{"id":310185,"date":"2025-08-01T07:10:14","date_gmt":"2025-08-01T07:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310185\/"},"modified":"2025-08-01T07:10:14","modified_gmt":"2025-08-01T07:10:14","slug":"queerer-berliner-club-schwuz-meldet-insolvenz-an-betrieb-soll-weitergehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310185\/","title":{"rendered":"Queerer Berliner Club Schwuz meldet Insolvenz an &#8211; Betrieb soll weitergehen"},"content":{"rendered":"<p>\tQueeres Club-Urgestein<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tBerliner Club Schwuz meldet Insolvenz an &#8211; Betrieb soll vorerst weitergehen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/1754002932_size708x398.jpg\" alt=\"Der queere Club Schwuz in Berlin-Neuk\u00f6lln. (Quelle: dpa\/XAMAX9\" title=\"Der queere Club Schwuz in Berlin-Neuk\u00f6lln. (Quelle: dpa\/XAMAX9\" id=\"2073379290\"\/>Bild: dpa\/XAMAX<\/p>\n<p>Das Schwuz ist der \u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte queere Club Deutschlands &#8211; und steckt schon l\u00e4nger in der Krise. Mitarbeitende wurden entlassen. Aber das scheint nicht ausgereicht zu haben: Jetzt hat der Club Insolvenz angemeldet.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>Der queere Berliner Club Schwuz hat wegen drohender Zahlungsunf\u00e4higkeit Insolvenz angemeldet. Das haben die Betreiber am Donnerstagabend in einem <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/DMyJFgnsVV4\/?img_index=2&amp;igsh=dGZyY2Y2eTQ4aWJ0\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Instagram-Post<\/a> mitgeteilt.<\/p>\n<p>Wie aus einer Mail der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung hervorgeht, die rbb|24 vorliegt, soll der Clubbetrieb vorerst bis zur voraussichtlichen Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens im Oktober weitergehen. &#8222;Die Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse bleiben bestehen und die Geh\u00e4lter werden weiterhin gezahlt&#8220;, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1191464107\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tKrise habe schon 2024 begonnen<\/p>\n<p>Als n\u00e4chsten Schritt nach dem Antrag soll nun ein externer Insolvenzberater helfen, das Schwuz wieder auf wirtschaftlich tragf\u00e4hige Beine zu stellen. &#8222;Hier wird es weitere gro\u00dfe und potentiell einschneidende Ma\u00dfnahmen erfordern&#8220;, hei\u00dft es. Der Schritt sei notwendig geworden, &#8222;um \u00fcberhaupt noch Spielraum f\u00fcr Ver\u00e4nderung zu schaffen und das Haus zu sch\u00fctzen&#8220;. Es gehe nicht darum, aufzugeben, sondern darum, neu zu starten.<\/p>\n<p>Die Krise des Clubs hat laut Mail der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung bereits Anfang 2024 begonnen. Schon damals sei absehbar gewesen, dass der Club das Jahr mit einem &#8222;erheblichen Defizit abschlie\u00dfen werde&#8220;. Gegenma\u00dfnahmen h\u00e4tten sich sp\u00e4ter als nicht ausreichend herausgestellt. Mit dem Wechsel der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung im M\u00e4rz dieses Jahres habe &#8222;eine umfassende Analyse der tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen Lage&#8220; begonnen, hei\u00dft es in der Mail.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1995249736\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tK\u00fcndigungen im Sommer<\/p>\n<p>Erst im Mai 2025, &#8222;nach vollst\u00e4ndiger Einarbeitung in die Strukturen&#8220;, sei das volle Ausma\u00df der Krise sichtbar geworden: So h\u00e4tten am Ende des Monats regelm\u00e4\u00dfig 30.000 bis 60.000 Euro gefehlt, Ums\u00e4tze seien r\u00fcckl\u00e4ufig gewesen und auch strukturelle Probleme bei der Verwaltung des Clubs h\u00e4tten zur Misere gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Als Reaktion darauf hatte das Schwuz Ende Mai 33 teils langj\u00e4hrigen <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/kultur\/beitrag\/2025\/06\/club-schwuz-berlin-kuendigung-entlassung-mitarbeitende-krise.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mitarbeitenden gek\u00fcndigt und wurde daf\u00fcr harsch kritisiert<\/a>. Ohne die K\u00fcndigungen drohe die Schlie\u00dfung, rechtfertigte sich der Club damals. Au\u00dferdem wurden \u00d6ffnungszeiten eingeschr\u00e4nkt und ein Crowdfunding gestartet, um die Infrastruktur zu modernisieren. Von den urspr\u00fcnglich anvisierten 150.000 Euro sind bisher jedoch nur etwas mehr als 3.000 Euro zusammengekommen.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox_1276710369\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1614208812\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tClub besteht seit fast 50 Jahren<\/p>\n<p>Das Schwuz &#8211; urspr\u00fcnglich eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;Schwulen-Zentrum&#8220; &#8211; wurde 1977 gegr\u00fcndet und ist eigenen Angaben zufolge Deutschlands \u00e4ltester <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/thema\/queer\/index.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">queerer<\/a> Club sowie gr\u00f6\u00dfte Kulturinstitution in der queeren Szene. Es war in den Anfangsjahren ein zentraler Bezugspunkt der queeren Community: So w\u00e4re der erste Christopher Street Day in Berlin 1979 oder die Gr\u00fcndung der Stadtzeitung &#8222;Siegess\u00e4ule&#8220; ohne das Schwuz wohl nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>2013 zog der Club vom Mehringsdamm in Kreuzberg nach Neuk\u00f6lln ins Rollbergviertel und in deutlich gr\u00f6\u00dfere R\u00e4ume, in die mehr als 1.000 Menschen passen. Nun fordert das Schwuz seine Follower auf Instagram auf, die wieder st\u00e4rker zu frequentieren: &#8222;Komm vorbei. Tanz. Feiere!&#8220; Gemeinsam k\u00f6nne man bewirken, dass es weitergehen kann.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><\/p>\n<p>Sendung: Fritz, 01.08.2025, 7:00 Uhr<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n<p>\t<script async src=\"\/\/www.instagram.com\/embed.js\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Queeres Club-Urgestein &#8211; Berliner Club Schwuz meldet Insolvenz an &#8211; Betrieb soll vorerst weitergehen Bild: dpa\/XAMAX Das Schwuz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":309317,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,1940,1938],"class_list":{"0":"post-310185","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten-aus-berlin","15":"tag-news-aus-berlin"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114952262696266191","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=310185"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310185\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/309317"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=310185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=310185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=310185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}