{"id":310617,"date":"2025-08-01T11:14:10","date_gmt":"2025-08-01T11:14:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310617\/"},"modified":"2025-08-01T11:14:10","modified_gmt":"2025-08-01T11:14:10","slug":"schienengueterverkehr-umleitungen-durch-sperrung-hamburg-berlin-schienengueterverkehr-verkehrspolitik-und-digitale-infrastruktur-news-transport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/310617\/","title":{"rendered":"Schieneng\u00fcterverkehr: Umleitungen durch Sperrung Hamburg\u2013Berlin &#8211; Schieneng\u00fcterverkehr, Verkehrspolitik und Digitale Infrastruktur | News | TRANSPORT"},"content":{"rendered":"<p><strong>G\u00fcterverkehr muss weitr\u00e4umig ausweichen<\/strong><\/p>\n<p>Laut Deutscher Bahn werden G\u00fcterz\u00fcge w\u00e4hrend der Sanierung unter anderem \u00fcber Uelzen und Stendal gef\u00fchrt. Zus\u00e4tzlich sind Umleitungen \u00fcber Rotenburg (W\u00fcmme) und Verden (Aller) vorgesehen, die dann weiter \u00fcber Hannover und Magdeburg nach Berlin verlaufen. <\/p>\n<p>Aufgrund der Auslastung und begrenzten Kapazit\u00e4ten dieser Strecken rechnet die Bahn mit \u201eVerz\u00f6gerungen von mehreren Stunden\u201c, wie die dpa berichtet.<\/p>\n<p>Vor allem eingleisige Abschnitte und bereits stark frequentierte Knotenpunkte erschweren den Ausweichverkehr. Die Trasse Hamburg\u2013Berlin wird t\u00e4glich von rund 470 Z\u00fcgen genutzt, darunter auch zahlreiche G\u00fcterz\u00fcge. Die Umleitung dieses Verkehrsvolumens stellt das Netz bundesweit vor logistische Herausforderungen.<\/p>\n<p><strong>Engp\u00e4sse im Gro\u00dfraum Hamburg<\/strong><\/p>\n<p>Ein besonders kritischer Bereich ist die Hamburger Elbquerung. Die beiden Hauptverbindungen \u00fcber die Norder- und S\u00fcderelbe wurden zuletzt instand gesetzt, um die zus\u00e4tzliche Belastung w\u00e4hrend der Generalsanierung zu bew\u00e4ltigen. Die Bahn erkl\u00e4rte laut dpa: \u201eDamit stehen beide Br\u00fcckenwerke w\u00e4hrend der Generalsanierung uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr einen sicheren Bahnbetrieb zur Verf\u00fcgung.\u201c Dennoch bleibt der Abschnitt anf\u00e4llig \u2013 bereits im Regelbetrieb verkehren dort bis zu 660 Z\u00fcge t\u00e4glich.<\/p>\n<p><strong>Umfassende Ma\u00dfnahmen auf der Strecke<\/strong><\/p>\n<p>Das Sanierungsprogramm ist eines der umfangreichsten der letzten Jahre. Wie Projektleiter Julian Fassing gegen\u00fcber der dpa erkl\u00e4rte, sei die Ma\u00dfnahme alternativlos: <\/p>\n<p>\u201eWir haben Stellwerke, die arbeiten noch mit Disketten.\u201c <\/p>\n<p>Die Strecke sei dem Verkehrsaufkommen zuletzt kaum noch gewachsen.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Bauarbeiten werden 165 Kilometer Gleise vollst\u00e4ndig erneuert, 61 Kilometer instandgesetzt und 249 Weichen ausgetauscht. 28 Bahnh\u00f6fe entlang der Strecke erhalten ein neues Erscheinungsbild. Zudem entstehen sechs neue Stellwerke, 19 weitere werden modernisiert. Die Leit- und Sicherungstechnik wird f\u00fcr die k\u00fcnftige Einf\u00fchrung des europ\u00e4ischen Zugsteuerungssystems ETCS vorbereitet. Eine vollst\u00e4ndige Umstellung auf das digitale System plant die Bahn in den 2030er Jahren.<\/p>\n<p><strong>Folgeprojekte im Anschluss<\/strong><\/p>\n<p>Kaum ist die Strecke Hamburg\u2013Berlin wieder befahrbar, steht die n\u00e4chste Gro\u00dfma\u00dfnahme bevor. Vom 1. Mai bis zum 10. Juli 2026 saniert die Bahn die Verbindung Hamburg\u2013Hannover. Laut Informationen der DB-Infrastrukturtochter Infrago werden entlang der Achse L\u00fcneburg\u2013Uelzen Stellwerke modernisiert. Auch auf dieser Strecke sind weitreichende Sperrungen und ein Ersatzverkehr vorgesehen. Betroffen ist dabei auch der Standort Maschen, Europas gr\u00f6\u00dfter Rangierbahnhof.<\/p>\n<p>Konzernsprecher Achim Stau\u00df sagte dazu im rbb24 Inforadio: <\/p>\n<p>\u201eDas ist ein radikaler Schritt, das ist uns klar, und das haben wir uns auch nicht leicht gemacht. Aber die Unzuverl\u00e4ssigkeit der Bahn ist doch so gro\u00df, die P\u00fcnktlichkeit so schlecht in ganz Deutschland, dass wir uns entschlossen haben, die am st\u00e4rksten belasteten Korridore generalzusanieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Belastung f\u00fcr den Transportsektor<\/strong><\/p>\n<p>Die Generalsanierung bringt f\u00fcr den Schieneng\u00fcterverkehr sp\u00fcrbare Belastungen. Umleitungen verl\u00e4ngern Laufzeiten, Engp\u00e4sse f\u00fchren zu Kapazit\u00e4tsengp\u00e4ssen und steigern das Risiko betrieblicher St\u00f6rungen. Die betroffenen Unternehmen m\u00fcssen in den kommenden Monaten ihre Transportplanung anpassen, alternative Routen pr\u00fcfen und zus\u00e4tzliche Pufferzeiten einplanen.<\/p>\n<p>Ob die Sanierung langfristig zu einer Entlastung beitr\u00e4gt, h\u00e4ngt nicht zuletzt von der verl\u00e4sslichen Umsetzung der angek\u00fcndigten Infrastrukturverbesserungen ab. Die Bahn verspricht nach Abschluss der Ma\u00dfnahmen eine deutlich robustere Strecke mit weniger St\u00f6rungen und einer prognostizierten Zustandsnote von 2,3 statt bisher 3,7. Eine Bewertung, die sich erst im Betriebsalltag best\u00e4tigen muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"G\u00fcterverkehr muss weitr\u00e4umig ausweichen Laut Deutscher Bahn werden G\u00fcterz\u00fcge w\u00e4hrend der Sanierung unter anderem \u00fcber Uelzen und Stendal&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":310618,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,14,1940,15,1938,5918,29832],"class_list":{"0":"post-310617","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-nachrichten","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news","17":"tag-news-aus-berlin","18":"tag-schienengueterverkehr","19":"tag-verkehrspolitik-und-digitale-infrastruktur"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114953221963562175","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=310617"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/310617\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/310618"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=310617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=310617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=310617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}