{"id":309926,"date":"2025-08-01T04:46:20","date_gmt":"2025-08-01T04:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/309926\/"},"modified":"2025-08-01T04:46:20","modified_gmt":"2025-08-01T04:46:20","slug":"wirtschaftsministerin-reiche-sieht-deutschland-am-kipppunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/309926\/","title":{"rendered":"Wirtschaftsministerin Reiche sieht Deutschland am Kipppunkt"},"content":{"rendered":"<p>Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnt vor wachsendem Druck auf die sozialen Sicherungssysteme. Im Herbst sollen Kommissionen Reformvorschl\u00e4ge erarbeiten \u2013 w\u00e4hrend Kritik an Reiches Vorsto\u00df zu l\u00e4ngeren Lebensarbeitszeiten in der SPD w\u00e4chst.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bundeswirtschaftsministerin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katherina Reiche<\/a> sieht die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland unter Druck. Die CDU-Politikerin sagte nach einem Unternehmensbesuch in Essen, im Herbst stehe eine umfangreiche, auch kritische Betrachtung der Sozialsysteme an. \u201eSie m\u00fcssen das liefern, was die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von ihnen erwarten: Sicherheit und Verl\u00e4sslichkeit. Wir wissen aber auch, dass es Reformen braucht.\u201c Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe von einem \u201eReformherbst\u201c gesprochen. \u201eDem ist eigentlich nichts hinzuzuf\u00fcgen.\u201c<\/p>\n<p>Die Koalition habe f\u00fcr den Herbst die Einsetzung verschiedener Kommissionen verabredet, die sich die sozialen Sicherungssysteme nicht nur anschauen, sondern Reformvorschl\u00e4ge erarbeiten sollten, sagte Reiche. Die Reform der Sozialsysteme und die Schieflage der Demografie sei nichts, was erst diese Regierung besch\u00e4ftige.<\/p>\n<p>\u201eDie Herausforderung, in der wir uns befinden, ist, dass sozusagen der Kipppunkt immer n\u00e4her r\u00fcckt und wir uns deshalb aktiv mit der Frage auseinandersetzen m\u00fcssen, wie wir verschiedene Erwerbsbiografien, wie wir Arbeitskr\u00e4ftebedarf, Zuwanderung zu so einem guten Konzept zusammenf\u00fcgen, dass wir in Zukunft Arbeitsproduktivit\u00e4t auf hohem Niveau halten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob die geplante Ausweitung der M\u00fctterrente noch in die Zeit passe, sagte Reiche: \u201eMa\u00dfnahmen, die die sozialen Sicherungssysteme weiter belasten, sind tats\u00e4chlich eine Herausforderung f\u00fcr unser System.\u201c Aber es gehe vor allem auch um individuelle Arbeitnehmer.<\/p>\n<p>Reiche hatte mit Aussagen \u00fcber eine steigende Lebensarbeitszeit eine breite Debatte ausgel\u00f6st. Bundesfinanzminister <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/lars-klingbeil\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/lars-klingbeil\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lars Klingbeil <\/a>(SPD) sagte am Mittwoch, in den Koalitionsverhandlungen sei sehr klar besprochen worden, dass es keine Erh\u00f6hung des Renteneintrittsalters geben werde. Es helfe nicht, wenn es Rufe \u201evon der Seitenlinie\u201c gebe.<\/p>\n<p>Konservative Sozialdemokraten kritisieren Reiche<\/p>\n<p>In der SPD w\u00e4chst derweil der Unmut \u00fcber Reiche. Ihr Vorsto\u00df zur Erh\u00f6hung des Renteneintrittsalters verfehle den Kern des Problems und sei unterkomplex, kriti\u00adsieren SPD-Abgeordnete vom konservativen Seeheimer Kreis. Reiche m\u00fcsse sich \u201est\u00e4rker ihren Kernaufgaben als Wirtschaftsministerin widmen\u201c, fordern der Seeheimer-Sprecher Dirk Wiese und Esra Limbacher, Generalsekret\u00e4r der Saar-SPD.<\/p>\n<p>\u201eWer ernsthaft dar\u00fcber nachdenkt, dass Menschen k\u00fcnftig bis ins hohe Alter arbeiten sollen, muss sich auch mit der Realit\u00e4t auf dem Arbeitsmarkt besch\u00e4ftigen.\u201c Die Sozialdemokraten bem\u00e4ngeln auch die Handelseinigung der Europ\u00e4ischen Kommission mit der US-Regierung. Der Deal sei angesichts der 50-Prozent-Z\u00f6lle auf Stahl ein Risiko f\u00fcr eine Schl\u00fcsselindustrie.<\/p>\n<p>EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse nachverhandeln. Von Wirtschaftsministerin Reiche erwarten die SPD-Abgeordneten \u201eHandeln statt Worte\u201c. Sie m\u00fcsse Stahlkonzerne und Gewerkschaften zu einem Stahlgipfel einladen und einen Fahrplan f\u00fcr bezahlbare Energiepreise vorlegen. Die Bundesregierung d\u00fcrfe \u201enicht tatenlos zusehen, wie unsere Stahlindustrie den Anschluss verliert\u201c.<\/p>\n<p>dpa\/cvb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wirtschaftsministerin Katherina Reiche warnt vor wachsendem Druck auf die sozialen Sicherungssysteme. 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