{"id":310559,"date":"2025-08-01T10:42:14","date_gmt":"2025-08-01T10:42:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310559\/"},"modified":"2025-08-01T10:42:14","modified_gmt":"2025-08-01T10:42:14","slug":"luftwaffe-wirft-paletten-ab-deutschland-startet-hilfsfluege-fuer-gaza","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310559\/","title":{"rendered":"Luftwaffe wirft Paletten ab: Deutschland startet Hilfsfl\u00fcge f\u00fcr Gaza"},"content":{"rendered":"<p>                    Luftwaffe wirft Paletten ab<br \/>\n                Deutschland startet Hilfsfl\u00fcge f\u00fcr Gaza<\/p>\n<p>\t\t\t\t              01.08.2025, 12:20 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Nach UN-Angaben steht der Gazastreifen unmittelbar vor einer Hungersnot. Das Abwerfen von Hilfsg\u00fctern aus der Luft ist umstritten, wird nun aber auch von Deutschland wieder aufgenommen. Die &#8222;humanit\u00e4re Katastrophe&#8220; sei zu gro\u00df, erkl\u00e4rt Au\u00dfenminister Wadephul.<\/strong><\/p>\n<p>Die Bundeswehr hat ihre Hilfsaktion f\u00fcr notleidende Menschen im Gazastreifen begonnen. Deutsche Transportflugzeuge h\u00e4tten 34 Paletten mit knapp 14 Tonnen Lebensmitteln und medizinischer Ausr\u00fcstung \u00fcber dem Gebiet abgeworfen, teilte das Verteidigungsministerium mit.<\/p>\n<p>Der Gazastreifen steht nach UN-Angaben unmittelbar vor einer Hungersnot. Israel kontrolliert alle Zug\u00e4nge zu dem K\u00fcstengebiet am Mittelmeer und lie\u00df \u00fcber mehrere Monate keine oder nur wenige Hilfslieferungen passieren. So sollte nach israelischer Darstellung der Druck auf die islamistische Hamas erh\u00f6ht werden, die letzten der am 7. Oktober 2023 entf\u00fchrten Geiseln freizulassen.<\/p>\n<p>Seit vergangenem Sonntag &#8211; nach weltweit wachsender Kritik an der entsetzlichen Lage der pal\u00e4stinensischen Zivilbev\u00f6lkerung &#8211; l\u00e4sst Israel wieder gr\u00f6\u00dfere Lieferungen auf dem Landweg zu und unterst\u00fctzt die Abw\u00fcrfe von Hilfsg\u00fctern durch verb\u00fcndete Staaten wie Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Deutschland beteiligt sich an der Aktion mit zwei Flugzeugen, die auf einer Milit\u00e4rbasis in Jordanien beladen werden und dringend ben\u00f6tigte Nahrungsmittel und Ausr\u00fcstung \u00fcber dem Gazastreifen abwerfen.<\/p>\n<p>Pistorius: Es geht es ums nackte \u00dcberleben<\/p>\n<p>Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte, die Hilfsfl\u00fcge k\u00f6nnten nur einen sehr kleinen Teil beitragen und das Allern\u00f6tigste zu den Menschen bringen. &#8222;In Gaza fehlt es in diesen Tagen vor allem an Nahrung und Medikamenten. F\u00fcr viele Menschen &#8211; auch f\u00fcr viele Kinder &#8211; geht es ums nackte \u00dcberleben.&#8220; Er erwarte, dass Israel die umfassende humanit\u00e4re Versorgung der seit Monaten leidenden Menschen sicherstelle.<\/p>\n<p>Auch Au\u00dfenminister Johann Wadephul betonte, es werde unter Hochdruck daran gearbeitet, auch den humanit\u00e4ren Landweg mit erfahrenen UN-Organisationen wieder aufzubauen. Hilfsfl\u00fcge k\u00f6nnten diese Lieferungen nicht ersetzen, nur \u00fcber Land k\u00f6nnten ausreichend Hilfsg\u00fcter zu den Menschen gelangen. &#8222;Deswegen fordern wir in unseren Gespr\u00e4chen die israelische Regierung dringend auf, den UN und den internationalen Hilfsorganisationen sicheren Zugang und vor allem auch sichere Verteilung zu erm\u00f6glichen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch im vergangenen Jahr hatte sich die Bundeswehr bereits an Hilfsfl\u00fcgen \u00fcber dem Gazastreifen beteiligt. In 39 Fl\u00fcgen wurden im M\u00e4rz 2024 insgesamt 316 Tonnen Hilfsg\u00fcter abgeworfen. Danach wurden die Fl\u00fcge eingestellt, weil es vor\u00fcbergehend wieder bessere Transportwege gab.<\/p>\n<p> Ineffektiv und teuer<\/p>\n<p>Internationale Organisationen halten den Abwurf von Hilfsg\u00fctern aus der Luft wegen der relativ geringen Mengen f\u00fcr ineffektiv und teuer. Im Vergleich zu Lkw am Boden k\u00f6nnten so nur sehr wenige Lebensmittel in den K\u00fcstenstreifen gelangen. Helfer weisen au\u00dferdem darauf hin, dass die Paletten in einem so dicht besiedelten Gebiet Menschen am Boden verletzen oder t\u00f6ten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Anders als bei Hilfslieferungen mit Lastwagen k\u00f6nnen die abgeworfenen Lebensmittel auch kaum gezielt verteilt werden. So k\u00f6nnten Verletzte, Menschen mit Behinderungen oder Alleinerziehende mit Kindern Probleme haben, \u00fcberhaupt an die Hilfsg\u00fcter zu gelangen. Es gelte &#8222;ein bisschen das Gesetz des St\u00e4rkeren&#8220;, warnen Hilfsorganisationen.