{"id":308540,"date":"2025-07-31T15:44:10","date_gmt":"2025-07-31T15:44:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308540\/"},"modified":"2025-07-31T15:44:10","modified_gmt":"2025-07-31T15:44:10","slug":"innovative-erdbeobachtung-mit-diegosat-fuer-klimaschutz-landwirtschaft-und-sicherheit-universitaet-bonn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/308540\/","title":{"rendered":"Innovative Erdbeobachtung mit \u201eDIEGOSat\u201c f\u00fcr Klimaschutz, Landwirtschaft und Sicherheit \u2014 Universit\u00e4t Bonn"},"content":{"rendered":"<p>Der Satellit \u201eDIEGOSat\u201c soll mit bis zu drei \u00dcberfl\u00fcgen t\u00e4glich \u00fcber Deutschland einen nahezu kontinuierlichen Datenfluss erm\u00f6glichen. Dies er\u00f6ffnet neue Chancen, etwa f\u00fcr eine pr\u00e4zise \u00dcberwachung von Vegetation, Trockenheit oder Wasserbedarf in der Landwirtschaft sowie eine fr\u00fchzeitige Erkennung und Analyse von Br\u00e4nden. Dar\u00fcber hinaus leistet das Projekt einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz, indem es Daten zur Minderung von D\u00fcrre- und Ernteausf\u00e4llen liefert, gezielte Anpassungsstrategien an den Klimawandel erm\u00f6glicht und L\u00fccken wichtiger Daten in der Erdbeobachtung schlie\u00dft. Die Anwendungen reichen von Umweltmonitoring \u00fcber Sicherheit und Katastrophenschutz bis hin zu Wettervorhersage, Pflanzenbew\u00e4sserung, Stadtplanung und Gesundheit.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr das breite Anwendungsspektrum sind die Erkennung und Kartierung von Waldbr\u00e4nden, D\u00fcrreperioden, Stress f\u00fcr Feldfr\u00fcchte und W\u00e4lder sowie W\u00e4rmeinseln in Gro\u00dfst\u00e4dten. \u201eIm Gegensatz zu anderen Erdbeobachtungssatelliten wird DIEGOSat nicht die Erdpole \u00fcberfliegen, sondern auf einer geneigt-\u00e4quatorialen, sonnen-asynchronen Umlaufbahn von West nach Ost fliegen\u201c, sagt Prof. Dr. Zbyn\u011bk Malenovsk\u00fd von der Forschungsgruppe Fernerkundung am Geographischen Institut der Universit\u00e4t Bonn. \u201eSolche Projekte zur Entwicklung von Satelliten werden nicht oft von deutschen Universit\u00e4ten durchgef\u00fchrt.\u201c Dies biete den Universit\u00e4ten in Bonn und Bochum die einmalige Gelegenheit, einen Beitrag zur weltraumgest\u00fctzten Erdbeobachtung zu leisten.<\/p>\n<p><strong>Bonner Simulationen helfen, den Satellitensensor zu optimieren<\/strong><\/p>\n<p>Die Forschungsgruppe f\u00fcr Fernerkundung an der Universit\u00e4t Bonn arbeitet an einem physikalisch basierten Modell namens \u201eDART\u201c (Discrete Anisotropic Radiative Transfer), das von Kollegen des CESBIO-Labors in Frankreich entwickelt und gepflegt wird. \u201eDa DART dazu dient, optische Satellitenbilder zu simulieren, werden wir seine F\u00e4higkeit zur Simulation der k\u00fcnftigen DIEGOSat-Bilddaten weiterentwickeln\u201c, sagt Malenovsk\u00fd. \u201eDiese virtuellen Computersimulationen werden uns dabei helfen, die technischen Spezifikationen des Satellitensensors f\u00fcr eine Vielzahl von Anwendungen zu optimieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Machbarkeitsstudie als wichtiger Meilenstein<\/strong><\/p>\n<p>Die nun begonnene Machbarkeitsstudie ist ein wichtiger erster Meilenstein, um das Gesamtvorhaben zu realisieren. Sie umfasst eine pr\u00e4zise Definition der Projektziele, des Kostenrahmens, der technischen Anforderungen und der geplanten Datenprodukte. Besonderes Augenmerk liegt auf einer engen Zusammenarbeit mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft, insbesondere in Nordrhein-Westfalen.\u00a0<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum f\u00fcr Luft- und Raumfahrt (DLR) sollen Anforderungen systematisch erfasst und priorisiert werden. Mit einer F\u00f6rdersumme von rund 300.000 Euro wird die Machbarkeitsstudie vollst\u00e4ndig \u00fcber das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium finanziert. Bei erfolgreichem Abschluss er\u00f6ffnet sich die M\u00f6glichkeit einer Bundesf\u00f6rderung f\u00fcr den Bau des Satelliten sowie die Errichtung eines Kontroll- und Auswertungszentrums in Nordrhein-Westfalen. Dies w\u00fcrde die Raumfahrt des Landes erheblich st\u00e4rken und dessen Position als nationaler und internationaler Standort f\u00fcr zivile Erdbeobachtung weiter festigen.<\/p>\n<p><strong>Innovationen aus NRW<\/strong><\/p>\n<p>Mona Neubaur, Ministerin f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen: \u201eOb Klimakrise, D\u00fcrresommer oder wachsende Anforderungen an unsere Landwirtschaft \u2013 wir brauchen pr\u00e4zise, aktuelle Daten, um gezielt und rechtzeitig reagieren zu k\u00f6nnen. Genau hier setzt DIEGOSat an: Der Satellit kann uns helfen, Umweltver\u00e4nderungen schneller zu erkennen, Risiken fr\u00fchzeitig zu benennen und damit Leben, Ernten und Infrastruktur besser zu sch\u00fctzen. Gleichzeitig st\u00e4rkt dieses Projekt die Forschung, schafft neue Chancen f\u00fcr unsere Hightech-Wirtschaft und zeigt, was m\u00f6glich ist, wenn Wissenschaft, Industrie und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen. NRW beweist mit DIEGOSat: Innovationen aus Nordrhein-Westfalen k\u00f6nnen weltweit Wirkung entfalten \u2013 zum Wohle von Mensch und Umwelt.\u201c\u00a0<\/p>\n<p><strong>Zur Pressemitteilung des MWIKE: <a data-linktype=\"external\" href=\"https:\/\/wirtschaft.nrw\/mit-hightech-gegen-duerre-braende-und-ernteausfaelle-land-unterstuetzt-innovatives\" target=\"_self\" title=\"\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/wirtschaft.nrw\/mit-hightech-gegen-duerre-braende-und-ernteausfaelle-land-unterstuetzt-innovatives<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Satellit \u201eDIEGOSat\u201c soll mit bis zu drei \u00dcberfl\u00fcgen t\u00e4glich \u00fcber Deutschland einen nahezu kontinuierlichen Datenfluss erm\u00f6glichen. Dies&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4215,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1842],"tags":[1741,3364,29,30,1209],"class_list":{"0":"post-308540","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bonn","8":"tag-bonn","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-nordrhein-westfalen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114948621185290974","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308540","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=308540"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/308540\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=308540"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=308540"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=308540"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}