{"id":309697,"date":"2025-08-01T02:34:25","date_gmt":"2025-08-01T02:34:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/309697\/"},"modified":"2025-08-01T02:34:25","modified_gmt":"2025-08-01T02:34:25","slug":"bundesregierung-bewertet-wolfspopulation-neu-abschuss-rueckt-naeher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/309697\/","title":{"rendered":"Bundesregierung bewertet Wolfspopulation neu &#8211; Abschuss r\u00fcckt n\u00e4her"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 31.07.2025 18:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>In Deutschland leben ungef\u00e4hr 1.600 W\u00f6lfe in gut 200 Rudeln. Im Nordwesten sind es so viele, dass die Bundesregierung einen &#8222;g\u00fcnstigen Erhaltungszustand&#8220; an die EU gemeldet hat. Als n\u00e4chstes will sie den Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Bundesregierung hat die Population von W\u00f6lfen in Deutschland zum Teil neu bewertet. In einigen Regionen gebe es erstmals einen &#8222;g\u00fcnstigen Erhaltungszustand&#8220; f\u00fcr die Tiere, teilten Landwirtschafts- und Umweltministerium mit. Das betreffe die Nordseek\u00fcste sowie Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Dieser Befund sei an die EU-Kommission \u00fcbermittelt worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Daten aus Deutschland zeigten, &#8222;dass der Wolf in einigen Teilen des Landes wieder verbreitet ist&#8220;, erkl\u00e4rte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Mit einer neuen Methodik solle k\u00fcnftig besser abgebildet werden, &#8222;wie es regional unterschiedlich um den Wolf bestellt ist&#8220;.<\/p>\n<p>    Von &#8222;ung\u00fcnstig&#8220; zu &#8222;g\u00fcnstig&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin &#8222;g\u00fcnstiger Erhaltungszustand&#8220; bedeutet laut der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH), dass es ausreichend Lebensraum und Nahrungsangebot gibt, die das \u00dcberleben der W\u00f6lfe langfristig sichern. Die Anzahl der W\u00f6lfe gilt dann au\u00dferdem als so gro\u00df, dass sie in Zukunft nicht wieder aussterben kann, zum Beispiel durch Krankheiten, Verkehrsunf\u00e4lle oder Wilderei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm letzten FFH-Bericht aus dem Jahr 2019 wurde der Zustand der Wolfpopulation noch als &#8222;ung\u00fcnstig&#8220; bewertet, weshalb das Raubtier unter Artenschutz steht und als Folge nicht gejagt werden darf. Doch weil die Tiere immer wieder auch Weidetiere wie Schafe rei\u00dfen, fordern vor allem Landwirte, die Jagd auf W\u00f6lfe zuzulassen. Das k\u00f6nnte durch die neue Einstufung schon bald m\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>    SPD und Union f\u00fcr neues Jagdgesetz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo k\u00fcndigte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) an, dass im n\u00e4chsten Schritt \u00fcber die \u00c4nderung des Bundesjagdgesetzes abgestimmt werden soll. Zudem solle f\u00fcr weitere Teile Deutschlands eine neue Bewertung der Wolfspopulation erfolgen. In der Folge k\u00f6nnte dann der Schutzstatus der Tiere in ganz Deutschland sinken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnionsfraktionsvize Albert Stegemann sprach angesichts der aktuellen Bewertung von einem &#8222;politischen Meilenstein&#8220;. Auch vom Koalitionspartner kam Zuspruch: Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Esra Limbacher, sprach sich f\u00fcr einen pragmatischen Umgang mit dem Wolf aus, &#8222;der den berechtigten Anliegen von Naturschutz und Landwirtschaft gleicherma\u00dfen gerecht wird&#8220;.<\/p>\n<p>    Kritik von Umweltverb\u00e4nden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKritik kam von Umweltverb\u00e4nden. Der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nannte die Bewertung &#8222;politisch motiviert statt wissenschaftlich fundiert&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn zw\u00f6lf der 16 Bundesl\u00e4nder sei der Wolf nach wie vor selten. Der WWF Deutschland kritisierte, mit einer Meldung f\u00fcr eine Einzelregion gef\u00e4hrde die Bundesrepublik &#8222;ein zentrales Prinzip des europ\u00e4ischen Artenschutzrechts, n\u00e4mlich den Schutz wandernder Arten&#8220;.<\/p>\n<p>    Jagdverband bem\u00e4ngelt Datengrundlage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Deutsche Jagdverband (DJV) kritisierte hingegen, die aktuelle Bewertung sei auf Grundlage veralteter Daten erfolgt. Die \u00fcberf\u00e4llige Feststellung des &#8222;g\u00fcnstigen&#8220; Erhaltungszustandes des Wolfes insgesamt werde zudem durch die Aufteilung in einzelne Regionen bewusst verhindert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Seit Jahren werden in der Wolfspolitik die N\u00f6te der Menschen im l\u00e4ndlichen Raum ignoriert und die Best\u00e4nde systematisch heruntergerechnet&#8220;, sagte DJV-Pr\u00e4sident Helmut Dammann-Tamke.\u00a0<\/p>\n<p>    EU-Gesetzes\u00e4nderung vereinfacht schnelleren Abschuss<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Trend geht jedoch in eine andere Richtung: So hatten die 27 EU-L\u00e4nder im Juni eine Gesetzes\u00e4nderung f\u00fcr den schnelleren Abschuss von W\u00f6lfen beschlossen. Der Wolf soll nicht mehr als &#8222;streng gesch\u00fctzt&#8220; gelten, der Erhalt der Art aber weiter sichergestellt werden. Das bedeutet, dass die Voraussetzungen f\u00fcr den Abschuss von W\u00f6lfen k\u00fcnftig deutlich vereinfacht werden sollen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 31.07.2025 18:29 Uhr In Deutschland leben ungef\u00e4hr 1.600 W\u00f6lfe in gut 200 Rudeln. 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