<\/p>\n<p>Das gilt nach Schilderungen von Augenzeugen und Helfern vor Ort jedoch mehr und mehr auch f\u00fcr Lastwagen, die es ins Innere des Gazastreifens schaffen. Die Bev\u00f6lkerung sei so verzweifelt, dass es zu chaotischen Szenen komme. Viele Ladungen seien von Menschenmengen gepl\u00fcndert worden, bevor sie die Lagerh\u00e4user erreichen konnten. Beobachter f\u00fchren diese Zust\u00e4nde auch auf den Zusammenbruch jeglicher sozialer Ordnung im kriegszerst\u00f6rten Gazastreifen zur\u00fcck, den die israelische Blockadepolitik noch versch\u00e4rft habe.<\/p>\n<p>Deutschland gibt auch mehr Geld<\/p>\n<p>Deutschland baut seine Hilfe f\u00fcr die hungernde Bev\u00f6lkerung nun auch finanziell aus. Au\u00dfenminister Wadephul k\u00fcndigte bei einem Besuch in Israel zus\u00e4tzliche Mittel von f\u00fcnf Millionen Euro f\u00fcr das UN-Weltern\u00e4hrungsprogramm WFP an. &#8222;Damit werden unter anderem B\u00e4ckereien und Suppenk\u00fcchen unterst\u00fctzt, um die Menschen in Gaza auch mittelfristig mit Brot und warmen Mahlzeiten zu versorgen&#8220;, sagte er. Au\u00dferdem finanziert die Bundesregierung ein Feldkrankenhaus der Malteser in Gaza Stadt.<\/p>\n<p>Der Au\u00dfenminister schloss nicht aus, dass ein Teil der Hilfe von der terroristischen Hamas abgezweigt werden k\u00f6nnte. Aber: &#8222;Die humanit\u00e4re Katastrophe im Gazastreifen ist jetzt so gro\u00df, dass es nicht gerechtfertigt ist, hier weitere H\u00fcrden aufzubauen.&#8220; Im \u00dcbrigen sei das beste Mittel, um Missbrauch zu verhindern, m\u00f6glichst viele Lebensmittel und Hilfsg\u00fcter in den Gazastreifen hereinzulassen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Ausw\u00e4rtigen Amtes bel\u00e4uft sich die deutsche humanit\u00e4re Hilfe f\u00fcr die Pal\u00e4stinensischen Gebiete seit Beginn des Gaza-Krieges im Oktober 2023 auf mehr 330 Millionen Euro. Mehr als 95 Prozent davon w\u00fcrden f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung im Gazastreifen verwendet. Zuletzt wurden die Hilfen im Mai um bis zu knapp 31 Millionen Euro aufgestockt.<\/p>\n<p>Pal\u00e4stinenser melden 60.000 Todesopfer<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser des Gaza-Kriegs war der \u00dcberfall der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem rund 1200 Menschen get\u00f6tet und mehr als 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden.<\/p>\n<p>Wie die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbeh\u00f6rde am Dienstag mitteilte, kamen in den vergangenen knapp 22 Monaten 60.034 Pal\u00e4stinenser ums Leben. 145.870 weitere Menschen erlitten demnach Verletzungen. Bei der Mehrheit der Opfer soll es sich um Frauen, Minderj\u00e4hrige und \u00e4ltere Menschen handeln.<\/p>\n<p>Die Zahlen lassen sich nicht unabh\u00e4ngig \u00fcberpr\u00fcfen und unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und K\u00e4mpfern. UN-Organisationen sehen sie aber als weitgehend zuverl\u00e4ssig an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Luftwaffe wirft Paletten ab Deutschland startet Hilfsfl\u00fcge f\u00fcr Gaza 01.08.2025, 12:20 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion wurde k\u00fcnstlich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":310560,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,685,3364,29,738,30,13,1588,14,3923,15,3921,16,12],"class_list":{"0":"post-310559","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","10":"tag-aktuelle-news","11":"tag-aktuelle-news-aus-deutschland","12":"tag-bundeswehr","13":"tag-de","14":"tag-deutschland","15":"tag-gazastreifen","16":"tag-germany","17":"tag-headlines","18":"tag-hilfsprogramme","19":"tag-nachrichten","20":"tag-nachrichten-aus-deutschland","21":"tag-news","22":"tag-news-aus-deutschland","23":"tag-politik","24":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114953096116751172","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=310559"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310559\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/310560"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=310559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=310559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=310559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}