgangslage forderte Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron von der EU-Kommission \u201einnovative\u201c Finanzierungsoptionen f\u00fcr die Verteidigung zu entwickeln. Im Klartext: Paris will gemeinsame Schulden f\u00fcr die Verteidigung aufnehmen. Das wird aber von Deutschland vehement abgelehnt. <\/p>\n<p>Die gemeinsame Beschaffung von R\u00fcstungsg\u00fctern im gro\u00dfen Stil ist auch f\u00fcr Verb\u00fcndete au\u00dferhalb der EU attraktiv. So zeigen etwa Kanada und Gro\u00dfbritannien gro\u00dfes Interesse, da sie damit ebenfalls die Kosten f\u00fcr ihre eigene Verteidigung senken k\u00f6nnten. In Br\u00fcssel wird bereits daran gearbeitet, wie ein bilateraler Vertrag aussehen k\u00f6nnte, Drittl\u00e4nder in das Safe-Programm beim Kauf von Luftverteidigung, Raketenabwehr oder auch Drohnen einzubinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Eurofighter ist ein R\u00fcstungsprojekt mehrerer europ\u00e4ischer Staaten.\u00a0Foto: Hauke-Christian Dittrich\/dpa Die Europ\u00e4ische Union legt ein Kreditprogramm zur Beschaffung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":308533,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,5694,42093,12,4961],"class_list":{"0":"post-308532","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-ruestung","19":"tag-safe","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-verteidigung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114948605654850660","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=308532"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308532\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/308533"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=308532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=308532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=308532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}