{"id":310068,"date":"2025-08-01T06:05:10","date_gmt":"2025-08-01T06:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310068\/"},"modified":"2025-08-01T06:05:10","modified_gmt":"2025-08-01T06:05:10","slug":"trump-verschiebt-start-neuer-zoelle-um-eine-woche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310068\/","title":{"rendered":"Trump verschiebt Start neuer Z\u00f6lle um eine Woche"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 01.08.2025 06:54 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Kehrtwende im Wei\u00dfen Haus: US-Pr\u00e4sident Trump hat zwar ein Dekret mit zum Teil massiven Zolls\u00e4tzen f\u00fcr Dutzende Staaten unterzeichnet. Anders als bisher verk\u00fcndet, sollen diese aber nicht schon heute in Kraft treten.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat ein Dekret zu den neuen Zollbestimmungen unterzeichnet. Die neuen US-Z\u00f6lle f\u00fcr Importe aus dem Ausland treten demnach erst am 7. August in Kraft, nicht schon heute. Ein Regierungsbeamter best\u00e4tigte Nachrichtenagenturen, dass dies auch f\u00fcr den Zollsatz von 15 Prozent auf Einfuhren aus der EU gelte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBislang hatte der Republikaner als Termin f\u00fcr die Einf\u00fchrung neuer Z\u00f6lle den 1. August genannt. Auch in einer EU-\u00dcbersicht zur k\u00fcrzlich in Schottland geschlossenen Vereinbarung zwischen der Europ\u00e4ischen Union und den USA wurde dieses Datum genannt &#8211; dort hie\u00df es: &#8222;Ab dem 1. August werden die USA diesen H\u00f6chstzollsatz auf den Gro\u00dfteil der EU-Exporte anwenden.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAus dem Wei\u00dfen Haus wurde die Verschiebung der Z\u00f6lle damit begr\u00fcndet, dass den Grenz- und Zollbeh\u00f6rden mehr Zeit f\u00fcr die Umsetzung des neuen Systems gegeben werden solle.<\/p>\n<p>    Z\u00f6lle f\u00fcr fast 70 L\u00e4nder<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nGleichzeitig verh\u00e4ngte Trump per Dekret neue Z\u00f6lle gegen L\u00e4nder, f\u00fcr die es noch kein Handelsabkommen gibt. Das Wei\u00dfe Haus ver\u00f6ffentlichte eine Liste mit fast 70 L\u00e4ndern und der EU, f\u00fcr die jeweils bestimmte Zolls\u00e4tze gelten. Neben Gro\u00dfbritannien, der Schweiz und Japan sind viele weitere Handelspartner genannt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Z\u00f6lle liegen zwischen zehn und 50 Prozent. Zu den L\u00e4ndern,\u00a0die es am h\u00e4rtesten trifft, geh\u00f6rt die Schweiz mit 39 Prozent. Am schlimmsten trifft es Brasilien mit einem Zollsatz von 50 Prozent. In der aktuellen Zollliste vom Donnerstag ist zwar der bestehende Zollsatz von zehn Prozent festgehalten. Dazu sollen aber bereits ab kommendem Mittwoch weitere 40 Prozent auf brasilianische Produkte hinzukommen, wie Trump mitteilte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMexiko bekommt dagegen eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/usa-zoelle-mexiko-106.html\" title=\"Zollstreit: USA und Mexiko wollen weiter verhandeln\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fristverl\u00e4ngerung von 90 Tagen<\/a>. F\u00fcr andere L\u00e4nder gab es keine \u00dcberraschungen. F\u00fcr Japan und <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/usa-suedkorea-einigung-100.html\" title=\"Handelsstreit: USA vereinbaren 15-Prozent-Zoll mit S\u00fcdkorea\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S\u00fcdkorea<\/a> ist &#8211; wie in zuvor erfolgten Handelsabkommen vereinbart &#8211; entsprechend zur EU ein Aufschlag von 15 Prozent vorgesehen.<\/p>\n<p>                    Neue Zolls\u00e4tze (Auswahl)<\/p>\n<tr>\n                        Land\/ Staatengemeinschaft<br \/>\n                        Zollsatz<\/p>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Europ\u00e4ische Union<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            15 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Gro\u00dfbritannien<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            10 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Schweiz<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            39 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Norwegen<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            15 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Israel<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            15 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            S\u00fcdafrika<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            30 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            S\u00fcdkorea<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            15 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Taiwan<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            20 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Japan<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            15 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Malaysia<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            19 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Indien<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            25 Prozent<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n                            Brasilien<\/p>\n<\/td>\n<td>\n                            10 Prozent (plus 40 Prozent)<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<\/td>\n<\/tr>\n<p>    Trump sieht Ungleichgewicht im Handel<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump begr\u00fcndet die Zollerhebungen damit, dass ein Ungleichgewicht im Handel mit anderen L\u00e4ndern bestehe und ausgeglichen werden m\u00fcsse. Er wirft den betroffenen Handelspartnern der USA vor, zu hohe Z\u00f6lle zu erheben oder ihre M\u00e4rkte nicht weit genug f\u00fcr Einfuhren aus den Vereinigten Staaten zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWenn L\u00e4nder nicht in der Liste aufgef\u00fchrt sind, wird in ihrem Fall pauschal ein Zollsatz von zehn Prozent erhoben, wie das Wei\u00dfe Haus weiter mitteilte.<\/p>\n<p>    &#8222;Am Ende bezahlen die amerikanischen Verbraucher&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHeftige Kritik kommt vom demokratischen Senator Chris Coons: &#8222;All diese Z\u00f6lle sind wie eine Steuer, die die amerikanischen Verbraucher zahlen&#8220;, sagte er im Sender CNN: &#8222;Sie bringen dem Fiskus vielleicht eine riesige Menge Geld. Das aber bezahlen am Ende die amerikanischen Verbraucher.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDem widersprach US-Handelsminister Howard Lutnick. Von seinen fr\u00fcheren Wall-Street-Freunden habe er viele aufgeregte Anrufe bekommen: &#8222;Sie meinten, wir w\u00fcssten wohl nicht, was wir tun: &#8218;Ihr zerst\u00f6rt die M\u00e4rkte.&#8216; Donald Trump und sein Team haben bewiesen: Die EU zahlt, Japan zahlt, Korea zahlt, Vietnam\u00a0zahlt, die Philippinen zahlen.&#8220;<\/p>\n<p>    Trump verweist auf nationalen Notstand<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Donnerstag hatten sich Berufungsrichter in einer Anh\u00f6rung noch mit der Rechtm\u00e4\u00dfigkeit vieler dieser Z\u00f6lle besch\u00e4ftigt. Ende Mai hatte ein Berufungsgericht <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/trump-zoelle-158.html\" title=\"Gericht setzt Trumps Z\u00f6lle vorerst wieder in Kraft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die juristisch verf\u00fcgte Blockade fast aller Z\u00f6lle des US-Pr\u00e4sidenten vorerst aufgehoben<\/a>, die eine niedrigere Instanz &#8211; das Gericht f\u00fcr internationalen Handel in New York &#8211; kurz zuvor angeordnet hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas New Yorker Gericht sprach Trumps Regierung die Befugnis ab, weitreichende Z\u00f6lle unter Berufung auf ein Notstandsgesetz zu verh\u00e4ngen. Die Entscheidung bezog sich auf fast alle Z\u00f6lle, die von Trumps Regierung erlassen wurden. Sie umfasste auch l\u00e4nderspezifische Handelserschwernisse, die der Pr\u00e4sident Anfang April verh\u00e4ngt und danach mehrmals aufgeschoben hatte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Argumentation Trumps lautet: Handelsdefizite mit anderen L\u00e4ndern seien ein nationales Sicherheitsrisiko, damit bestehe ein nationaler Notstand. Mit dieser Begr\u00fcndung verh\u00e4ngte er die weitreichenden Z\u00f6lle per Dekret &#8211; und umging damit das Parlament. Er nutzte daf\u00fcr ein Gesetz aus dem Jahr 1977, das noch nie zuvor f\u00fcr Z\u00f6lle angewandt worden war.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Berufungsrichter \u00e4u\u00dferten sich US-Medien zufolge nun skeptisch \u00fcber dieses Vorgehen der Regierung. Eines seiner gr\u00f6\u00dften Bedenken sei, dass das herangezogene Notstandsgesetz das Wort &#8222;Z\u00f6lle&#8220; nirgendwo erw\u00e4hne, zitierten etwa der Sender ABC News und das Nachrichtenportal Politico einen der Richter.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBis zu einer Entscheidung in dem Fall k\u00f6nnten nach Einsch\u00e4tzung der Washington Post noch Wochen vergehen. Und selbst dann k\u00f6nnte der Rechtsstreit noch weitergehen &#8211; und letztlich vor dem Obersten US-Gericht landen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit Informationen von Martin Ganslmeier, ARD New York.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.08.2025 06:54 Uhr Kehrtwende im Wei\u00dfen Haus: US-Pr\u00e4sident Trump hat zwar ein Dekret mit zum Teil massiven&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":310069,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[1764,13,14,15,12,10,8,9,11,113,64,103,104,211],"class_list":{"0":"post-310068","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-eilmeldung","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-top-news","14":"tag-top-meldungen","15":"tag-topmeldungen","16":"tag-topnews","17":"tag-trump","18":"tag-usa","19":"tag-welt","20":"tag-world","21":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114952007195238948","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=310068"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310068\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/310069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=310068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=310068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=310068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}